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RARobertWeber
RARobertWeber, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3335
Erfahrung:  Rechtsanwalt in Berlin
55358529
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Sehr geehrte Anwälte, ich bin in einem Konzern in leitender

Kundenfrage

Sehr geehrte Anwälte,

ich bin in einem Konzern in leitender Funktion angestellt. Im Juli diesen Jahres habe ich meinen Vorgesetzten darüber informiert, dass ich schwanger bin. Daraus haben sich für mich die folgenden Probleme / Fragen ergeben:

1. Mein Vorgesetzter hat mich nach dem Vater meines Kindes gefragt. Da wir ein eher lockeres "Verhältnis" hatten, habe ich wahrheitsgemäß auf diese Frage geantwortet, obgleich mir klar ist, dass er das nicht fragen darf. Leider hat mein Vorgesetzter in der Firma sowohl von meiner Schwangerschaft erzählt als auch von dem Vater berichtet.

2. Anfang August hat mir mein Vorgesetzter in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt, wer meine Stelle "übernehmen" wird. Mir wurde "nahegelegt", ein Jahr Elternzeit zu nehmen und danach den Standort zu wechseln, da ich an dem bisherigen Standort keine Zukunft mehr habe. Ich könne natürlich zurückkommen und man weiß, dass man mir etwas gleichwertiges anbieten muss, aber meinen Job werde ich nicht mehr bekommen.

3. Seit einer Woche befinde ich mich jetzt in Mutterschutz (zuvor aufgrund gesundheitlicher Beschwerden im Beschäftigungsverbot). Meinen Vorgesetzten habe ich noch nicht über die Dauer meiner geplanten Elternzeit informiert. Heute wurde die neue "Besetzung" meiner Stelle bekanntgegeben, ohne einen Hinweis darauf, dass es sich dabei lediglich um eine Elternzeitvertretung handelt.

Nun meine Fragen: ist das Handeln meines Vorgesetzten korrekt? Wie sollte ich mich verhalten?

Vielen Dank XXXXX XXXXX Voraus für eine Antwort!
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

die Weitererzählung der Schwangerschaft war bedingt zulässig, soweit es für die Firma notwendig war, damit sie sich auf die Mutter- und Elternzeit vorbereiten und für Ersatz sorgen kann. Ansonsten war die Weitererzählung im Rahmen von Klatsch und Flurfunk unzulässig. Die Weitererzählung des Vaters war in jedem Fall unzulässig, da es keinerlei betriebliches Interesse daran gibt. Soweit die Weitererzählung unzulässig war, handelte es sich um eine Verletzung des Datenschutzrechts und ist daher strafbar und kann mit einer Unterlassungsklage angegriffen werden.

Das Verhalten unter Punkt 2 war rechtlich zulässig, wobei es auf den Arbeitsvertrag ankommt. Wenn der Vertrag lediglich besagt, dass Sie in der Firma angestellt sind, haben Sie lediglich Anspruch auf Weiterbeschäftigung zum gleichen Gehalt. Wenn hingegen im Vertrag steht, dass Sie in Position x der Abteilung Z des Standortes Y arbeiten, haben Sie Anspruch auf genau diese Position.
Das "Nahelegen" ist rechtlich unangreifbar, sofern die Grenze zur Nötigung nicht überschritten wurde.

Rein rechtlich haben Sie keinen Anspruch auf Kenntnis der neuen Besetzung bzw. ob es sich um eine Vertretung oder nicht handelt. Daher hat sich der Vorgesetzte auch hier rechtlich einwandfrei verhalten.

Ich rege an, sich erstmal auf die Geburt des Kindes vorzubereiten und lockeren Kontakt zu der Firma zu halten. Nach zwei oder drei Monaten könnten Sie sich dann Gedanken über die Länge der Elternzeit machen und dies mit der Firma absprechen.

Bitte stellen Sie solange Nach- und/oder Verständnisfragen, bis Sie zufrieden sind. Es ist nicht notwendig, die Antwort mit "Habe Rückfragen" zu bewerten, es reicht aus, die Rückfragen einfach zu stellen.

Wenn Sie keine Nach-/Verständnisfragen mehr haben und mit der Antwort zufrieden sind, bitte ich um eine positive Bewertung, um die Vergütung zu ermöglichen.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Hallo nochmals,


 


erst einmal vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.


 


In meinem Arbeitsvertrag ist die Position benannt, in der ich bis August tätig war. Die "Aufforderung" meines Chefs war, dass ich mir nach meiner Elternzeit selbstständig eine neue Position innerhalb der Firma suche.


 


Meine Nachfolgerin kenne ich und diese Frage war sicherlich auch ein wenig ungeschickt ausgedrückt. Es geht mir vielmehr darum, ob mein Chef, diese Stelle einfach neu besetzen kann, ohne mit mir darüber gesprochen zu haben, wie lange ich zu Hause bleiben werde etc. Ich habe ja weder gekündigt noch wurde mir gekündigt, dennoch wird die Stelle einfach neu besetzt. Darüber hinaus war es in der Firma immer üblich in einer Mitteilung über die Neubesetzung auch eine kurze Info über den Verbleib des "alten" Stelleninhabers zu geben. Das ist sicherlich "nur" eine Egosache, aber es gibt das Gefühl, als wäre ich schon nicht mehr im Unternehmen.


 


MfG

Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

die Aufforderung als solche ist rechtlich zulässig, aber auch rechtlich unverbindlich. D.h., er darf Sie auffordern, aber Sie können die Aufforderung ignorieren.

Ihr Vorgesetzter darf die Stelle durchaus ohne Absprache mit Ihnen neu besetzen, auch wenn es auf nicht-rechtlicher Ebene sicherlich ungeschickt ist. Er muß Sie auch nicht darüber informieren, allerdings muß er Ihnen diese Stelle gemäß Arbeitsvertrag nach Ende der Elternzeit wieder zurückgeben.

Bitte stellen Sie solange Nach- und/oder Verständnisfragen, bis Sie zufrieden sind. Es ist nicht notwendig, die Antwort mit "Habe Rückfragen" zu bewerten, es reicht aus, die Rückfragen einfach zu stellen.

Wenn Sie keine Nach-/Verständnisfragen mehr haben und mit der Antwort zufrieden sind, bitte ich um eine positive Bewertung, um die Vergütung zu ermöglichen.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.
Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bitte um eine kurze Mitteilung, ob Rück- oder Verständnisfragen existieren. Ansonsten bitte ich entsprechend der Regeln der Plattform um eine positive Bewertung der Antwort, damit meine Vergütung ausgezahlt werden kann.

Vielen Dank im Voraus,
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt