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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 10482
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

vor fünf Jahren wurde ich mit einem angehenden Arzt intim,

Kundenfrage

vor fünf Jahren wurde ich mit einem angehenden Arzt intim, der sich seitdem dafür einsetzt, dass ich psychiatrisch behandelt werde. Die ablaufende psychiatrische Behandlung ist eine Behandlung meines "natürlichen Willens".Es sieht so aus, als sei ich mit der Behandlung einverstanden - Ich werde jedoch nicht gefragt, ob ich teilnehmen möchte. In Wirklichkeit hat nur mein VAter dieser Behandlung zugestimmt. ich wurde nicht gefragt, nicht über das Ziel der Behandlung informiert, mit einer falschdiagnose abgefertigt, die Akte wurde mir nicht gezeigt etc. Ich komme mir vor, wie als sei ich "entmündigt" worden. Es ist eine Therapieform, die neu ist, und die mit mir als "Therapieobjekt" ausprobiert wurde, weil sie neu ist. Es wurde quasi eine "Versuchsperson" benötigt und mein VAter gab die Zustimmung. Obwohl ich also keinen "offiziellen" Betreuer habe, handelt dieser Arzt als mein Vormund bzw. wie ein Betreuer und lässt an mir eine Behandlung durchführen, zu der nur mein Vater eingewilligt hat. Meine Menschenrechte sind erheblich angegriffen worden was aber kein Problem zu sein scheint. Diese psychiatrische Behandlung hat dazu geführt, dass ich meine Sexualität nicht mehr leben kann. Desweiteren sind andere erheblichen Gesundheitseinschränkungen entstanden. Ich verstehe nicht, wieso ein Arzt sich "wie ein Betreuer" verhalten kann und die Persönlichkeits-Rechte einer anderen Person im Rahmen einer psychiatrischen Therapieform angreifen darf, und das nur weil er mit ihr intim geworden ist!

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,


Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:

Ein Arzt darf gegen Ihren Willen nicht in Ihre Persönlichkeitsrechte eingreifen und eine Behandlung durchführen oder durchführen lassen.

Hierbei ist es unerheblich, ob es eine intime Beziehung gegebenen hat oder nicht.

Gegen Ihren Willen müssen Sie sich keiner Behandlung oder Therapie unterziehen.

Soweit vorliegend keine Betreuung durch ein Gericht angeordnet ist, kann Ihre freier Wille und Ihre Entscheidungsfreiheit nicht eingeschränkt werden.

Sie können daher jederzeit die Behandlung ider Therapie beenden.

Gegen Persönlichkeitsrechtsverletzungen haben Sie einen Unterlassungsanspruch.

Bei entwaigen freiheitsentziehenden Maßnahmen können Sie Strafanzeige erstatten.