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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26025
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Kurz und knapp. Ich bin Betreiber mehrerer Gastronomieobjekten Bei

Kundenfrage

Kurz und knapp.
Ich bin Betreiber mehrerer Gastronomieobjekten

Bei einem hab ich einen Pachtvertrag
Über 10 Jahre wobei ich 3 Jahre bereits bezahlt habe monatlich 5000 euro.

Durch einen Hochwasserschaden der nicht versichert war hab ich dort 70000 Euro versenkt und bin mit diesem Objekt ins Schleudern geraten.
So konnte ich 2,5 monate keine Pacht zahlen der Eigentümer hat mich also Fristlis gekündigt was nicht schlimm ist.

Jetzt sagt er er würde das Pachtverhältnis nur ohne Schadenersatzansprüche lösen wenn ich Ihm alles so stehen lassen wie es ist. Ich habe dort jedoch Anschaffungen von 60000 Euro drin und ne Kaution von 18000 Euro extra.

Was tu ich jetzt hat der Eigentümer das Recht auf Schadenersatz beim Pachtvertrag.
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Darf ich Sie fragen:

Wird denn das Objekt anderweitig vermietet?

Wurden seitens des Vermieters ein Makler beauftragt oder Zeitungsinserate geschaltet?






Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Der eigentümer will es anders vermieten nein es wurde weder ein makler noch zeitungsinserrate geschalten


Er erpresst mich eben damit entweder er bekommt alles oder er macht schadenersatz geldent und er weiß das ich dan privatinsolv. Anmelden müsste und meine 2 top objekte dann auch weg wären

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Dass Ihnen der Eigentümer fristlos gekündigt hat ist die eine Sache.

Die andere Sache ist jedoch die Frage ob er von Ihnen nach § 280 BGB Schadensersatz verlangen kann.

Dazu müsste er erst einmal einen konkreten Schaden haben.

Vom Prinzip er kann der Vermieter Schadensersatz von Ihnen verlangen, wenn ein konkreter Schaden eingetreten ist.

Der Schaden wäre die bis zum Vertragsende entgangene Miete.

ABER:

Gemäß § 254 muss sich Ihr Vermieter im Rahmen der Schadensminderungspflicht um die Minderung des Schadens bemühen (BGH NZM 2005, 340 m Anm Eisenschmid MietPrax-AK § 535 Nr 16; OLG Schleswig WuM 2000, 355; ZInsO 2005, 939; Palandt/Weidenkaff Rn 62; MK/Bieber Rn 77).


Insbes wenn ihm die Mietsache zurückgegeben und das Mietverhältnis beendet worden ist, hat sich Ihr Vermieter um eine Anschlussvermietung zu bemühen (OLG Düsseldorf WuM 2001, 608; OLG Schleswig WuM 2000, 355; ZInsO 2005, 939; KG KGR 2004, 131).

Dazu gehört es natürlich auch, dass sich der Vermieter durch Makler und durch Zeitungsinserate um einen anderen Nachmieter kümmert.

Tut er es nicht und legt nur die Hände in den Schoß so kann er keinen Schadensersatz von Ihnen verlangen.

Wenn er allerdings einen Makler beauftragt und Zeitungsinserate schaltet dann kann er diese Kosten von Ihnen als Schadensersatz verlangen.

In Ansehung dieser Rechtsprechung sind die Forderungen des Vermieters weit überzogen.

Weisen Sie daher den Vermieter auf seine Pflicht zur Schadensminderung hin und erklären Sie sich bereit die Inseratskosten und die Kosten eines Maklers zu tragen.




Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Was ist wenn der eigentümer dann kommt einen nachmieter hat der aber nur 3500 euro zahlt dann würde dee Eigentümer ja 1500 euro im monat weniger bekommen. Müsste ich doe diverenz tragen

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nicht so ohne weiteres.

Nur dann wenn das Objekt zu 5000 EUR nicht mehr zu vermieten ist, darf der Vermieter es zu einem geringeren Preis vermieten und die Differenz von Ihnen als Schadensersatz verlangen.

Der Vermieter muss sich bemühen das Objekt für 5000 EUR anzubieten, erst wenn dies nicht klappt, darf er das Objekt für weniger anbieten mit der Folge dass Sie für die Differenz haften.



Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

habe ich Ihre Fragen beantwortet?

Wenn ja, dann würde ich mich über eine positive Bewertung sehr freuen.


Ansonsten fragen Sie gerne nach!



Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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