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Olaf Götz
Olaf Götz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2879
Erfahrung:  Fachanwalt für Sozialrecht
48877684
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Olaf Götz ist jetzt online.

ein bekannter hat einen einbruch begangen, selbst das fernsehen

Kundenfrage

ein bekannter hat einen einbruch begangen, selbst das fernsehen hat davon berichtet und einen videoauschnitt der Festnahme ausgestrahlt, ohne jedoch das Gesicht auf irgendeine Weise unkenntlich gemacht zu haben...Ist das erlaubt??
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

 

wenn es sich nicht gerade um eine Person der Zeitgeschichte handelt (weitere Ausnahmen, siehe § 23 KunsturhG), ist eine Abbildung so nicht zulässig.

 

http://www.gesetze-im-internet.de/kunsturhg/BJNR000070907.html

 

Das OLG Hamburg fasst die Rechtslage zutreffend so zusammen:

"Jedermann darf grundsätzlich selbst und allein bestimmen, ob und inwieweit andere sein Lebensbild im ganzen oder bestimmte Vorgänge aus seinem Leben öffentlich darstellen dürfen (Bundesverfassungsgericht, Urteil vom 5.6.1973). In Übereinstimmung damit gewährt das einfache Privatrecht dem Namensträger das Recht, darüber zu befinden, ob und unter welchen Voraussetzungen sein Name in der Öffentlichkeit in Erscheinung tritt (BGHZ 32, 103, 111). Entsprechendes ergibt sich für Bildnisse aus § 22 KunstUrhG. Wer dies mißachtet, verletzt das Persönlichkeitsrecht auch dann, wenn damit keine Schmälerung des Ansehens verbunden ist (BGH, NJW 1981, 2402). Es bedarf also keiner verfälschenden oder abträglichen Berichterstattung, um eine Beeinträchtigung des Persönlichkeitsrechts annehmen zu können."

 

Es besteht die Möglichkeit Strafanzeige (die Strafe zahlt der Sender aus der Portokasse) zu stellen und/oder die Sache zivilrechtlich durch eine Abmahnung zu verfolgen, wofür aber zunächst Anwaltskosten ausgelegt werden müssten.

 

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben, geben Sie bitte eine positive oder neutrale Bewertung ab, denn nur dann erfolgt die Vergütung für die anwaltliche Beratung.


Mit freundlichen Grüßen

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