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Olaf Götz
Olaf Götz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2943
Erfahrung:  Fachanwalt für Sozialrecht
48877684
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Olaf Götz ist jetzt online.

Guten Tag :) Habe am 04.01.2014 mein PKW gegen einen anderen

Kundenfrage

Guten Tag :)

Habe am 04.01.2014 mein PKW gegen einen anderen PKW Getauscht, dieser war zum Fertigstellen Sprich Motor,Karosserie Fertigstellen etc.! Ich habe meinen Golf gegen einen Corrado Getauscht und ich bin Zufrieden, Herr S. war vor Ort hatte sie den Golf angeschaut, wollte den Motor nicht Starten und auch keine Probefahrt machen, er sagte JA er nimmt das Auto!... Er hat es Verladen und mit genommen, nach 2-4 Tagen hatte er sich Gemeldet und gesagt Motor läuft nimmt Sauber Gas an und Springt gut an, Jetzt nach 8 Tagen meinte er der Motor würde nicht höher als 3000 Umdrehungen Drehen und würde nur Zicken machen, er will ihn Zurücktauschen. Ich habe das aber Abgelehnt da ich ca.5 Zeugen und 3 Videos habe wo man sieht das der Motor läuft, er möchte am Montag zum Anwalt gehen und mich Verklagen, dabei hat kein Schriftlicher Vertrag stattgefunden sondern ein Mündlicher Vertrag, er war mit 2 weiteren Personen vor Ort und bei mir war mein Sohn dabei! Wir haben das Fahrzeug ausdrücklich also Schlachtfahrzeug bzw. Bastlerfahrzeug Verkauft haben wir ihm Mündlich vor Ort gesagt darauf meinte er nur "Ja das ist in Ordnung"..! Muss ich ihn Zurücknehmen? Ich habe ihm alle Mängel gesagt und auch keinen Verschwiegen oder Vertuscht! Das Problem war mir NIE bekannt das der Motor nicht Laufen würde da er ja Gelaufen ist und ich ihn 1 Jahr lang ohne Probleme gefahren bin!
Nun habe ich aber Angst das ich das Auto zurücknehmen muss, was er Praktisch Zerstört hat..!
MFG
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

als Privatverkäufer könnten Sie zwar die Gewährleistung ausschließen. Das ist aber ohne schriftlichen Kaufvertrag im Zweifel schlecht zu beweisen.

Ansonsten müssten Sie die Mängel beheben oder das Auto zurücknehmen.

Im Hinblick auf den Gewährleistungsausschluss wird es bei einem Rechtsstreit also maßgeblich auf die Zeugen ankommen. Wenn Sie schon von 2 Zeugen der Gegenseite wissen und Sie nur Ihren Sohn dabei hatten, der als Zeuge im Zweifel nicht so viel wert ist wie jemand, der nicht zur Familie gehört, dürfte das Risiko sehr hoch sein, dass Sie in einem Rechtsstreit unterliegen.

Insofern macht es Sinn, sich das Fahrzeug anzuschauen und sich ggf. mit dem Käufer zu einigen.

Übrigens kann man beim schriftlichen Vertrag beim Gewährleistungsausschluss auch Fehler machen. So darf beim schriftlichen Formularvertrag z.B. die Haftung bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie die für Körperschäden nicht ausgeschlossen werden.

Nehmen Sie am besten das Muster des ADAC, welches nach meiner Kenntnis rechtlich i.O. ist.

www.adac.de/_mmm/pdf/2013_Kaufvertrag_privat_33300.pdf‎

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben, geben Sie bitte eine positive oder neutrale Bewertung ab, denn nur dann erfolgt die Vergütung für die anwaltliche Beratung.


Mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Hallo,


 


Er und ich wollten ja keinen Vertrag da ich dachte er wäre in Ordnung...! Dem Seine Zeugen waren auch seine Brüder wo dabei waren! Warum sollte ich die Mängel beheben wenn ich davon nichts wusste? Warum sollte ich nun das Defekt Auto zurücknehmen? Wenn er vorher geschrieben hatte das der Motor gut Läuft etc. den Schriftverkehr habe ich auch noch! Er meinte nur nach 8 Tagen aufeinmal das der Motor defekt sei und er hat auch nach 8 Tagen das Auto nicht Abgemeldet, ist immernoch auf mich Angemeldet und er Meldet es auch nicht ab meinte er, habe ich auch Schriftlich alles.. Ist doch eine Straftat oder?

Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sie können sich natürlich gerichtlich darum streiten, ob der Mangel am Motor bereits bei Übergabe angelegt war. Die Kosten für den Rechtsstreit dürften den Wert des PKW allerdings übersteigen.
Insofern dürfte es, wenn das Fahrzeug nicht völlig kaputtgefahren wurde, die risikolosere Variante sein, das Fahrzeug zurückzunehmen. Dann erübrigt sich auch das Problem, dass der Käufer das Fahrzeug nicht abmelden will.

Wenn es sich um einen Privatverkauf handelt, muss der Käufer wenigstens beweisen, dass der Mangel am Motor bei Übergabe vorhanden war. Das ist in der Regel schwierig. Insofern könnten Sie es auf einen Rechtsstreit ankommen lassen, wobei aber durchaus ein nennenswertes Risiko verbleibt, dass Sie auf erheblichen Kosten sitzenbleiben, weil die Zeugen z.B. nicht zu Ihren Gunsten aussagen und die schriftlichen Angaben zum Motor zunächst nur das Anspringen und "saubere Laufen" thematisieren, jedoch nicht das Verhalten bei höheren Drehzahlen. Stellt dann ein Sachverständiger fest, dass der Fehler schon länger vorliegen muss oder die Mehrheit der Zeugen sagt aus, dass Sie eine einwandfreie Funktion des Autos zugesichert haben, kommen Sie vor Gericht in Probleme.

Sie sollten den Schriftverkehr über den gut funktionierenden Motor auf jeden Fall gut sichern.

Bzgl. der Abmeldung des PKW sollten Sie den Verkauf des Fahrzeugs der Zulassungsstelle und Ihrer Versicherung melden und am besten selbst abmelden, um nicht weiter für das Fahrzeug zu haften. Das dürfte aber ohne schriftlichen Kaufvertrag oder die Schilder auch mit Schwierigkeiten verbunden sein. Das Nichtabmelden des PKW stellt pbrigens keine Straftat dar.

Gruß