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RARobertWeber
RARobertWeber, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3320
Erfahrung:  Rechtsanwalt in Berlin
55358529
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Guten Abend, ich bin Lehrerin und gehe in 11 Jahren in Pension.

Kundenfrage

Guten Abend, ich bin Lehrerin und gehe in 11 Jahren in Pension. Dann sind meine Eltern mit großer Wahrscheinlichkeit pflegebedürftig. Mein Bruder, der unterhaltspflichtiger Vater einer Tochter ist, ist hoch verschuldet, auch das Elternhaus, in dem meine Eltern wohnen, das aber meinem Bruder gehört-bzw. der Bank- außer der Eigentumswohnung, die meinen Eltern gehört. Zum Eigentum meiner Eltern gehört noch ein kleines HÄuschen, das eine monatliche Miete von 300 € einbringt. Meine Frage ist nun, ob ich zum Unterhalt für meine Eltern verpflichtet werden kann, wenn mein Bruder mich schon vor 15 Jahren aus dem elterlichen Vermögen ausbezahlt hat. Ich bin verwitwet, bekomme keine Witwenrente, meine Kinder werden in den nächsten 7 Jahren alle ihre Ausbildung beendet haben. Sie werden dann 22, 26 und 32 sein. Mein Haus wird bis zu meiner Pensionierung schuldenfrei sein. Zur Zeit beträgt mein Bruttoeinkommen 4400€.
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

Ihre Unterhaltspflicht hängt nicht davon ab, ob Sie aus dem elterlichen Vermögen ausbezahlt wurden oder ob Sie noch einen Erbanspruch haben. Diese Pflicht hängt alleine davon ab, ob Ihre Eltern das Unterhaltsrecht durch grob unfamiliäres Verhalten gemäß § 1611 BGB verwirkt haben.

Wenn sich Ihre Eltern aber immer korrekt Ihnen gegenüber verhalten haben, sind Sie unterhaltspflichtig.

Allerdings sind Sie nicht unbegrenzt unterhaltspflichtig, vielmehr sind Sie nur in dem Maße unterhaltspflichtig, das Ihnen noch eine angemessene Lebensführung und eine angemessene Altersversorgung ermöglicht.

Grundsätzlich gilt bei Ihnen ein Freibetrag von € 1400 Netto, der Ihnen nicht genommen werden kann. Dieser Nettobetrag wird nicht nur durch Abzug von Steuern errechnet, sondern auch durch Abzug der vorrangigen Unterhaltskosten der Kinder, berufsbedingter Ausgaben, Krankenkasse, Altersvorsorge etc. Das Netto auf Ihrer Lohnabrechnung ist also keinesfalls das Netto der Elternunterhaltsrechnung.

Ich empfehle daher, jährlich genau zu prüfen, was alles von Ihrem Brutto-Betrag abgezogen werden kann. Dadurch erhalten Sie stets einen Überblick über die Höhe der eventuellen Elternunterhaltsverpflichtung.

Bitte stellen Sie solange Nach- und/oder Verständnisfragen, bis Sie zufrieden sind. Es ist nicht notwendig, die Antwort mit "Habe Rückfragen" zu bewerten, es reicht aus, die Rückfragen einfach zu stellen.

Wenn Sie keine Nach-/Verständnisfragen mehr haben und mit der Antwort zufrieden sind, bitte ich um eine positive Bewertung, um die Vergütung zu ermöglichen.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.
Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bitte um eine kurze Mitteilung, ob Rück- oder Verständnisfragen existieren. Ansonsten bitte ich entsprechend der Regeln der Plattform um eine positive Bewertung der Antwort, damit meine Vergütung ausgezahlt werden kann.

Vielen Dank im Voraus,
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt