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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 17047
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Die private Krankenversicherung führte nach bekannt werden

Kundenfrage

Die private Krankenversicherung führte nach bekannt werden einer Krebs Diagnose eine gesundheits Prüfung durch. Nach 3 Jahren kündigen sie mir nun die Versicherung und unterstellen mir arglistige Täuschung, weil ich vor 3 Jahren bei Vertragsabschluss nicht angegeben hätte, das ich mal krank geschrieben war wegen Rückenschmerzen, dann Sodbrennen und wegen Stress. Es erfolgte keine weitere Behandlung damals durch die Ärzte, ich hätte auch nicht mehr daran gedacht, auf welche Erkrankungen ich mal krank war, es folgte ja weder eine weitre Behandlung noch Therapie oder folgeschäden. Mittlerweile bin ich mittellos, kann keine Miete mehr zahlen, noch irgend welchen anderen zahlungmodalitäten nach kommen, ich habe auch eine Krankenträgers Versicherung mit abgeschlossen, da die Krankenversicherung jedoch den Vertrag anfechtet und rückwirkend von drei jahren alle Leistungen zurück fordert. Ich kann nun meine Chemotherapie nicht weiter machen, kann mir keine Medikamente mehr kaufen, nichts mehr, die Versicherung zahlt keinen Cent mehr für weitere Leistungen oder Behandlungen. Mittlerwre sind mehrere tausend Euro an Krankentagegeld offen, die ich zu bekommen habe und die Versicherung verweigert einfach zu zahlen. Was kann ich tun, können die mir helfen? Mittlerweile sind alle meine finanziellen Möglichkeiten erschöpft u d ich kann mir nicht mal mehr etwas zu essen kaufen. Versuchern will mich mit bösartigem Krebs auch niemand mehr, schon hat nicht rückwirkend.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Sie sind aktuell nicht krankenversichert?

Damals war sicher nach Vorerkrankungen der letzten 5 Jahre gefragt, oder?
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Es wurde damals nach vorerkra Lungen gefragt, ja, ich sah dies jedoch nicht als Erkrankungen an, da keine weiteren Behandlungen erfolgten außer einer Krankschreibung. Krankenversichert bin ich nun rückwirkend seit 3 Jahren nicht mehr da die Versicherung den Vertrag anfechtet.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Wann genau war der Vertragsschluss?

Wann waren diese "Erkrankungen" ?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vertragsabschluss war im Februar 2010, 14 Tage vorher war ich mit Rückenschmerzen beim Arzt und habe mich krank schreiben lassen, da ich bei meiner Arbeitsstelle gekündigt hatte und mich selbstständig gemacht hätte. Die anderen Erkrankungen weis ich nicht mehr genau, liegen Jahre zurück und ich könnte mich nicht mal mehr daran erinnern.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Aber diese Erkrankungen waren quasi keine richtigen Erkrankungen, sonder nur "weh-wechen" ?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Richtig
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ok, dann waren diese auch wirklich irrelevant.

Gefragt werden kann für einen Vollversicherungstarif unter anderem, ob
ein Antrag oder Vertrag von einer privaten Krankenversicherung bereits abgelehnt, beendet oder gekündigt wurde
jemals eine HIV-Infektion vorlag
Arbeitsunfähigkeit besteht
zurzeit Beschwerden, Krankheiten oder dauerhafte Gesundheitsstörungen bestehen
innerhalb der letzten 10 Jahre eine ambulante oder stationäre Untersuchung, Beratung, Behandlung oder Operation erfolgte (wichtig: auch Kontrolluntersuchungen müssen angegeben werden!) oder Krankenhausaufenthalte erfolgten
innerhalb der letzten 10 Jahre gesundheitliche Beschwerden, Krankheiten, Krankheits- oder Unfallfolgen bestanden
innerhalb der letzten 10 Jahren oder aktuell Medikamente, Beruhigungsmittel oder Drogen eingenommen wurden
Behandlungen, Untersuchungen oder Operationen vorgesehen oder ärztlich angeraten wurden
innherhalb der letzten 10 Jahre ein psychotherapeutische Behandlung oder Suchtbehandlung angeraten oder durchgeführt wurde
innerhalb der letzten 10 Jahre eine Krebserkrankung vorlag oder aktuell vorliegt
körperliche Gebrechen, Behinderungen, Organfehler, Sterilität oder Wehrdienstbeschädigung vorliegen

Dazu müssen auch Angaben gemacht werden.

Umfasst sind aber nur richtige Krankheiten.

Bei Ihnen liegt keine Obliegenheitsverletzung vor.

Daher ist die Kündigung unwirksam.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Wie verhüte ich mich jetzt, die Kasse stellt sich quer und zahlt nicht mehr. Ich brauche aber dringend mein Tagegeld und auch die Medikamente u d das zeitnah?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Von wann ist die Kündigung?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Man fechtet den gesamten Vertrag an, fordert alle Gelder aus Leistungen der letzten 3 Jahre zurück, wo ich dort versichert war. Als hätte es diesen Vertrag nie gegeben, mit Datum von heute ist die Kündigung rückwirkend.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Von heute, ok.

Naja, da wird nur bleiben, dass man gerichtlich auf Unwirksamkeit der Kündigung klagt.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Wie lange soll das denn dauern, ich bin doch jetzt schon mittellos und kann meine erforderliche Chemotherapie nicht weiter machen weil die Kasse nicht zahlt. Bis zu einem Termin können Jahre vergehen. Ich habe aber jetzt bösartigen Krebs und stecke mitten in der Therapie.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Dann muss man eine einstweilige Verfügung beantragen - das geht schneller und auch über Prozesskostenhilfe.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
An wen muss ich mich dazu wenden ?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Am besten an einen Anwalt - Fachanwalt Versicherungsrecht.

Der kümmert sich dann um alles.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Die Rechtsschutzversicherung zahlt nicht, ds diese erst später abgeschlossen wurde, ich kann keinen Anwalt bezahlen, da ich finanziell am Ende bin.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.


Die Kündigung ist doch noch ganz frisch. Also muss die Rechtsschutz auch einstehen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Da der Vertragsabschluss mit der Krankenversicherung vorher war, gewährt diese hierfür keinen Rechtsschutz. Habe ich bereits nach gefragt.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ok. Hier kann man sicher auch streiten.

Ansonsten gibt es auch Prozesskostenhilfe.