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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26589
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Ich habe heute Post vom Nachlassgericht bekommen: Ich bin Miterbe

Kundenfrage

Ich habe heute Post vom Nachlassgericht bekommen: Ich bin Miterbe von meiner Oma.
Ich bin seit Januar 2013 in Privatinsolvenz. Was muss ich machen? Was muss ich abgeben?
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Darf ich Sie höflich fragen:

Wann ist denn Ihre Oma verstorben?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

29.09.2013 und am 02.10.2013 beerdigt worden.

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn Sie in einer Privatinsolvenz sind, dann müssen Sie den Insolvenzverwalter über die Erbschaft informieren.

Sie müssen ihm mitteilen dass Sie geerbt haben und in welcher Höhe Sie geerbt haben.

Die Hälfte Ihres Erbanteils müssen Sie an den Insolvenzverwalter abgeben, die andere Hälfte dürfen Sie behalten.

Wenn Sie verhindern wollen, dass die Hälfte der Erbschaft an den Verwalter fällt, so müssten Sie die Erbschaft ausschlagen. In diesem Falle würde Ihr Erbanteil an die anderen Miterben gehen und der Insolvenzverwalter bekäme gar nichts.

Die Ausschlagung unterliegt auch nicht der Insolvenzanfechtung der §§ 129 ff. InsO.

Das bedeutet, der Insolvenzverwalter kann gegen die Ausschlagung nichts unternehmen

§ 83 Abs. 1 InsO stellt nämlich fest, dass die Ausschlagung allein in die persönliche Entscheidungsmacht des Schulders steht.

Der Verwalter müsste Ihre Entscheidung akzeptieren und könnte Ihnen deswegen auch nicht eine etwige Restschuldbefreiung versagen.

Allerdings müssen Sie beachten, dass Sie die Erbschaft nur binnen 6 Wochen nach Kenntnis vom Testament ausschlagen können.

Wenn Sie sich entschlossen haben die Erbschaft auszuschlagen müssen Sie beachten, dass die Ausschlagung nur dann wirksam ist, wenn Sie diese vor einem Notar oder zu Protokoll der Geschäftsstelle des Nachlassgerichts erklärt haben.

Sie müssen sich also überlegen, ob Sie die Erbschaft annehmen: (Dann müssen Sie beim Nachlassgerichts nichts unternehmen und die Erbschaft nur dem Insolvenzverwalter melden) und die Hälfte an den Verwalter abführen

oder ob Sie die Erbschaft ausschlagen (dies müsste Sie dann beim Notar oder Nachlassgericht erklären) und auf das Erbe zugunsten der anderen Miterben verzichten.



Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und 5 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Danke. Super. Tolle Arbeit.

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Oh, danke schön!

Sie sind sehr liebenswürdig!
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sagen sie mir bitte, wenn es nicht geklappt hat. Ist mein erstes Mal. Ich hoffe die Zahlung ist jetzt frei.

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Ja freilich hat alles geklappt!

Vielen Dank!!