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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26423
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren,meine Mutter hat im Jahr

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, meine Mutter hat im Jahr 2008 bei der damaligen SEB-Bank, jetzt Santander Bank in München 2 Fonds gekauft mit der Auflage "Sicherheit geht vor Rendite", das waren der "Sant.Vermögensv.Kapitalprotekt P"  und der "Sant.Vermögensv.Kapitalprotekt.Subs.P" Beide wurden am 05.01.2012 ausgesetzt. Wir haben beide keine Rechtschutzversicherung! Wie kann man meiner Mutter helfen zu ihrem Recht zu kommen? Mit freundlichen Grüßen xxx

Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Darf ich Sie höflich fragen:

Was wurde denn Ihrer Mutter zu diesen beiden Fonds erzählt?

Wurden die Fonds als sichere Altersvorsorge angepriesen?

Wurde auf das Verlustrisiko hingewiesen?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Uns wurde lediglich erzählt, dass diese Fonds sicherheitsorietiert sind und wir jederzeit diese Fonds wieder einlösen können und unser Geld zu 100% zurück erhalten. Als Altersvorsorge wurden sie nicht angepriesen, auch nicht auf ein Verlustrisiko, weil meine Mutter sonst nicht gekauft hätte. Haben Sie von der Aussetzung etwas mitbekommen bzw. haben sich diesbezüglich bereits Geschädigte bei Ihnen gemeldet?

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

um Ihre letzte Frage gleich zu beantworten, ja das habe ich und es haben sich bereits Geschädigte bei mir gemeldet.

Diese berichten, dass in beiden Fällen (ebenso wie bei Ihnen) die Anlagen also absolut sicher und ohne Verlustrisiko angepriesen worden sind. Insoweit decken sich unsere Erfahrungen mit Ihren Angaben.

Gegen die Bank haben Sie einmal einen Schadensersatzanspruch wegen fehlerhafter Anlageberatung nach § 280 BGB.

Die Bank schuldet Ihnen eine Anleger- und Objektgerechte Beratung.

Das bedeutet die Bank muss einmal Ihre Erfahrungen mit Wertpapieranlagen erforschen und darauf aufbauend Sie entsprechend aufklären. Allein ein Kreuzchen im Risikoerfassungsbogen ist nicht ausreichend, wenn Sie nicht einmal wissen, was Risikoklassen bedeuten.

Auch hätten Sie ausdrücklich durch den Berater auf das bestehende Verlustrisiko hingewiesen werden müssen.

Aus Ihrer Schilderung entnehme ich, dass Ihre Mutter zusammen mit Ihnen zum Wertpapierkauf gegangen ist, so dass Sie auch als Zeuge fungieren können.

Unabhängig davon hätte Sie die Bank über sog. Kick-Backs aufklären müssen. Dabei handelt es sich um Rückvergütungen die die Bank bei Abschluss eines Wertpapiergeschäftes erhält. Darüber muss der Kunde aufgeklärt werden.

Unterbleibt eine solche Aufklärung so schuldet die Bank Schadensersatz.

In beiden Fällen besteht der Schadenersatz in der Rückzahlung des investierten Betrages.

Wenn Sie keine Rechtsschutzversicherung haben, so empfehle ich Ihnen das kostenfreie Ombudsmannverfahren bei der Schlichtungsstelle für private Banken in Berlin.

Das Verfahren ist an keine besondere Form gebunden und kann von Ihnen selbst durchgeführt werden.

Der Ombudsmann wird sich den Fall ansehen und eine Entscheidung treffen. Kosten entstehen Ihnen dadurch nicht. Selbst wenn die Entscheidung negativ ausfallen sollte, so können Sie immer noch die Bank ohne Nachteile verklagen.


Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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