So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Rechtsanwalt Ch...
Rechtsanwalt Christian Joachim
Rechtsanwalt Christian Joachim, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3080
Erfahrung:  Staatsexamen, Zulassung als Rechtsanwalt, Mediator
30639152
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Rechtsanwalt Christian Joachim ist jetzt online.

Schönen guten Tag, ich bin Architektin mit einer kleinen

Kundenfrage

Schönen guten Tag,
ich bin Architektin mit einer kleinen Ladenbaufirma. Ein potentieller Kunde bat uns darum, eine aussagekräftige Ladenbauplanung und ein entsprechendes Angebot zu erstellen. Dem kamen wir nach. Nach der Präsentation, die ihm sehr gefallen hat, bat er uns um Überarbeitung, weil er nicht ganz so viel Geld ausgeben wollte. Auch das haben wir zügig erledigt. 2 Wochen später sagte er uns auf Nachfragen, dass er sich doch für jemand anderes entschieden hat. Daraufhin stellten wir ihm eine Rechnung für unseren Aufwand. In unseren Angeboten und in unseren AGB ist dieser Punkt zu entnehmen (www.simus.de), dass im Falle einer Nichtbeauftragung der Firma simus Raumkonzepte zur Herstellung, Lieferung und Montage der bis dato angefallene Gesamtaufwand mit 3% der Angebotssumme in Rechnung gestellt wird. Der Kunde weigert sich nun, die Rechnung zu begleichen mit der Aussage, es hat keine Beauftragung an uns gegeben. Welche Möglichkeiten haben wir? Und wo finde ich die Regelung für kongruentes Verhalten bzw. mündliche Verträge unter Geschäftsleuten?

Vielen Dank XXXXX XXXXX Hilfe.
Silke Munk
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

herzlichen Dank für Ihre Frage und das damit entgegengebrachte Vertrauen.

Gab es einen schriftlichen Auftrag unter Einbeziehung der AGB oder nur eine mündliche Beauftragung, ohne dass der Kunde Kenntnis von den AGB hatte?

Gerne antworte ich Ihnen weiter.
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 3 Jahren.
Vielen Dank für Ihren Anruf, ich hoffe, dass ich Ihnen insoweit weiterhelfen konnte und fasse meine Hinweise aus dem Telefonat nochmals kurz zusammen.

Ein Vergütungsanspruch besteht dann, wenn ein Vertrag zu Stande gekommen ist. Im Bereich der Architekten ist es oftmals problematisch, zwischen kostenloser Akquisition und letztlich einer vertraglichen Vereinbarung zu unterscheiden.

Vorliegend besteht das Problem, dass es sich hier möglicherweise im Rahmen der Vorplanung um eine kostenlose Akquisition handeln könnte, da lediglich Pläne überreicht worden sind, die zunächst auch in der Rechtsprechung ein Hinweis darauf geben, dass zunächst erst eine besprechen vor Beschäftigung mit dem Sachverhalt stattfinden soll.

Wurden sodann trotzdem hierauf konkrete Planungsleistungen erbracht, müssen Sie nachweisen, dass tatsächlich auch eine entsprechende Beauftragung diesem Bereich erfolgt ist.

Können Sie dies nicht, ist es möglicherweise so, dass sie in einem Rechtsstreit den verbindlichen Vertrag nicht ausreichend nachweisen können und sodann unterliegen.

Insofern wäre zu eruieren, in welchem Umfang hier ein Auftrag und ein Vertrag bereits zu Stande gekommen ist.

In solchen Fällen muss der Architekt konkrete Umstände beweisen, nach denen seine Leistungen „nur gegen eine Vergütung zu erwarten waren" (vgl. § 632 I BGB). I.d.R. reicht die Darlegung von Leistungen nicht nur unerheblichen Umfangs aus. Gelingt der Beweis, steht dem Architekten gem. § 632 II BGB grundsätzlich ein Honorar (in Höhe der HOAI-Mindestsätze) zu; der Auftraggeber kann nunmehr den Honoraranspruch nur noch abwenden, wenn er seinerseits beweist, daß zwischen ihm und dem Architekten die Kostenlosigkeit der Leistungen vereinbart war.

Konnte ich Ihnen zunächst hilfreich antworten?

Gerne können Sie sich weiter an mich wenden.

Über ihre positive Bewertung freue ich mich.



Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

bitte bewerten Sie meine Antwort positiv (Frage beantwortet – informativ und hilfreich – toller Service) damit die von Ihnen ausgelobte Vergütung gem. den Nutzungsbedingungen freigegeben wird. Da Sie keine weiteren Nachfragen gestellt haben, gehe ich davon aus, dass ich Ihre Frage hilfreich beantwortet habe.

Ich darf auch auf das geführte Telefonat verweisen.

Sollten Sie noch Nachfragen haben oder weitere Informationen benötigen, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz