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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 17085
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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raschwerin ist jetzt online.

moin moin, ich bin seit 24.09.2013 au, war jetzt vom 21.01.-11-03.2014

Kundenfrage

moin moin, ich bin seit 24.09.2013 au, war jetzt vom 21.01.-11-03.2014 zur Reha und soll nun am 07.04. 14 mit dem HH-Modell wieder einsteigen. Habe aktuell einen unbefristeten Vertrag über 40 Std. ambulante Betreuung und Koordination und soll nun mit der Begründung " Koordinatoren dürfen nicht so lange krank sein" ohne Änderungskündigung auf 30 Stunden reine ambulante Fallarbeit gesetzt werden.Der Arbeitgeber hattte dem Rententräger gegenüber schriftlich den vorgelegten Stufenplan des Hamburger Modells bestätigt. Der Aufsuchende Dienst in der Eingliederungshilfe ist so geregelt, dass die Fahrtzeiten , die im ländlichen Raum erheblich sind zwischen zwei Terminen, nicht zur Arbeitszeit gerechnet wird. So entstehen leicht Abwesenheitszeiten von zu Hause von 11 - 14 Stunden. Diese nicht nur zeitweise, sondern dauerhaft. Die Koordination ( die nicht höher vergütet wird) beinhaltet deutlich mehr reine Schreibtischarbeit und sollte ursprünglich ausgebaut und die Fallarbeit reduziert werden. Muß ich die Veränderungen akzeptieren?
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  daniela-mod hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

aufgrund einer routinemäßigen Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.

Wir haben Ihre Frage kostenlos unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen.

Sollten Sie in den nächsten Tagen keine Antwort erhalten, bitten wir Sie, sich mit uns über

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Vielen Dank für Ihre Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Sicher ist, dass der Arbeitgeber oder Vorgesetzte sein vorhandenes Direktionsrecht nicht missbrauchen darf. Das Direktionsrecht des Arbeitgebers ist nämlich grundsätzlich nur dazu gedacht, die arbeitsvertragliche Leistungspflicht hinsichtlich Zeit, Umfang, Aufgabenbereich etc. näher zu konkretisieren, wenn die Tätigkeit im Arbeitsvertrag nur rahmenmäßig beschrieben wird.

Das Direktionsrecht des Arbeitgebers ist natürlich nicht grenzenlos, allerdings ist es oftmals auch nicht ganz einfach zu bestimmen, wo die Grenzen im Einzelfall liegen. Grundsätzlich gilt die Faustregel, dass durch das Direktionsrecht nicht in den kündigungsrechtlich geschützten Kernbereich des Arbeitsverhältnisses eingegriffen werden darf. Es ist aber immer eine Einzelfallprüfung notwendig, um festzustellen, ob Anweisungen oder Maßnahmen des Arbeitgebers gegenüber dem Arbeitnehmer noch vom Direktionsrecht gedeckt sind.

In dem von Ihnen geschilderten Fall handelt es sich offensichtlich nicht mehr um eine einzelne, konkrete Arbeitsanweisung oder Zuteilung einer Aufgabe, sondern ihr gesamter Tätigkeitsbereich wird von den Änderungen massiv betroffen. Darüber hinaus werden Sie u. U. auch einer neuen Stelle zugewiesen.

Insoweit kann ein unzulässiger Eingriff in den geschützten Kernbereich Ihres Arbeitsverhältnisses nicht ausgeschlossen werden.

Sie sollten nun darauf drängen, dass Ihnen eine Stellenbeschreibung für die angedachte neue Tätigkeit ausgehändigt wird. Des Weiteren sollten Sie darauf bestehen, dass kurzfristig ein Personalgespräch stattfindet.

Gleichzeitig sollten Sie - am besten schriftlich - niederlegen, dass Sie der geplanten Umsetzung und Beschäftigung auf der Stelle widersprechen, da diese Tätigkeit für Sie unterwertig ist und deshalb nicht einseitig dorthin versetzt werden können.