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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 22603
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Bedrohung, Beleidigung,übler Nachruf per SMS

Kundenfrage

Ich habe mir vor Monaten bei einem damaligen Freund einen Geldbetrag von wenigen tausend Euro geborgt und diesen in den vereinbarten Raten abgezahlt. Ich verlor meinen Job, so dass ich diese Raten nicht mehr im Vollen Umfang tilgen konnte. Die Freundschaft ging in die Brüche und seit dem bombardiert er mich per Mail, SMS und über Whats App mit Drohungen, er würde u.a. meine Familie da mit rein ziehen. Diese Mitteilungen sind mit Kraftausdrücken wie Vo...e, Ar... l.., Penner Idiot u.a. gefüllt. Ich habe vor drei Tagen von ihm eine SMS bekommen, in der er mich als hintervo... Typ bezeichnet, mich beschuldigt, einen Gegenstand zerkratzt zu haben und mir gedroht dass er mich fertig macht. Des weiteren schreibt er, dass er rum erzählen wird, ich hätte angeblich eine Familienangehörige sexuell genötigt (was eine Lüge ist). Im Schlusssatz betitelt er mich wiederum als A....loch. Des weiteren erhalte ich von Freunden von mir, von denen er die Telefonnummer besitzt die Information, dass ihnen er geschrieben hat, dass ich mit einem Kinderschänder gleich zu setzen bin und er die oben geschriebene Lüge beweisen könne. Wie kann ich mich gegen solche Verleumdungen, Drohungen und Beleidigungen wehren? Ist die SMS sowie die Mitteilungen meiner Freunde über Whats App Beweis genug? Was soll ich am besten tun und wie kann ich mich vor derartigem schützen? In gewisser Weise habe ich sogar Angst, da er ein sehr ausgeprägtes Temperament an den Tag legen kann, wo ihm schon des öfteren die Kontrolle und Beherrschung verläßt.


 


würde mich über eine schnelle Antwort freuen


 


mfg DO


 


Schon probiert: 
Auf seine Mitteilungen habe ich stehts in einem vernünfigen Umgangston oder jegliche Beleidigungen oder Drohungen geantwortet. Auf die letzte SMS habe ich bis jetzt nicht reagiert, da er sich freunden gegenüber schon wie angekündigt geäußert hat. 


 


Auch habe ich ihm zugesichert, dass ich bei ihm meine Verbindlichkeiten bezahle, wenn auch nicht in dem vereinbarten Zeitraum. Dazu muss ich erwähnen, dass ich per Eides statt erklärt habe, dass ich aktuell Mittellos bin und wenn er so weiter macht er sich das Geld über den Klageweg holen kann.

Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Zunächst einmal ist festzuhalten, dass die Ihnen zugegangenen elektronischen Mitteilungen - SMS, Postings über Whats App - als Beweismitel dienen können. Desgleichen stehen Ihre Freunde als Zeugen zur Verfügung, die bekunden können, dass und welche Mitteilungen Sie empfangen haben.

Gegen den ehemaligen Freund können Sie nunmehr zweigleisig vorgehen: Zunächst einmal haben Sie einen zivilrechtlichen Widerrufs- und Unterlasungsanspruch, der darauf gerichtet ist, die Verbreitung der unwahren Tatsachenbehauptungen und Beleidigungen über Sie zu widerrufen und zu unterlassen.

Sie sollten ihm daher eine schriftliche Widerrufs- und Unterlassungserklärung abfordern und ihm in Aussicht stellen, dass Sie widrigenfalls - wegen drohender weiterer Rechtsverletzungen - bei dem Amtsgericht den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung beantragen werden.

Die einstweilige Verfügung wird es ihm unter Androhung einer hohen Geldstrafe - ersatzweise Ordnungshaft - gerichtlich untersagen, weiterhin Unwahrheiten über Sie zu verbreiten.

Parallel hierzu können Sie auch strafrechtliche Schritte einleiten: Die über Sie verbreiteten unwahren Tatsachenehauptungen und Beleidigungen erfüllen die Straftatbestände der üblen Nachrede (§ 186 StGB) und - soweit wider besseres Wissen behauptet - der Verleumdung (§ 187 StGB), wenn und soweit diese geeignet sind, Sie in der Meinung anderer herabzuwürdigen. Hiervon ist nach Ihren Angaben aber zweifelsfrei auszugehen, sofern Sie mit unterschiedlichsten Vorwürfen überzogen werden (sexuelle Nötigung, Kinderschänder).

Die weiteren gegen Sie verwendeten Kraftausdrücke erfüllen zudem den Straftatbestand der Beleidigung (§ 185 StGB).

Sie können folglich Strafantrag bei Polizei oder StA wegen dieser Delikte erstatten.


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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt