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RA Schröter
RA Schröter, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 7723
Erfahrung:  12 Jahre Erfahrung als Rechtsanwalt
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RA Schröter ist jetzt online.

Nostrifizierung

Kundenfrage

Sehr geehrter Herr Schröter, ich mache derzeit eine Nostrifizierung meines Medizinabschlusses und bin auf etwas gestoßen, was ich mit Ihnen gern besprechen möchte. Laut der Satzung der Medizinischen Universität Wien Abschnitt II § 19 Abs. 4 "Folgende Lehrveranstaltungen sind aufgrund der spezifischen Rahmenbedingungen in Österreich im Rahmen eines Nostrifikationsverfahrens jedenfalls vorzuschreiben: 1. Rezeptierkunde für Nostrifikanten 2. Hygiene und Präventivmedizin für Nostrifikanten 3. Epidemiologie und Sozialmedizin für Nostrifikanten 4. Medizinrecht für Nostrifikanten" Ich bin mit allen bis auf der ersten durch. Von uns wird aber die komplette Prüfung "Pharmakologie und Toxikologie" verlangt, die aber WEIT ÜBER DAS GEBIET REZEPTIERKUNDE hinaus geht (das kann ich beweisen: es gibt Definitionen des Aufgabengebiets "Pharmakologie und Toxikologie" (die u.a. auch "Rezeptierkunde" umfasst) bzw. Rezeptierkunde selbst). Wie mache ich unser Recht geltend und stoppe diese Praktik: viele leiden unter dieser Prüfung gewaltig. Ich muss selbst eine zweite Mal das machen, obwohl ich das Dienstzeugnis habe, dass ich hierzulande einen Beruf ausgeübt habe (pharmakologischer Gutachter), welcher indirekterweise mein einschlägiges WIssen bestätigt. Aber jetzt erst mal ganz prinzipiell: warum sollen wir etwas ablegen, was laut Gesetzt uns gar nicht vorgeschrieben werden hätte sollen? Mit freundlichen Grüßen, XXX

Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 3 Jahren.

RA Schröter :

Vielen Dank für die Anfrage.

Ich werde mich heute Abend bei Ihnen melden, da ich hierzu etwas recherchieren muss.

Viele Grüße

Kunde :

Super! Ich diesem Zusammenhang dürfte ich Ihnen noch etwas loswerden, was ich bald tue. Danke herzlichst!

Kunde :

"bei Ihnen" los werden, nicht "Ihnen" ))

Kunde :

Ok, folgendes. Es geht um die Prüfung "Pharmakologie und Toxikologie", die mir an der MedUni Wien im Rahmen des Anerkennungsverfahrens meines Medizinabschlusses (Nostrifikation) vorgeschrieben wird (Bescheid vom 09.02.2012). Darf aber nicht, weil gesetzlich nur eine „Rezeptierkunde für Nostrifikanten“ erforderlich ist. Inwiefern es aber für mich erforderlich sein soll, ist die Frage, denn ich habe ein Dienstzeugnis (von diesem Mobbing-Arbeitgeber), wo es drauf steht, dass ich die letzten gut 3,5 Jahre als Gutachter an der zentralen österreichischen Medikamentenagentur gearbeitet habe mit der Aufzählung von Aufgaben, die mir anvertraut wurden, die sinngemäß aber die vorhandene Experten-Kenntnisse aus dem einschlägigen Fach vorsehen. Aber angenommen muss ich diese Prüfung machen. Wie es zum ersten und letzten Mal geschah (am 26.06.2012): nicht nur auf eine tendenziöse Art und Weise, sondern mit der Behauptung von etwas, was aber grundlegend so falsch ist, dass es mit Ihrem Kollegen da als fahrlässige Körperverletzung klassifiziert wurde. Dass ich aber auf was anderem bestanden habe, ließ mich der Professor bei der Prüfung „durchfallen lassen“. Ich wusste damals aber nicht, dass es SO falsch ist, dass es eine Körperverletzung nach sich ziehen kann, dachte es ginge bloß um Differenzen, die vom Professor aber so übergewichtet wurden, dass sie mein Nicht-Bestehen zur Folge hatten. Erst vor kurzem habe ich es genau herausgefunden, dass diese Ansicht nämlich so-o-o gravierend verkehrt ist. Die Studienabteilung weiß von allem Bescheid, hält sich aus allem aber explizit raus, als würde sie diesen Streit gar nicht betreffen. Nochmals:


