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RARobertWeber
RARobertWeber, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3130
Erfahrung:  Rechtsanwalt in Berlin
55358529
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RARobertWeber ist jetzt online.

1. Ein Pfarrer der lutherischen Kirche in Dänemark zeigt ca.

Kundenfrage

1. Ein Pfarrer der lutherischen Kirche in Dänemark zeigt ca. 50-100 lebende Tiere (Grashüpfer) im Kindergottesdienst vor. Er lässt einige davon in der Kirche herumhüpfen und eines der Tierchen auf den Arm eines 2-jährigen Mädchens setzen, das sich sowohl wundert als auch freut. Dann reißt der Pfarrer einem der Tierchen die Beine ab, beißt (!!!) vor versammelter Gemeinde den Kopf ab, während es noch lebt, steckt den Rest in den Mund, kaut darauf herum und predigt mit dem Blut und den Körperresten des Tieres im Mund weiter. Er verkündet, dass "richtige Männer" so etwas tun im Unterschied zu "tanzenden Frauen". Zwei andere Kinderpädagogen tun ungefähr dasselbe mit zwei anderen Tieren, ohne es zu kommentieren.


 


2. Das dänische Tierschutzgesetz (wohl im Gegensatz zum deutschen) sagt dezidiert, dass es für "ALLE Tiere" gilt und dass das öffentliche "Vorzeigen lebender Tiere, wenn dieses zum Schaden dieser geschieht" bei Strafe verboten ist.


 


3. ALLE involvierte Kirchlichen (inklusive Domprobst und Bischof) stützen das Geschehene – sogar bezüglich ZUKÜNFTIGER Kindergottesdienste –, obgleich sie gebeten wurden davon Abstand zu nehmen. Die Einzige der ca. 20 Involvierten - eine Dorfpfarrerin, die als zweiter Pfarrer in derselben Kirche predigt und diese Art Tiertötungsgottesdienste ablehnt - wird nicht nur ignoriert, sondern sogar kritisiert.


 


4. Frage: Was tun???

Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  daniela-mod hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

aufgrund einer routinemäßigen Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.

Wir haben Ihre Frage kostenlos unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen.

Sollten Sie in den nächsten Tagen keine Antwort erhalten, bitten wir Sie, sich mit uns über

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Vielen Dank für Ihre Geduld.

Ihr JustAnswer Moderatoren-Team

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.
Erneut posten: Noch keine Antwort.
Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

wenn es nach dänischem Strafrecht strafbar ist, empfehle ich eine Strafanzeige bei der dänischen Polizei bzw. Staatsanwaltschaft.

Bitte stellen Sie solange Nach- und/oder Verständnisfragen, bis Sie zufrieden sind. Es ist nicht notwendig, die Antwort mit "Habe Rückfragen" zu bewerten, es reicht aus, die Rückfragen einfach zu stellen.

Wenn Sie keine Nach-/Verständnisfragen mehr haben und mit der Antwort zufrieden sind, bitte ich um eine positive Bewertung, um die Vergütung zu ermöglichen.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.
Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bitte um eine kurze Mitteilung, ob Rück- oder Verständnisfragen existieren. Ansonsten bitte ich entsprechend der Regeln der Plattform um eine positive Bewertung der Antwort, damit meine Vergütung ausgezahlt werden kann.

Vielen Dank XXXXX XXXXX
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrter Herr Weber,


habe Ihre wohl später gekommene Experten-Antwort erst vor drei Tagen entdeckt. Vielleicht war ich auch nicht genügend mit dem Internet-Prozedere vertraut – wie und wo man klicken soll...


 


Zur Sache: Ihr Rat, die Sache polizeilich zur Anzeige zu bringen, ist kein Experten-Rat, sondern gehört in den Bereich des Allgemeinwissens. Da, wie ich schrieb die geschilderte öffentliche Vorzeigung, Beschädigung, Tötung etc. von Tieren gesetzlich unter Strafe steht, ist es ja ganz klar, dass man es anzeigen soll bzw. kann.


 


Es geht hier aber um die Frage, WAS und WEN man anzeigen soll. Es geht eben nicht nur um das Tierschutzgesetz, sondern darum, dass es von einer der wichtigsten Institutionen gebrochen wurde - der lutherischen Kirche, die in Deutschland wohl ca. 50 % (?) der Bevölkerung angeht, in Dänemark jedoch fast 100 %. Es handelt sich um eine "Staatskirche", in der alle Pfarrer, Pröbste und Bischöfe sog. "statslige tjeneste-mænd" (wörtlich: staatliche Dienst-Männer, also ungefähr: Beamte) sind und ein eigenes (staatliches) Kirchenministerium haben. Da nun sowohl Gemeinderat, Schlossstadtpfarrer, Domprobst und verantwortlicher Bischof (= in diesem Zusammenhang höchste geistliche Instanz) das beschriebene Vorgehen akzeptieren und stützen, und da man VOR und NACH dem Tiertötungskindergottesdienst sogar in der ganzen Region (weit über den Einzugsbereich der zur Debatte stehenden Kirchengemeinde hinaus) über Zeitung, Radio und Internet für das geschilderte Spektakel REKLAME gemacht hat, möchte ich von einem unabhängigen Experten im Ausland – das wären SIE – gerne hören, WEN man WIE und mit welcher guten BEGRÜNDUNG anzeigen kann.


 


Also: 1. Kann man den Staat / die Kirche als juristische Person anzeigen?


 


2. Kann man den Gemeinderat als juristische Person anzeigen? (Im Gemeinderat sitzt übrigens auch ein Rechtsanwalt! Kann man diesen über sein Standesorganisation darauf aufmerksam machen, dass er fürs Gesetz einzutreten hat, das er übrigens eine "Bagatelle" nennt, weil es sich "nur" um Insekten handelt?)


 


3. Kann man den verantwortlichen Pfarrer, Probst und Bischof als verantwortliche "Beamte" anzeigen?


 


Wir beiden sind uns doch bestimmt darüber einig, dass diese Personen wegen ihres besonderen Berufs und ihrer besonderen "Berufung" sowie der Tatsache, dass sie Beamte sind, eine erhöhte Verantwortung besitzen. Wenn sie das Gesetz brechen und zwar das Gesetz brechen, während sie im Amt sind (also Pfarrerornat anhaben, Gottesdienst halten bzw. Aufsichtsfunktion haben etc.), liegt das auf einer ganz anderen Ebene, als wenn wir Privatpersonen so etwas in kleinerem Kreis tun würden.


 


Genau dieses aber müsste in einer Anzeige deutlich zum Ausdruck kommen.


 


Der Gesetzgeber hat natürlich bei der Abfassung des Tierschutzgesetzes nicht im Traum daran gedacht, dass Pfarrer so etwas im Kindergottesdienst tun könnten. Nun ist es aber doch passiert.


 


Es muss doch Regeln geben, die Beamten vorschreiben (auch unter Strafandrohung), dass sie sich ans Gesetz zu halten haben, und zwar besonders dann, wenn sie ihr AMT ausüben! (Also nicht wenn sie privat – wie die deutsche Bischöfin die freiwillig zurücktrat – mit Alkohol am Steuer ertappt werden.)


 


Es geht also nicht allein um den Tierschutz,sondern auch und viel mehr um Amtsmissbrauch und dergleichen oder wie man das juristisch nennen mag -– das müssen Sie mir jetzt erklären.


 


Da diese Personen das Ganze im Namen der Kirche tun – einer der größten Institutionen und Organisationen –, sollte eine Anzeige auf diesen wirklich vorliegenden Tatbestand zielen.


 


Es muss doch ein Riesenunterschied sein, ob einer als Privatperson das Gesetz bricht, oder in Ausübung seines Amtes, dazu auch noch als Beamter und führendes Mitglied einer staatlichen Organisation, die Vorbild sein sollte. Das ist viel schlimmer, als wenn es auf dem Jahrmarkt geschehen würde, wo man dann denken könnte: Na ja, derjenige weiß es vielleicht nicht besser oder ist nicht ganz richtig im Kopf. Nein, hier ist es so, dass die Verantwortlichen hochintelligente hochbezahlte Staatsbeamte sind, zusammengenommen womöglich weit intelligenter als wir anderen. Der Bischof ist zB promovierter Theologe. Sie genau über das Tierschutzgesetz informiert, und akzeptieren die fragliche Sache DENNOCH und verteidigen sie. Und dieses tun sie so sehr, dass der Einzigen unter ihnen, die dagegen ist (eine kleine Dorfpfarrerin) nur Opposition entgegenschlägt. Letztere hat den Bischof vor die Wahl gestellt, in der Zukunft von derlei Tiertötung im Kindergottesdienst Abstand zu nehmen oder ihre Kündigung entgegenzunehmen. Bischof zog letzteres vor!!! Wenn das nichtetwas sagt! Sie hielt ihr Versprechen und ist jetzt arbeitslos.


 


Das hat alles schon nicht mehr mit bloßem "Tierschutz" zu tun, sondern mit bewusstem "Amtsmissbrauch" und "Missachtung des Gesetzes im Amt".


 


Das müsste der Experte – Sie! – doch juristisch abdecken können?!


 


Wie würde man gegen deutsche Beamte juristisch vorgehen, wenn sie sich einen offensichtlichen Gesetzesbruch erlaube, sogar öffentlich Reklame dafür machen, und wenn die anständige Dorfpfarrerin darunter zu leiden hat? Noch eine Information: Die Dorfpfarrerin hat ans Justizministerium geschrieben und – ohne Namen zu nennen – den Fall geschildert und wegen des Tierscgutzgesetzes angefragt. Der Bescheid des Justizministeriums war, dass das Tierschutzgesezt wirklich für ALLE Tiere gilt. Sie hat es dem Bischof mitgeteilt, aber das hat ihn überhaupt nicht gekümmert. Offensichtlich hat ihm sein Jurist – er hat seinen eigenen ebenfalls vom Staat bezahlten Juristen! – gesagt, dass er das alles ignorieren kann.


 


Vielleicht können Sie mir etwas Hilfreiches dazu sagen!


 


Zum voraus Dank für Ihre Bemühungen.


 


Mit freundlichen Grüßen


 


E. Kraft

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