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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 21368
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten abend. Ich bin 24 und von beruf gesundheits und krankenpflegehelferin

Kundenfrage

Guten abend.

Ich bin 24 und von beruf gesundheits und krankenpflegehelferin bei uns auf der station wurde mehr als einmal geld von patienten geklaut. Wir haben eine kollegin die wurde bei einem diebstahl erwischt hat auch einen diebstahl gestanden wert 40€ musste mit zur polizei um eine aussage zumachen wo sie zu den anderen diebstahlen nichts sagen konnte nur zu den wie oben genannten 40€. Mit was für einer strafe muss sie da rechnen? Muss sie einen lügendetektor test machen?
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

zur abschließenden Bearbeitung Ihrer Anfrage benötige ich noch folgende Informationen:
Ist die Kollegin denn vorbestraft?


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

nein ist sie nicht

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Klarstellung.

Zunächst zum Lügendetektor-Test: Dieses Beweismittel ist der deutschen Rechtsordnung generell fremd, und es kommt daher auch nicht zur Anwendung. Einen Lügendetektor-Test wird die Kollegin daher nicht machen müssen.

Soweit die Kollegin nicht vorbestraft ist, kann sie damit rechnen, dass das Ermittlungsverfahren gegen sie eingestellt wird.

Es handelt sich um einen Diebstahl geringwertiger Sachen gemäß § 248a StGB. Die gegenteilige Angabe auf dem Anhörungsbogen ist unzutreffend.

Als geringwertig gilt nach der insoweit gefestigten Rechtsprechung eine Sache, wenn ihr Wert nicht 50 Euro übersteigt. Dies ist hier der Fall (40 Euro).

Die Tat wird auch nur auf Antrag verfolgt. Sie kann daher auch noch einmal an die Geschädigte herantreten und diese bitten, den Strafantrag zurückzuziehen, was rechtlich möglich wäre.

Soweit keine Zurücknahme des Strafantrages erfolgen sollte, sollte sie ein Entschuldigungsschreiben aufsetzen, um zu einer Einstellung des Verfahrens zu kommen. Sie sollte dann im Zuge des weiteren Verfahrens zudem auch gegenüber den Strafverfolgungsbehörden aufrichtige Reue und kooperatives Verhalten an den Tag legen und beteuern, dass es sich um einen einmaligen Ausrutscher gehandelt hat. Damit hätte sie alles getan, um eine zügige Einstellung des Verfahrens zu begünstigen.

Die Einstellung des Verfahrens wird entweder wegen Geringfügigkeit erfolgen (§ 153 StPO), oder es kommt zu einer Einstellung gegen Verhängung einer Auflage auf der Grundlage des § 153 a StPO.


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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
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Soweit das nicht der Fall ist, darf ich um die Abgabe einer positiven Bewertung bitten.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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