So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RASchiessl.
RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 10414
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Aufgrund eines aus meiner Sicht völlig inakzeptablen Verhaltens

Kundenfrage

Aufgrund eines aus meiner Sicht völlig inakzeptablen Verhaltens eines Gutachters (GA) habe ich über Monate Schmerzen und eine erhebliche (zusätzliche) Beeinträchtigung meiner Lebensqualität gehabt. Ich möchte daher wissen, ob eine Klage gegen den GA auf Schmerzensgeld Aussicht auf Erfolg haben könnte. Hintergrund: Ich bin am Restless-Legs-Syndrom (RLS) in sehr schwerer Ausprägung erkrankt. Das Gehirn reagiert auf Ruhezustände mit sofortigem Stress, der nur durch Bewegung gelindert werden kann. Die Krankheit ist unheilbar. Als (eine) Folge schlafe ich pro Tag nur etwa 3 Stunden, aber auch längeres Sitzen ist nicht möglich. Dadurch bin ich auch unbefristet erwerbsunfähig berentet. Als "Nebenwirkung" habe ich starke Rückenschmerzen, die aus der chronischen Überlastung meiner Muskulatur (durch die fehlenden Erholungsphasen im Liegen) resultieren. Neben Medikamenten besteht die Therapie daher aus der Stärkung der Muskulatur. Dazu gehe ich (auf eigene Kosten) in ein Fitnessstudio und Schwimmen. Da die Rückenschmerzen sich auch negativ auf meine Schlafdauer auswirken (ich schlafe noch schwerer ein), wurden mir Massagen verordnet. Diese waren nun meiner KV zu teuer. Ein GA wurde beauftragt, der dann die medizinische Notwendigkeit verneint hat (10/2013). Der GA ist kein Neurologe, sondern Orthopäde. Als Grund für die Ablehnung gibt er an: "Eine Dauerbehandlung mit Massagen bei RLS ist nicht indiziert, da diese im chronischen Zustand nur kurz entspannend wirken können, aber die Beschwerden nicht beheben." Dies zeigt, dass der GA nicht viel Ahnung von RLS hat, da diese ja unheilbar ist und somit jede Behandlung der RLS abgelehnt werden müsste. Ich habe Widerspruch eingelegt und ausführlich dargelegt, dass die Rückenschmerzen einerseits Nebenwirkung der RLS sind, andererseits aber auch die Schlafdauer beeinträchtigen und somit zu einer erheblichen weiteren Verschlechterung meiner Lebensqualität führen. Die KV gab den Vorgang wieder dem gleichen GA. Wieder kam eine Ablehnung (11/1013). Begründung: "Um Verspannungen der Rückenmuskulatur zu lösen, sind Entspannungsverfahren, wie z.B. autogenes Training sehr viel effektiver und anhaltender". Entspannungsverfahren sind bei RLS aber kontraindiziert, da die Entspannung ja gerade die Beschwerden auslöst. Ich habe meinen Widerspruch daher wiederholt und diesmal auch darauf hingewiesen, dass der GA orthopädischer Facharzt ist und die bisherigen Argumentationen des GAs für RLS-Patienten ungeeignet waren. Inzwischen musste ich die Massagen einstellen, die ich bis dahin noch auf eigene Kosten fortgeführt hatte. Dementsprechend ging es mir zunehmend schlechter. Meinen erneuten Widerspruch hat die KV zusammen mit einer Stellungnahme meines Neurologen erneut dem gleichen GA vorgelegt. Anfang Januar 2014 ging es mir so schlecht, dass ich tagelang gar nicht mehr schlafen konnte. Meinen Zustand habe ich der KV noch einmal in einer Mail beschrieben. Wieder kam die Ablehnung (01/2014). Der GA führt als Begründung drei Internet-Links auf. Diese zeigen sich alle auf der ersten Seite, wenn man in Google nach "RLS" und "Massage" sucht. Die Fachkompetenz des GAs besteht also aus der Lektüre der erstbesten Treffer einer Google-Suche! Den Inhalt hat der GA aber nicht verstanden. Zum einen geben die Links nur medikamentöse Behandlungsoptionen bei RLS an, zum anderen erfolgen die Massagen ja zur Behandlung der Nebenwirkung "Rückenschmerzen" und nicht direkt zur Behandlung der RLS. Zum Thema Massagen greift der GA ganz daneben: in dem Link werden Eigenmassagen der BEINE genannt (die bei leichter RLS helfen können). Bei mir geht es ja aber um Rückenschmerzen. Ich habe mich beim Vorgesetzten in der KV beschwert und einen fachkundigen GA gefordert. Endlich wurde der Fall einem Neurologen vorgelegt. Dieser GA (21.02.2014) empfiehlt nicht nur die weiteren Massagen, sondern beschreibt mehrfach die aus seiner Sicht eindeutige Lage des Falls. Damit tritt er dem bisherigen GA deutlich entgegen. Der GA ist durch die Abgabe seiner Gutachten, die nicht nur außerhalb seines Sachverständigenbereichs liegen, sondern nachweislich ohne fundierte Fachkenntnis verfasst wurden, über einen Zeitraum von fast fünf Monaten bei mir für erhebliche Schmerzen und eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität verantwortlich. Weiterhin war durch den von ihm provozierten Schlafmangel auch das Risiko weiterer gesundheitlicher Beeinträchtigungen (z.B. Herzinfarkt) gegeben. Gerade weil dem GA durch meine Widersprüche klar sein musste, dass ich auf der einen Seite erhebliche Schmerzen hatte und auf der anderen Seite seine Fachkompetenz nicht für die Beurteilung ausreichend ist, er aber trotzdem die Beurteilung nicht an einen kompetenteren Kollegen abgegeben hat, möchte ich den GA auf Schadensersatz und Schmerzensgeld verklagen. Für mich wäre eine Einschätzung wichtig, ob solch eine Klage überhaupt Aussicht auf Erfolg haben kann und wenn ja, ggf. unter welchen Voraussetzungen. Mit freundlichen Grüßen, XXX (Persönliche Daten von Moderation entfernt)

Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  daniela-mod hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

aufgrund einer routinemäßigen Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.

Wir haben Ihre Frage kostenlos unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen.

Sollten Sie in den nächsten Tagen keine Antwort erhalten, bitten wir Sie, sich mit uns über

[email protected] oder

Tel.: 0800(NNN) NNN-NNNNspan>
Montags bis Freitags von 09:00-18:00

in Verbindung zu setzen.



Vielen Dank für Ihre Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team