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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 17086
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Hallo, ich habe im Februar 2013 einen Glatteis-Unfall gehabt.

Kundenfrage

Hallo,
ich habe im Februar 2013 einen Glatteis-Unfall gehabt. Es passierte bei einem Spaziergang. Im Krankenhaus wurde ein massiver Oberarm-Trümmerbruch diagnostiziert und operativ versorgt und mit einer Platte und 11 Schrauben versehen. Nach 4 Tagen wurde ich entlassen und befinde mich seitdem in physikalischer und orthopädischer Behandlung. Nach wie vor leide ich an einer massiven Bewegungseinschränkung von 40%. Meine Unfallversicherung hat sich jetzt Vereinbarungsgemäß gemeldet. Sie hat mir jetzt eine Behinderung von 14% zugestanden und ist somit nicht leistungpflichtig. Leistungspflicht besteht erst ab 20%. Kann ich einen Einspruch dagegen erheben? Vielen Dank XXXXX XXXXX
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Steht das denn so ausdrücklich im Versicherungsvertrag mit der Grenze von 20 % ?

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Hallo,


ja, es steht so im Versicherungsvertrag.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Jahren.


Und wer hat entschieden, dass es aktuell 14 % sind?

Die Versicherung?

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Die Versicherung schreibt: Sind Gliedmaße betroffen, gilt die Gliedertaxe, die feste Invaliditätsgrade für den Verlust oder die Funktionsfähigkeit vorsieht. Bei Teilweiser Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit muss der entsprechende Teil berechnet werden. - Gliedmaße: Arm - Invaliditätsgrad gem. Gliedertaxe in %: 70 - Beeinträchtigung in Bruchteilen: 1/5 - Invaliditätsgrad in %: 14. Mir ist unverständlich, wie eine extreme Oberarmfraktur sich nicht auf den Unterarm auswirkt. Ich bin jedenfalls nicht in der Lage, meinen Haushalt vollständig alleine zu führen.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Jahren.

Ja, das ist in der Tat nicht nachvollziehbar.

Allerdings machen es Versicherungen immer so.

Voliegend sollten Sie dieser Einstufung schriftlich widersprechen.

Dann bedarf es eines ärztlichen Gutachtens um die Einstufung vorzunehmen.

Wenn die Versicherung nicht freiwillig die mindestens 20 % anerkennt, muss dies gerichtlich eingefordert werden.

Im Rahmen des gerichtlichen Verfahrens wird es dann ein Gutachten geben.

Alternativ kann man sich zunächst auch an den Versicherungsombudsmann wenden und ein Schlichtungsverfahren einleiten.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Herr Schwerin,


ich habe Sie schon einmal mit einem Anliegen konfrontiert. Es war ein Problem mit der Briefkastenfirma outlet am 19.05.2010. Über Ihre Antwort war ich mehr als zufrieden. Das, was Sie mir diesmal antworten, finde ich nicht sehr hilfreich. Schade.


Trotzdem wünsche ich Ihnen alles Gute und verbleibe mit freundlichen Grüssen


 


Heiko Wulf

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Jahren.

Bitte klären Sie mich auf, wo das Problem liegt.


Ich selbst kann Ihre Verletzungen nicht einstufen, das kann auch die Versicherung nicht.


Das kann nur ein Mediziner.


Daher wird man um ein Gutachten nicht herumkommen.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Herr Schwerin,


dass Sie meine Verletzung nicht beurteilen können, liegt in der Natur der Sache. Ich hätte vielleicht gerne gewusst, wie und in welcher Form ich der Versicherung antworten kann, ohne anmassend zu werden. Ich muss jetzt leider eine Pause machen, da ich meinen linken Arm nicht länger belasten kann.



MfG


Heiko Wulf

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Jahren.
Grundsätzlich hat der Versicherungsnehmer den Eintritt des Versicherungsfalles zu beweisen, entweder durch direkten Tatsachenbeweis oder indirekten Indizienbeweis.

Gemäß der Rechtsprechung kommt ihm dabei aber eine Erleichterung der Beweislast zu Gute: Der Versicherungsnehmer genügt seiner Beweislast regelmäßig schon dann, wenn er einen Sachverhalt darlegt und nachweist, aus dem sich ergibt, dass vorliegend eine Beeinträchtigung von mehr als 20 % gegeben ist (sogenannter Anscheinsbeweis, vgl. z.B. BGH, 18.10.2006 - IV ZR 130/05).

Sie sollten sich zunächst etwas schrifltich von Ihrem Arzt einholen, der die Beeinträchtigungen genau einstuft.

Dies senden Sie mit einem entsprechenden Anschreiben an die Versicherung und fordern diese auf, die Leistungspflicht "dem Grund nach anzuerkennen".