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Rechtsanwalt Christian Joachim
Rechtsanwalt Christian Joachim, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3136
Erfahrung:  Staatsexamen, Zulassung als Rechtsanwalt, Mediator
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Rechtsanwalt Christian Joachim ist jetzt online.

Paul (Pensionär, verwitwet, 2 erw. Kinder, Hauseigentum, mehr

Kundenfrage

Paul (Pensionär, verwitwet, 2 erw. Kinder, Hauseigentum, mehr Barvermögen als Erika) und Erika (Pensionärin, geschieden, 1 erw. Kind, Mieterin, weniger Barvermögen als Paul), wollen gemeinsam eine Wohnung kaufen und auch heiraten.

P. und E. wollen sicherstellen, daß ihre jeweiligen Kind(er) durch die Eheschließung nicht später an Erbschaft etwas einbüßen, was sie ohne Eheschließung bekommen hätten.

Beide wollen außerdem sicherstellen, daß nach dem Tod eines Ehepartners der/die Überlebende die Wohnung weiterhin lebenslang bewohnen darf. (Ein lebenslanges Wohnrecht für E. in P´s Haus wird nicht angestrebt, weil dadurch ein Streit zwischen E. und den Kindern von P. entstehen könnte.) E.´s Pensionseinküfte wären nicht ausreichend um die monatliche Belastung für die Wohnung alleine zu tragen. Eine Witwenrente stünde E. aber erst 5 Jahre nach Eheschließung zu. Mit Witwenrente könnte E. die Wohnung auch allein tragen.

Die Wohnung soll zur Hälfte finanziert werden, die andere Hälfte bringt P. aus dem eigenem Barvermögen in den Kauf ein. P. und E. wollen jeweils die Hälfte der monatl. Belastung tragen.


Fragen:

Was müßte im Kaufvertrag für die Wohnung stehen ?

Was müßte im Ehevertrag stehen ?

Wie könnte sinnvoll der Scheidungsfall geregelt werden ?
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

herzlichen Dank für ihre Fragen und das damit entgegengebrachte Vertrauen.

Allerdings muss ich Sie zunächst darauf hinweisen, dass ihre Fragestellung hier nur sehr eingeschränkt im Rahmen der Beratung beantwortet werden kann. Ohne weiteres empfehle ich hier eine konkrete anwaltliche Beratung, da Sie hier auch Formulierungen anscheinend wünschen. Dies ist aufgrund der geringen Angaben insbesondere auch in Bezug auf den Einsatz nicht realisierbar.

Gerne gebe ich Ihnen allerdings einige Hinweise, die Sie in ihre weiteren Überlegungen und Vertragsentwürfe mit einbeziehen können.

Im Kaufvertrag müsste vor allem ein Wohnrecht für beide Ehegatten für den Fall vereinbart werden, falls ein Ehegatte verstirbt.

Somit ist generell sichergestellt, dass ein Verbleiben in der Wohnung nicht nur im Rahmen des jeweiligen Miteigentumanteils gesichert ist, sondern auch gegenüber möglichen Erben des Miteigentumsanteils es nicht zu einem Auszahlunganspruch im Rahmen der Erbschaft kommt.

Im übrigen könnte dies auch ein Testament regeln, welches nach dem Berliner Modell eine Vor-und Nacherbschaft vorsieht, so dass Erben nicht oder nur eingeschränkt auf die Wohnung nicht zugreifen können.

Für die Erben sollte berücksichtigt werden, sofern Sie hier keine Ungerechtigkeiten entstehen lassen wollen, dass möglicherweise die Anschaffungskosten im Rahmen der Miteigentumsanteile so berücksichtigt werden, wie tatsächlich die Bezahlung erfolgt, so dass gegebenenfalls derjenige, der mehr in die Wohnung investiert, einen größeren Miteigentumsanteil erhält.

Im Ehevertrag können, müssen allerdings keine Regelungen vorgenommen werden. Hier kommt es insbesondere darauf an, was Sie mit dem Ehevertrag oder einer entsprechenden Regelung für den Schadensfall erreichen wollen. Dies haben Sie leider nicht mitgeteilt. Hier kann zum Beispiel die Übergabe der Wohnung an einen Ehepartner gegen Abstandszahlung erfolgen und Freistellung bezüglich der Finanzierung oder ähnliches. Dabei müssten allerdings die Gesamtverhältnisse in wirtschaftlicher Hinsicht beider Ehepartner beurteilt werden, was insbesondere für einen möglichen Zugewinnausgleich oder Unterhaltsansprüche gilt.

Insofern umfasst diese Antwort auch die Antwort auf Ihre Frage was bei Scheidungsfolgen zu berücksichtigen ist. Dies müsste gegebenenfalls im Ehevertrag zugrunde gelegt werden. Ansonsten bleibt auch bei einer Scheidung das Miteigentumsverhältnis bezüglich der Wohnung weiterhin bestehen, so dass Sie sich hierüber auch außerhalb der Scheidung auseinandersetzen müssen, es sei denn es wird eine entsprechende Regelung im Ehevertrag aufgenommen.

Bezüglich der monatlichen Zahlungen können Sie einen einfachen Vertrag miteinander schließen oder diese Regelung in den Ehevertrag mit aufnehmen.

Konnte ich Ihnen zunächst hilfreich antworten? Gerne können Sie sich weiter an mich wenden. Über ihre positive Bewertung freue ich mich.

Viele Grüße

Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

bitte bewerten Sie meine Antwort positiv (Frage beantwortet – informativ und hilfreich – toller Service) damit die von Ihnen ausgelobte Vergütung gem. den Nutzungsbedingungen freigegeben wird. Da Sie keine weiteren Nachfragen gestellt haben, gehe ich davon aus, dass ich Ihre Frage hilfreich beantwortet habe.

Sollten Sie noch Nachfragen haben oder weitere Informationen benötigen, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Viele Grüße

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