So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ra-fork.
ra-fork
ra-fork, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1732
Erfahrung:  Selbständiger Rechtsanwalt in Dortmund
63622881
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
ra-fork ist jetzt online.

Folgende Situation: Der Ehemalige Lebensgefährte meiner

Kundenfrage

Folgende Situation:

Der Ehemalige Lebensgefährte meiner Freundin (ab jetzt MS genannt) hat uns zugesichert ab 18.11.13 für 14 Tage seinen Sohn zu sich in die Schweiz zu nehmen.
Für diesen Zeitraum haben wir nun Urlaub gebucht.
Jetzt verhält es sich so, dass MS seinen Arbeitsplatz wechselt und deshalb seinen Resturlaub ab 18.11.13 nehmen sollte. Der Arbeitgeber von MS will jetzt allerdings den Resturlaub nicht geben und MS weiter beschäftigen bis 01.12.13.
MS ist der Meinung das er dagegen machtlos ist und das hinnehmen muss oder Strafe zahlt.
Jetzt ist die frage ob das tatsälich so ist, in der Schweiz.
Falls das etwas zur Sache beiträgt MS ist deutscher Staatbürger.

Die zweite Frage ist, sollten alle Stricke reissen und der Urlaub könnte nicht Stattfinden, gibt es die Möglichkeit gegen MS und/oder seinen Arbeitgeber vorzugehen um das Geld für den Urlaub wieder zu erlangen?
Es besteht zwar eine Reise-Rücktritt Versicherung, aber diese haftet ja nur im Krankheitsfall.

Vielen dank XXXXX XXXXX Mühe

mit freundlichen Grüßen

Markus Z.
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-fork hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.


Zu Frage 1:
"Jetzt ist die frage ob das tatsälich so ist, in der Schweiz ?"


Grundsätzlich gilt sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz, dass die Urlaubstage wegen ihres Erholungszwecks in natura gewährt werden müssen.

Allerdings lässt sich dieser Grundsatz bei einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht immer aufrecht erhalten, weil eine Urlaubsgewährung aus tatsächlichen Gründen ausscheidet.

Wenn jedoch keine betriebliche Notlage vorliegt, sollte eine Urlaubsgewährung - insbesondere wenn bereits zuvor bewilligt - vorrangig sein.

Dies müsste jedoch MS gegenüber seinem Arbeitgeber durchsetzen. Er kann auch darauf verweisen, dass ansonsten ein Schaden entstehet, weil er die Betreuung seines Sohnes bereits zugesagt hatte.

Hier wird es auf den konkreten Einzelfall ankommen und auch was der Arbeitsvertrag im Einzelnen regelt.

Hier sollte sich MS von einem Schweizer Anwalt vor Ort beraten lassen, da die Sache eilig und klärungsbedürftig ist.





Zu Frage 2:
"Möglichkeit gegen MS und/oder seinen Arbeitgeber vorzugehen um das Geld für den Urlaub wieder zu erlangen?"


Gegen den Arbeitgeber werden Sie kaum erfolgreich vorgehen können, weil Sie gar keine unmittelbaren Beziehungen zu ihm haben und er ja auch nur aus seiner Sicht seine Rechte als Arbeitgeber wahrnimmt.


Auch gegen MS sehe ich wenig Möglichkeiten, da dieser eher aus Gefälligkeit als vertraglich verpflichtend handelte. Doch auch wenn man dies anders sehen sollte, trifft ihn an der Sache grundsätzlich kein Verschulden, da er seinem Arbeitgeber vertraglich verpflichtet ist.




Sollte MS seinen Urlaubsanspruch nicht durchsetzen können, käme neben dem Reiserücktritt eine Zubuchung für den Sohn in Betracht oder aber eine anderweitige Betreuung für die 14 Tage müsste organisiert werden.

Zudem sollten Sie die Reiserücktrittsbedingungen sorgfältig prüfen, ob ein Ausfall der Kinderbetreuung nicht doch mitversichert ist, was nicht unüblich ist.







Mit freundlichen Grüßen

Raphael Fork
-Rechtsanwalt-
Experte:  ra-fork hat geantwortet vor 3 Jahren.
Haben Sie noch Nachfragen oder Verständnisprobleme ?

Dann stellen Sie bitte Ihre Nachfrage ("Antworten Sie dem Experten").

Ansonsten möchte ich höflich um eine positive Bewertung meiner Antwort bitten.

Sie bewerten meine Antwort positiv, indem Sie einmal entweder auf "Frage beantwortet" oder auf "Informativ und hilfreich" oder auf "Toller Service" klicken.
Experte:  ra-fork hat geantwortet vor 3 Jahren.
Seien Sie bitte so fair, und geben Sie eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben, denn nur so erhalte ich die für Ihre Rechtsberatung vorgesehene Vergütung.

Sie können nach Abgabe einer positiven Bewertung selbstverständlich jederzeit kostenfrei Nachfragen stellen.
Experte:  ra-fork hat geantwortet vor 3 Jahren.
Da eine Zahlung nicht erfolgte, die Beratung zudem nicht abgeschlossen war, geben ich die Frage frei und betrachte sie von Anfang an als gegenstandslos.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael Fork
-Rechtsanwalt-