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Olaf Götz
Olaf Götz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2899
Erfahrung:  Fachanwalt für Sozialrecht
48877684
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Olaf Götz ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, am 30.07. diesen Jahres wurde

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
am 30.07. diesen Jahres wurde ich nach 43 Jahren aufgrund eines im Jahre 2011 angehäuften Rückstandes zweier aufeinanderfolgender Monatsmieten aus meiner Wohnung zwangsgeräumt.
In meiner alten Wohnung befand sich am Tag der Zwangsräumung der angesammelte Hausrat von 43 Jahren, welcher an diesem Tag zurückgeblieben ist und bei dem es sich überwiegend um aus Familienbesitz geerbte wertvolle Möbel, Elektronikgeräte, Markenkleidung , etc..., - also gewiss um keinen Unrat wie es in so einem Falle häufig gegeben ist - handelt.
Ich beziehe Hartz 4 und warte derzeit in der Dringlichkeitsstufe 2 geführt im Auftrag des Sozialbürgerhauses von Seiten des Wohnungsamtes auf die Zuweisung einer neuen Wohnung.
MEINE FRAGE 1 hierbei wäre ob die Gerichtsvollzieherin im Auftrag der Vermieterin befugt ist meinen Hausrat nach mittlerweile abgelaufen zwei Monaten ohne jedweiger weiterer Mitteilung bzw. einer Fristsetzung in welcher ich zu einer Abholung aufgefordert werde - entsprechend der Zwei Monats-Frist in dessen festgelegtem Zeitraum eine zwangsgeräumte Person die garantierte Möglichkeit hat diesen abzuholen - zu entsorgen.
In diesem Zusammenhang erhielt ich nebenbei bemerkt vom Tag der Zwangsräumung bis zum heutigen Tage an von Seiten der Gerichtsvollzieherin über keinerlei Mitteilung bzw irgendeine Art der Inkenntnissetzung wo sich mein gesamter Besitz in Verbindung mit der Einlagerung überhaupt befindet.
MEINE FRAGE 2 hierzu lautet ob das Sozialbürgerhaus - im Falle einer weiteren Verzögerung bis mir eine neue Wohnung zugeteilt wird - die Kosten für einen weiteren Zeitraum der Einlagerung übernimmt oder ob ich damit rechnen muss, dass mein gesamter hinterlassener Besitz alleine aufgrund der Tatsache, dass mir noch keine neue Unterkunft zugeteilt werden kann entsorgt wird ohne diesen Vorgang verhindern zu können.
MEINE FRAGE 3 bezieht sich auf die Gegebenheit wie es sich hinsichtlich des seitens der Vermieterin vorliegenden Pfandrechts verhält wenn in diesem Fall der Umstand zugrundeliegt, dass die in der Wohnung zurückgelassenen und eingelagerten Einrichtungsgegenstände im Wert weitaus höher liegen als die Kosten, welche in Folge des finanziellen Aufwands, welcher wiederum durch die Zwangsräumung entstanden sind von Seiten der Vermieterin als Pfandrecht geltend gemacht werden.
Ist diese zum Beispiel im Falle wenn ein hinterlassenes Möbelstück wertvoller ist als der Schuldenbetrag automatisch verpflichtet mir meine restlichen Besitzgegenstände herauszugeben ?
Mit bestem Dank im Voraus
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrte Ratsuchende,

 

vor der Versteigerung oder einem Verkauf muss der Vermieter dem betroffenen Eigentümer der zu versteigernden Sache den Verkauf mit einer Frist von einem Monat androhen und ihm die Forderung mitteilen, wegen der der Verkauf erfolgen soll, § 1234 BGB.

 

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/BJNR001950896.html#BJNR001950896BJNG010802377

 

2.

Sie sollten beim Jobcenter einen Antrag auf Darlehensgewährung für die zeitweise Unterbringung der Sachen stellen. Die Gewährung steht im pflichtgemäßen Ermessen des Jobcenters und dürfte sinnvoll sein, da ansonsten hinterher wieder Leistungen für eine Erstausstattung gewährt werden müssten.

 

3.

Überschießender Erlös eine Versteigerung wird an Sie ausgekehrt.

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben, geben Sie bitte eine positive oder neutrale Bewertung ab, denn nur dann erfolgt die Vergütung für die anwaltliche Beratung.


Mit freundlichen Grüßen

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