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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 27037
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Herren, bei meiner Schwester ist ein dubioser

Kundenfrage

Sehr geehrte Herren,

bei meiner Schwester ist ein dubioser Erbfall aufgetreten: Der Mann meiner Schwester ist vor 42 Jahre verstorben, sie hatte in den vergangenen 35 Jahren keinen Kontakt mehr gehabt zu den 2 Geschwister, von den der eine in der ehemaligen DDR lebte.

Vor ca. einem Jahr besuchte die Tochter meiner Schwester den Onkel in Glashütte, worauf dieser einen Erbschein der Mutter (also der verwitweten Frau) verlangte, um einen Grundbucheintrag machen zu können für das Haus in Glashütte für die verwitwete Frau mit den beiden Kindern, die heute über 40 Jahre alt sind. Nun hat nach langem Warten das Nachlaßgericht in Konstanz (hier verstarb der Mann) erhalten und diesen an den Bruder in Glashütte geschickt.
Meine Schwester will den Eintrag ins Grundbuch nicht vornehmen lassen, sie hat kein Interesse als Miterbin eingetragen zu werden. Sie möchte das Erbe ausschlagen.
Bihser sind im Grundbuch lediglich der noch lebende Bruder in Glashütte und weitere 4 Personen, die nicht mehr am Leben sind eingetragen. Der verstorbene Mann meiner Schwester wurde nicht eingetragen.
Ist es denn möglich, daß man eine seit 42 Jahre verstorbene Person nachträglich ins Grundbuch einträgt bzw. in diesem Fall die Witwe und die Kinder?
Dazu ganz wichtig zu erwähnen: meien Schwester wußte nichts von diesem Anwesen, weder zu Lebzeiten ihres Mannes noch nach dessen Tod.
Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir in dieser Frage weiter helfen würden.
Mit freundlichen Grüßen
I.Grützmacher
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Darf ich Sie höflich zur Klarstellung fragen:

War denn bereits der Mann Ihrer Schwester Teil einer Erbengemeinschaft, so dass Ihre Schwester jetzt anstelle ihres Mannes nachgerückt ist?


Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Wie gesagt, der Mann meiner Schwester ist bis zum heutigen Tage nicht im Grundbuch eingetragen. Aus welchen Gründen der Eintrag nicht erfolgt ist, entzieht sich unserer Kenntnis.


 

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre freundliche Ergänzung.

Eine verstorbene Person kann natürlich nicht mehr in das Grundbuch eingetragen werden.

Nach § 47 Grundbuchordnung müssen allerdings die Miterben unter Angabe des Miteigentumsverhältnisses "in Erbengemeinschaft eingetragen werden.

Das bedeutet, wenn Ihre Schwester den Ehemann beerbt hat, dann ist sie anstelle des Mannes (als Miteigentümer) in das Grundbuch einzutragen.

Die Eintragung kann auch dann erfolgen, wenn die Eintragung des verstorbenen Mannes (aus welchen Gründen auch immer) seinerzeit unterblieben ist.

Was die Überlegung Ihrer Schwester anbelangt das Erbe auszuschlagen, so muss sie § 1944 BGB beachten.

Danach ist eine Ausschlagung nur innerhalb einer Frist von 6 Wochen nach Kenntnis vom Erbfall möglich.

Wenn der Mann bereits vor 42 Jahren verstorben ist, so ist diese Frist bereits abgelaufen.

Wenn also Ihre Schwester nicht ins Grundbuch möchte, so muss sie das Haus den anderen Miterben dann per notariellem Vertrag überlassen.



Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt