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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16669
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Folgende Situation: Eltern sind seit Juni 2013 geschieden.

Kundenfrage

Folgende Situation:

Eltern sind seit Juni 2013 geschieden. Die beiden Kinder leben bei der Mutter, sie sind 15 und 18 Jahre alt, beide Schüler ohne eigenes Einkommen.

Die Mutter ist seit der Trennung im Jahr 2009 nicht bereit, gemeindsame Gespräche über die Kindesbelange zu führen.

Der Vater leistete bis zum 18. Geburtstag des älteren Kindes im November 2013 monatlich pro Kind 454 EUR an die Mutter, die bekommt Kindergeld pro Kind in Höhe von 184 EUR.

Der Sohn bekam bis zu seinem 18. Geburtstag monatlich von der Mutter 130 EUR „Taschengeld“, hiervon hatte er alle über Kost und Logis hinausgehenden Ausgaben selbst zu tragen, den Rest der Unterhaltszahlungen und des Kindergeldes beanspruchte die Mutter für sich selbst bzw. für Kost und Logis.

Die Mutter verdient nach eigenen Angaben 1.450 EUR netto im Monat. Zusätzlich hat sie in einen gerichtlichen Vergleich eine Abfindung für Zugewinnausgleich und nachehelichen Unterhalt in Höhe von 12.000 EUR erhalten. Wenn man hiervon nur die Hälfte als nachehelichen Unterhalt annimmt und auf 2 Jahre verteilt (so wurde das verhandelt) ergeben sich für die Mutter zusätzliche monatliche Einkünfte aus nachehelichem Unterhalt von 250 EUR/Monat bis Juni 2015. Laut6 Einschätzung des Vaters ist dieser nacheheliche Unterhalt dem Einkommen zuzurechnen.

Mutter und beide Kinder leben in einer 90 qm Wohnung, diese kostet knapp 900 EUR/Monat warm, der Sohn bewohnt dort ein 16 qm großes Zimmer.

Mit dem 18. Geburtstag des Sohnes im November 2013 hat der Vater aufgrund der Einkommenssituation beider Eltern folgenden Unterhaltsbedarf des Sohnes berechnet:
703 EUR Gesamtunterhalt
410 EUR zu leisten vom Vater
293 EUR zu leisten von Mutter (inkludiert ist das von der Mutter bezogene Kindergeld)

Der Vater beabsichtigt, seinen Anteil am Unterhalt auf das Konto des Sohnes zu überweisen.

Die Mutter will ihre (bar-) Unterhaltpflicht und das Kindergeld komplett mit dem Kostgeld verrechnen (also zusammen 293 EUR) und verlangt darüber hinaus, dass ihr unser Sohn zusätzlich monatlich 300 Kostgeld zahlt (aus den Unterhaltsleistungen des Vaters, da er als Schüler kein eigenes Einkommen hat). Ansonsten droht sie mit Auszug aus der Wohnung in eine kleinere – und macht dann Vater und Sohn dafür verantwortlich, die Tochter leidet entsprechend auch unter der Situation.

Der Vater ist der Auffassung, dass ein Kostgeld von dann insgesamt 593 EUR/Monat in keiner Weise angemessen ist und dem Sohn auch kein angemessener finanzieller Spielraum für seine Ausbildung bleibt. Aus dem ihm verbleibenden Taschengeld hätte er alle Kosten über Kost und Logis hinaus selber zu bestreiten, also auch Kleidung etc..

1. Hat die Mutter Anspruch auf Kostgeld über die Verrechnung ihrer eigenen Verpflichtungen und des Einbehalts des Kindergeldes hinaus?
2. Wie hoch wäre in der geschilderten Situation ein angemessenes Kostgeld der Höhe nach (gibt es hierfür eine „Faustregel“?)
3. Wie kann der Sohn seine berechtigten Interessen möglichst konfliktfrei durchsetzen?
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:


Es ist so, dass ab dem 18 Lebensjahr beide Elternteile den Unterhalt zusammen schulden, je nach Einkommen.


Der Elternteil, bei dem das Kind lebt erbringt seinen Anteil am Unterhalt dabei durch die Gewährung von Kost und Logis, das ist durchaus legitim.


Als Kostgeld würde ich das empfehlen, was die Düsseldorfer Tabelle an Wohnkosten zugrunde legt.


Das sind bis 280 Euro.


Der Betrag ist zu kürzen, da das KInd ein kleines Zimmer hat.


Ich setze daher für Wohnen höchstens 180 Euro an, für Essen etc. 200 Euro.


Das ist mehr als genug


595 Euro sind definitiv zu viel



Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen

Bitte fragen Sie gerne nach



wenn ich helfen konnte freue ich mich über eine positive Bewertung

danke


















Mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Vielen Dank für die schnelle Antwort. Esc bleiben aber Fragen offen:


1. Hat die Mutter Anspruch auf Kostgeld über die Verrechnung ihrer eigenen Verpflichtungen und des Einbehalts des Kindergeldes hinaus?


3. Wie kann der Sohn seine berechtigten Interessen möglichst konfliktfrei durchsetzen?


 


Was meinen Sie mit "Essen etc...."? Auch Monatskarte, anteilig Kleidung? Klassenreisen?


 


Viele Grüße aus Berlin


 


Bernhard Hildebrand


Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


einen Rechtsanspruch auf Kostgeld hat sie nicht, ist aber andererseits auch rechtlich nicht verpflichtet, den Volljährigen bei sich wohnen zu lassen.

Essen ist die reine Verpflegung.


Ich habe hier 50 Euro pro Woche angesetzt, das ist eher knapp



Konfliktfreie Durchsetzung der Interessen ist evtl möglich durch einen runden Tisch aller Beteiligten wo der Sohn seine finanzielle Situation darlegen und der Mutter klarmachen kann, dass er auch Bücher etc benötigt.
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender


Kann ich Ihnen noch weiterhelfen ?


Gerne

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