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S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 6016
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
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S. Grass ist jetzt online.

Ich habe letzte Woche bei einer amtsärztlichen Untersuchung

Kundenfrage

Ich habe letzte Woche bei einer amtsärztlichen Untersuchung im Zusammenhang mit einer anstehenen Verbeamtung auf Lebenszeit eine Gesundheitsfrage zur Familienvorgeschichte nicht korrekt beantwortet (nein angegeben obwohl Suizid in der Familie vor 3 Jahren) - da mich die Frage recht unverhofft getroffen hat. Alle Gesundheitsfragen zur eigenen Person sind wahrheitsgemäß beantwort. Den Eignungsbescheid habe ich erhalten und diesen auch schon auf dem Dienstweg weitergereicht. Nun plagen mich aber Zweifel und Gewissensbisse sowie Angst, dass ich deswegen mal negative Konsequenzen erfahren könnte, wenn das rauskommt. Nach meinem Gewissen (ich kann mit Lügen schlecht leben) würde ich gern meinen Fehler korrigieren (Gespräch mit der Ärztin über diesen Sachverhalt), allerdings habe ich Angst, dass das Eingestehen dieser Falschangabe selbst negative Konsequenzen hat und sofort auf den Dienstweg geht (das wäre katastrophal für meine Karriere, für die ich hart gearbeitet habe). Was können Sie empfehlen? Ruhen lassen (weil Familienvorgeschicht nicht rauskommen kann) oder nochmaligen Termin bei Ärztin erbitten? Hat die Ärztin Schweigepflicht? Oder etwa Handlungspflicht, wenn ihr eine Falschangabe offenbart wird?
Besten Dank!
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 3 Jahren.

S. Grass :

Sehr geehrter Fragesteller,

S. Grass :

wenn Sie der Ärztin die Wahrheit offenbaren, dann muss Sie darüber schweigen. Allerdings haben Sie vermutlich eine Erklärung über die Entbindung von der Schweigepflicht unterzeichnet, sodass die Ärztin die Informationen durchaus offenbaren kann.

S. Grass :

Grundsätzlich gilt: wer falsche Angaben macht und später auffliegt, dem kann der Beamtenstatus wieder aberkannt werden. Es besteht also bei Bekennen der Wahrheit ein gewisses Risiko. Eigentlich ist die Vorgeschichte der Familie nicht wirklich ein Grund für das Aberkennen. Dies müsste der Amtsarzt vernünftigerwiese auch so sehen. Doch ob er das tut, liegt allein im Ermessen des einzelnen Arztes . Einheitliche Standards gibt es hier leider nicht.

S. Grass :

Somit muss Ihrerseits abgewogen werden, ob Sie mit der Lüge leben können (diese war ja nicht gravierend) oder ob Sie sich offenbaren und das geschilderte Risiko eingehen.

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