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RARobertWeber
RARobertWeber, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3284
Erfahrung:  Rechtsanwalt in Berlin
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Guten abend Ein Verleger hat ein von mir entworfenes Kalendarium

Kundenfrage

Guten abend

Ein Verleger hat ein von mir entworfenes Kalendarium für einen eigenen Wandkalender benutzt. Ist das Kalendarium durch das Urheberrecht geschützt? Soll ich abmahnen? Was könnte ihn das kosten?
Vielen Dank
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

um urheberrechtlich geschützt zu sein, muß die jeweilige Sache eine bestimmte geistige Schöpfungshöhe, also einen bestimmten Grad an Individualität und Originalität aufweisen, der sie von anderen Sachen unterscheidet. Da die meisten Kalendarien aber "nur" eine Zuordnung von Tagen/Ereignissen zu bestimmten Daten ist, fehlt diese Individualität und Originalität bei Kalendarien grundsätzlich.

Ihr Kalendarium muß daher eine entsprechende Individualität bzw. Originalität aufweisen, damit ein Urheberrechtsschutz gegeben ist. Aus der Distanz und ohne Ansicht des Kalendariums ist das nicht abschließend und sicher zu beurteilen.

Sollte es urheberrechtlichen Schutz genießen, sollten Sie auf jeden Fall abmahnen. Die Kosten hängen dabei von dem Wert des Kalendariums und der Zahl der verkauften Kalender ab, da der Verleger dann eine sogenannte fiktive Lizenzgebühr pro verkauften Kalender zahlen muß.

Ich empfehle daher, das Kalendarium einem örtlichen Anwalt Ihres Vertrauens zu zeigen, damit dieser die Schöpfungshöhe und damit den urheberrechtlichen Schutz beurteilen kann.

Bitte stellen Sie solange Nach- und/oder Verständnisfragen, bis Sie zufrieden sind. Es ist nicht notwendig, die Antwort mit "Habe Rückfragen" zu bewerten, es reicht aus, die Rückfragen einfach zu stellen.

Wenn Sie keine Nach-/Verständnisfragen mehr haben und mit der Antwort zufrieden sind, bitte ich um eine positive Bewertung, um die Vergütung zu ermöglichen.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Der Verleger schrieb mir in einer Mail, dass mein Kalendarium besonders schön sei und nach AGD Vergütungsvertrag Design werden dazu zwischen 4 und 8 Stunden angesetzt. Bei bundesweiten Vertrieb entsteht ein Nutzungsrecht inklusive Arbeitszeit, was mit etwa 1200 Euro beziffert wird. Der Kalender wird 600 Mal verkauft. Ich muss noch ergänzen dass ich selbst einen Kalender bei diesem Verleger habe drucken lassen, und er so Zugang zur Indesigndatei bekam. Das Kalendarium ist sehr individuell und ich wollte es als Alleinstellungsmerkmal, um mich von den anderen Kalendern des Verlags zu unterscheiden. Ich sprach mit dem Autor der Bilder und als er beim Verk´leger war, sagte dieser zum Autor, dass er etwas ganz besonders schönes auf Lager ´hätte, nämlich mein Kalendarium.

Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

danke für die zusätzlichen Informationen.

Unter diesen Umständen ist ein Urheberschutz in der Tat gegeben, so daß Sie den Verleger abmahnen sollten. Sie können im Rahmen der Abmahnung die Einstellung des Vertriebes und/oder Schadensersatz fordern.

Wenn das Nutzungsrecht mit € 1200 beziffert wird, entspricht dies auch dem Streitwert. D.h., es würde den Verleger soviel plus Anwaltskosten iHv € 201,70 kosten.

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mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

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Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Hallo Herr weber,


Bei "was würde das den Verleger kosten" meinte ich, was würde es mir überhaupt bringen. Wie hoch darf die Forderung sein?


Den Vertrieb einzustellen wird kaum möglich sein, das´nach Aussage des Autors s´die meisten Exemplare schon verkauft wurden.


meine Freundin wurde wegen der Benutzung einer Anfahrtskizze vom Falkverlag auf 3000 € verklagt, und das durchsetzen konnte, obgleich das nur für die Homepage eines kleinen Ladens war.

Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

die Forderung beträgt € 1200, da dies nach Ihren Angaben der Wert des Nutzungsrechtes laut dem AGD Nutzungsvertrag ist.

Auch wenn die meisten Exemplare schon verkauft sind, ist eine Unterlassungsaufforderung sinnvoll, da der Verleger sonst eine neue Auflage drucken oder das Kalendarium für andere Kalender verwenden könnte.

Die Nutzung einer urheberrechtlich geschützten Skizze ist etwas anderes, da auf einer Webseite oft höhere Verbreitungszahlen als eine Auflage von 600 erreicht wird. Außerdem werden in dem Bereich oft pauschale Streitwerte verwendet, so daß die beiden Fälle leider nicht vergleichbar sind.

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Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

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Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Hallo Herr Weber


wieviel würde den Verleger eine Abmahnung kosten?

Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

wie oben dargelegt, würde eine Abmahnung den Verleger € 1200 für das Nutzungsrecht sowie € 201 für die Anwaltsgebühren, also insgesamt € 1401 kosten.

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Ansonsten verbleibe ich
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Robert Weber
Rechtsanwalt

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