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ra-fork
ra-fork, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1732
Erfahrung:  Selbständiger Rechtsanwalt in Dortmund
63622881
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ra-fork ist jetzt online.

Guten Tag. Ich brauche dringend Hilfe! Mein Mann und ich

Beantwortete Frage:

Guten Tag.
Ich brauche dringend Hilfe!
Mein Mann und ich sind grtrennt. Unser Kind ist Hochbegabt und besucht seit kurzem einen Förderkurs. Due Anmeldung haben wir gemeinsam unterschrieben. Jetzt habe ich Mehrbedarf gefordert weil ich die Kosten nicht alleine tragen möchte. Jetzt hat er mit sofortiger Wirkung sein Einverständnis zurück gezogen. Zudem hat er im gleichen Moment auch sein Einverständnis für die Musikschule, zu der unser Sohn schon seit drei Jahren geht, ebenfall zurück gezogen. Nun meine Fragen:
1. Darf er das einfach, obwohl es wichtig für unseren Sohn ist? Darf ich tritzdem erst noch zum Förderkurs gehen? Und darf uch ihn weiter zur Musikschule bringen?
Derzeit werden alle Aktivitäten von mir bezahlt.
2. Da ich davon ausgehen muss, dass alles was Geld kostet von ihm zukünftig abgelehnt wird, kann ich dann das alleinige Sorgerecht erhalten?
3. Welche recgtlichen Schritte kann ich jetzt einleiten? Welche Chancen habe ich?
Für ihre Hilfe im Vorfeld recht herzlichen Dank.
Mfg
Sonja Schulz
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-fork hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.



zu 1)

Das darf er jedenfalls nicht derart plötzlich, da dies zum einen ein widersprüchliches Verhalten ist und er zum anderen vor Ihrer Trennung mit dem Kurs einverstanden war, ja diesen sogar mit unterzeichnet hat. Zum anderen haben derartige Kurse sicher auch Kündigungsfristen, sodass man nicht von heute auf morgen aus derartigen Kursen ausscheiden ohne Kosten kann. Mal ganz abgesehen davon, dass dies auch sicher einen negativen Einfluss auf Ihr Kind hätte.



Insofern darf er die Kurse sicher weiter besuchen. Untersagen kann dies der Vater nicht. Seine Kostenbeteiligung daran muss allerdings verbindlich geregelt werden.





zu 2)


Daran ist das alleinige Sorgerecht nicht gekoppelt, da es immer auch die Möglichkeit gibt bei widerstreitenden Interessen eine Entscheidung des Familiengerichts herbeizuführen.

Das alleinige Sorgerecht wird nur auf Antrag zuerkannt. Einen Antrag auf Übertragung des alleinigen Sorgerechts können Sie selbst bei Gericht stellen oder Sie beauftragen einen Anwalt damit. Letzteres ist sicher der zu bevorzugende Weg, weil der Anwalt als relativ objektive Partei einschätzen kann, ob angesichts der Faktenlage ein solcher Antrag Erfolg hat.

Denn dem Antrag auf Übertragung des alleinigen Sorgerechts wird nur dann stattgegeben, wenn dies dem "Wohle des Kindes" entspricht.

Nach Ihrer Schilderung wird man dies durchaus begründen können, da es dem Vater anscheinend nicht auf die individuellen Besonderheiten Ihres Kindes ankommt, sondern vielmehr auf finanzielle Interessen.


Bevor der Richter über den Antrag entscheidet, wird das Jugendamt eingeschaltet. Ein Mitarbeiter des Jugendamtes führt dann mit beiden Eltern getrennt und auch - je nach Alter - mit den Kindern ein ausführliches Gespräch und gibt danach gegenüber dem Gericht eine zusammenfassende Stellungnahme ab. Die Richter richten sich meist nach dem (objektiven) Bericht des Jugendamtes und etwaigen Vorschlägen. Hier sollten Sie also kooperati´v mit dem Jugendamt zusammenarbeiten und herausstellen, dass es Ihnen nur auf die Belange Ihres Kindes ankommt.



zu 3)

Am sinnvollsten wäre es, wenn Sie eine familienrechtlich spezialisierte Kanzlei Ihres Vertrauens vor Ort mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen beauftragen.


Diese kümmert sich dann sowohl um die Beantragung des Mehrbedarfs als auch der Übertragung des Sorgerechts. Erfahrungsgemäß ist es für die ohnehin schon emotional schwierige Trennungsphase mehr als empfehlenswert einen Interessenvertreter an seiner Seite zu wissen, der über die folgenden Schritte und was faktisch zu erwarten ist, aufklärt.


Bei niedrigem Einkommen steht Ihnen Beratungs- und Verfahrenskostenhilfe zur Verfügung. Auch die Jugendämter helfen und unterstützen Sie bei Bedarf bei auftretenden Problemen und Fragen.


Wenn Sie in Eigenregie vorgehen wollen, dann müssten Sie die entsprechenden Anträge selbst an das Gericht übersenden und um Entscheidung bitten.


Da bei einer möglicherweise bevorstehenden Scheidung aber ohnehin Anwaltzwang besteht wäre die Hinzuziehung eines Familienrechtlers bereits in dieser Phase empfehlenswert.






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Mit freundlichen Grüßen

Raphael Fork
-Rechtsanwalt-
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