1) falsche Prüfungsauslegung unter Verletzung derzeit geltenden Fachansichten,


2) falsche Auferlegung einer Prüfung an alle (gesamte Pharmakologie und Toxikologie anstatt von Rezeptierkunde),


3) ich muss die GANZE Nostrifikation nicht machen, weil


laut § 90 Abs. 1 des Universitätsgesetz 2002 (BGBl. I Nr. 120/2002, idgF) ist "die Nostrifizierung für die Berufsausübung oder die Fortsetzung der Ausbildung der Antragstellerin oder des Antragstellers in Österreich zwingend erforderlich". Dabei wird nicht näher spezifiziert, für die Ausübung von welchem Beruf die Rede sei. Anzunehmen ist also JEDEN, bei dem die allfällige Einstellung ein ausländischer Studienabschluss als rechtliche bzw. fachliche Grundlage gedient haben sollte. D.h. rechtlich gesehen durfte ich also gar nicht die Stelle einer medizinischen Gutachters bei der Firma AGES anzutreten geschweige denn über 3 Jahre lang (also weit über die Probezeit hinaus) auszuüben, weil dies eben die Nostrifizierung meines ausländischen Medizinstudiumabschlusses laut § 90 Abs. 1 UG 2002 als zwingend erforderlich vorsah. D.h. egal wie losgelöst Sie mein Medizinstudium im Rahmen einer Nostrifizierung betrachten möchten, kann (und darf nicht! – dazu etwas mehr unten) Ihre Entscheidung diesbezüglich meine gesamte Lebenssituation, sprich Beruf, Familie etc. nicht ausklammern, ohne dass sie die etwaigen, darunter auch rechtlichen Folgen für die anderen haben könnte. Streng genommen sollte ich mich diesem Nostrifizierungsverfahren gar nicht unterziehen müssen, denn die mögliche Rückschlussfolgerung aus der Entscheidung über meine Einstellung bei AGES in der von mir früher beschriebenen Funktion heißt, ich erfülle sämtliche Voraussetzungen eines nostrifizierten Abschlusses – passt, hier ist der Bescheid dafür – bitte schön!

Kunde :

Ich habe heute mit dem Professor geredet - hab' ihn zufällig getroffen am Lehrstuhl, wo ich bloß nachschauen wollte, wo den Umfang der Prüfung genau definiert ist. Ein Nostrifikant meinte, es hinge irgendwo diese Beschreibung. - Hab' nicht gefunden. Dafür aber mit diesem Professor zwei Fragen geklärt. Die erste über den Umfang: Pharmakologie selbst oder nur die Rezeptierkunde.- Wo ist der Bescheid? - Hier. - Klären Sie das mit der Abteilung. Wir machen, was die uns vorschreiben. - Ok, zweite Frage, inhaltliche. Bestehen Sie immer noch auf der Aussage, Fluoxetin werde bei der Bulimie dazu verwendet, um das Erbrechen zu induzieren. - Ja, wir müssen den Appetit senken. - Um jeden Preis? - Wiedersehen. - Ganz meinerseits. Er vertritt also nach wie vor diese Ansicht und bestätigt das gerne. Ich weiß also nicht, wo ich anfangen soll. Laute Übertretungen und Gesetzesbrüche wo nur der Blick reicht. Was tun?? Die Prüfung ist am 4. März. 2 Versuche bleiben übrig. Bis zu dem Fristende (30.04.2014) geht es aber nicht aus: entweder am 4. März oder nie. Bzw. auf einem anderen Wege Prüfung anerkennen (durch Dienstzeiten..).

Kunde :

Gesetzbrüche "so weit das Auge reicht".. ) das meinte ich..

Kunde :

Herr Schröter, bis wann würden Sie sich dazu melden? - ich habe heute ab 17 Uhr bei der Rechtsanwaltskammer Wien eine kostenlose Beratung hierfür.. Geht es sich bei Ihnen bis dahin womöglich aus?

Kunde :

Herr Schröter, wollten Sie nicht noch etwas sagen dazu? Oder möchten Sie sich damit nicht länger befassen?

RA Schröter :

Tut mir leid, dass ich Ihnen nicht rechtzeitig Rückmeldung geben konnte. Ich habe hierzu leider keine einschlägig Literatur finden können, um Ihre doch recht spezielle und komplizierte Frage zu beantworten.

Ich gabe die Frage daher wieder frei.

RA Schröter :

Viele Grüße