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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 19834
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag, Ich habe durch üble nachrede im März 2013 meinen

Kundenfrage

Guten Tag,

Ich habe durch üble nachrede im März 2013 meinen Job verloren, noch bis heute werden von einer Person die mir auch bekannt ist, Gerüchte in die Welt gesetzt, die nachweislich nicht stimmen. Es werden Anzeigen gegen mich gemacht, wo überhaupt nichts dran ist. Immer und immer wieder, wird ein neues Gerücht in die Welt gesetzt, manche haben sich sogar von mir abgewandt. Die Folgen, ich habe nicht nur mein Job verloren, sondern ich leide auch unter schweren Depressionen und bin auch in Behandlung deswegen. Was kann ich tun, damit dieses endlich aufhört ?
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Sie können gegen den Urheber der Gerüchte und Unterstellungen sowohl zivilrechtlich als auch strafrechtlich vorgehen.

Zunächst einmal haben Sie einen zivilrechtlichen Widerrufs- und Unterlasungsanspruch, der darauf gerichtet ist, die Verbreitung der unwahren Tatsachenbehauptungen über Sie zu widerrufen und zu unterlassen. Zudem können Sie verlangen, dass ein Widerruf/eine Richtigstellung gegenüber sämtlichen Empfängern der Gerücjte erfolgt, damit Sie rehabilitiert werden.

Sie sollten der Person daher eine entsprechende Widerrufs- und Unterlassungserklärung abfordern und ihr in Aussicht stellen, dass Sie widrigenfalls - wegen drohender weiterer Rechtsverletzungen - bei dem Amtsgericht den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung beantragen werden.

Die einstweilige Verfügung wird es ihm unter Androhung einer hohen Geldstrafe - ersatzweise Ordnungshaft - gerichtlich untersagen, weiterhin Unwahrheiten über Sie gegenüber Dritten zu verbreiten.

Sofern Ihnen bezifferbare materielle Schäden als Folge der Verleumdungen entstanden sind, so können Sie diese ersetzt verlangen.

Parallel hierzu können Sie auch strafrechtliche Schritte einleiten: Die über Sie verbreitete unwahre Tatsachenehauptung erfüllen die Straftatbestände der üblen Nachrede (§ 186 StGB) und - soweit wider besseres Wissen behauptet - der Verleumdung (§ 187 StGB), wenn und soweit diese geeignet sind, Sie in der Meinung anderer herabzuwürdigen - was hier offensichtlich der Fall ist.

Sie können folglich als Opfer dieser Straftaten Strafantrag bei Polizei oder StA stellen.


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Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Besteht noch Klärungsbedarf? Gerne können Sie nachfragen über "Antworten Sie dem Experten".

Soweit das nicht der Fall ist, darf ich um die Abgabe einer positiven Bewertung bitten.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Seien Sie so fair, und geben Sie eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben.

Ihre Anfrage ist ausführlich mit einem für Sie günstigen Ergebnis beantwortet worden.

Haben Sie Nachfragen, stellen Sie diese bitte. Ansonsten ersuche ich Sie nochmals höflich, so fair zu sein, eine positive Bewertung abzugeben, damit eine Bezahlung für die in Anspruch genommene Rechtsberatung erfolgen kann.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Vielen Dank für die schnelle und hilfreiche Antwort. Das heißt, ich muss für strafrechtliche Schritte eine Anzeige bei der Polizei erstatten und um das ganze auch zivilrechtlich durch zu bringen, mir einen Anwalt suchen um Widerrufs- und Unterlasungsanspruch geltend zu machen ? Kann ich Schmerzensgeld oder Schadensersatz geltend machen, weil ich mein Job verloren habe ? Wenn ja, wie hoch könnte man es ansetzten ?

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Sie benötigen hierzu keinen Anwalt: Sie können kostenfrei selbst bei der Polizei oder StA den Strafantrag stellen. Sie können auch den Widerrufs- und Unterlassungsanspruch selbst geltend machen, indem Sie die Abgabe einer entsprechenen Erklärung verlangen. Kündigen Sie an, dass Sie andernfalls eine einstweilige Verfügung erwirken werden. Auch hierzu benötigen Sie keinen Anwalt. Sie können diese unter Schilderung des Sachverhalts und der Wiederholungsgefah bei der Geschäftsstelle des örtlichen Amtsgerichts beantragen. Die einstweilige Verfügung wird noch am gleichen Tag ergehen.

Ja, Sie können Schadensersatz verlangen, wenn nachweisbar ist, dass Sie als Folge der Verleumdungen tatsächlich Ihren Job verloren haben. Dann wäre Ihr Schadensersatz mit etwa sechs Monatsgehältern in Ansatz zu bringen.

Hierneben können Sie zudem die Zahlung eines angemessenen Schmerzensgeldes begehren, das hier mit wenigstens 1.000 Euro anzusetzen sein dürfte.


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Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Schadensersatz kann ich aber nicht selber geltend machen, ich muss dieses über einen Anwalt machen ? Oder ich bei einer zuständigen behörde ?

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Ich rate Ihnen hinsichtlich der Geltendmachung der materiellen Ansprüche - Schadensersatz und Schrmerzensgeld - in der Tat an, einen Rechtsanwalt zu beauftragen.

Fordern Sie die Person zunächst schriftlich und nachweisbar (Einschreiben) unter Fristsetzung selbst auf, seine Schadensersatzpflicht anzuerkennen. Kommt er dem nicht nach, so können Sie nach Ablauf der gesetzten Frist die Kosten der anwaltlichen Beauftragung als Verzugsschaden ebenfalls ersetzt verlangen.

Geben Sie eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben.

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Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Seien Sie so freundlich, und geben Sie eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben, denn nur so erhalte ich die für die Rechtsberatung vorgesehene Vergütung.

Sie können nach Abgabe einer positiven Bewertung selbstverständlich jederzeit kostenfrei Nachfragen stellen.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

besteht noch Klärungsbedarf?


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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