So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Tobias Rösemeier.
Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Hallo, es geht um BGB § 885. Auflassungsvormerkung beim Hauskauf.

Kundenfrage

Hallo, es geht um BGB § 885. Auflassungsvormerkung beim Hauskauf. Der Käufer bezahlte bereits den Kaufpreis für mein Haus an die Sparkasse, ohne dass eine Auflassung durch war. Dem Notar kannte den Sachstand - auch das es viele von mir nicht befriedigte Gläubiger gibt. Er versäumte, den Käufer auf die Risiken des "Hineinpfändens" durch meine Gläubiger aufmerksam zu machen und veranlasste somit auch keine Auflassungsvormerkung.
Jetzt hat ein Gläubiger hineingepfändet. Ich habe dem Notar den Vorwurf gemacht, dass er den Käufer nicht ausreichend beraten hätte. Jetzt behauptet der Notar, dass eine Vormerkung nur nach Abschluss eines Kaufvertrages möglich sei. Diese Schlussfolgerung ist an keiner Stelle im Internet zu lesen. Es wird überall darauf hingewiesen, dass die Vormerkung in der Zeit, wo die vertragliche Abwicklung zwar in die Wege geleitet, jedoch noch nicht abgeschlossen ist, dem Käufer Sicherheit vermitteln soll.
Liegt hier seitens des Notars eine Fehlberatung durch Unterlassung vor und kann er vom Käufer haftbar gemacht werden?
Bitte um schnelle Antwort, da morgen das Gespräch ist.

Freundliche Grüße
Rolf F. Siemers, Freiligrathstraße 26, 32683 Barntrup, Tel.05263 1749
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 3 Jahren.

Tobias Rösemeier :

Sehr geehrter Fragesteller, vielen Dank für Ihre Anfrage.

Tobias Rösemeier :

Auf Ihr Anliegen gehe ich wie folgt ein:

Tobias Rösemeier :

Sinn und Zweck der Eintragung einer Vormerkung ist es, den Anspruch auf Umschreibung des Grundstückes dinglich zu sichern.

Tobias Rösemeier :

Die Vormerkung bewirkt mit ihrer Eintragung in das Grundbuch eine relative Unwirksamkeit von Zwischenverfügungen des Schuldners über das Grundstück oder ein Recht an diesem Grundstück, soweit eine solche Verfügung den Anspruch des Gläubigers auf das Grundstück oder auf das Recht am Grundstück beeinträchtigen oder vereiteln würde.

Tobias Rösemeier :

Auswirkungen auf den Kaufpreisanspruch oder die Zahlung des Kaufpreises hat dies nicht.

Tobias Rösemeier :

Insofern ist Ihre Sachverhaltsschilderung nicht ganz deutlich.

Tobias Rösemeier :

Die Vormerkung schützt nicht den Verkäufer vor Pfändungen des Kaufpreises.

Tobias Rösemeier :

Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

Tobias Rösemeier :

Vielleicht stellen Sie klar, was ein Gläubiger gepfändet hat. Dies ist aus Ihrer Schilderung nicht ganz deutlich.

JACUSTOMER-0ao537j8- :

Hallo Herr Rosemeier,

JACUSTOMER-0ao537j8- :

Hallo Herr Rosemeier, ich konnte mir jede Antwort vorstellen, aber nicht diese. Ich bin nicht Ihrer Meinung, dass meine Sachverhaltsschilderung nicht deutlich ist. Mit dem "Hineinpfänden" - eine Wortschöpfung Ihres Notar-Kollegen - ist gemeint, dass eine Sicherheitshypothek in das Grundbuch durch einen Gläubiger eingetragen wurde. Dies hätte, so die mir vorliegende Fachliteratur, durch eine Auflassungsvormerkung verhindert werden können. Sind wir uns darin einig?

JACUSTOMER-0ao537j8- :

Ansonsten kann ich mit Ihren Ausführungen als Nichtjurist etwas anfangen. Und ich gehe davon aus, dass Sie diese erste Kontaktaufnahme als Probe ansehen und von einer Abbuchung Abstand nehmen.

Tobias Rösemeier :

Sehr geehrter Fragesteller, "hineinpfänden" hätte man auch in das Konto des Verkäufers, deswegen war Ihr Schilderung nicht eindeutig.

Tobias Rösemeier :

Aus diesen Grunde habe ich mir auch erlaubt nachzufragen.

Tobias Rösemeier :

Es ist richtig, dass die Vormerkung eine Zwangssicherungshypothek unwirksam gemacht hätte, soweit diese nach der Vormerkung eingetragen worden wäre (§ 883 BGB).

Tobias Rösemeier :

...ok.... wie ich sehe, haben Sie bereits eine negative Bewertung mit dem Bemerken abgegeben, dass die Frage nicht beantwortet sei....

Tobias Rösemeier :

benötigen Sie dann hier noch weitere Ausführungen ?

JACUSTOMER-0ao537j8- :

Grüße Siemers. Korrektur des vorletzten Satzes: Ansonsten kann ich mit Ihren Ausführungen als Nichtjurist wenig anfangen.

JACUSTOMER-0ao537j8- :

Antwort auf Ihre Frage: Sie brauchen nur auf meine Fragen für einen Nichtjuristen verständlich antworten. Wie zum Beispiel, ob für eine Auflassungsvormerkung ein Kaufvertag in vollendeter Form vorliegen muss? Usw.

Tobias Rösemeier :

Natürlich ist Voraussetzung für die Eintragung einer Auflassungsvormerkung ein abgeschlossener notariellen Kaufvertrag.

JACUSTOMER-0ao537j8- :

Aber lassen wir es dabei. Es war ein sonntäglicher Versuch. Bin seit Jahren Kunde bei anwalt.de und habe immer verwertbare Auskünfte bekommen. Nur sonntags nicht.

Tobias Rösemeier :

Tut mir leid, dass ich den Begriff des "Hineinpfändens" fehlinterpretiert habe.

Tobias Rösemeier :

Ich bedauere, dass ich Sie hier nicht zufrieden stellen konnte.