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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3791
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
36252690
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Ich bin seit 03.6.2013 bei einem Bildungsträger beschäftigt

Kundenfrage

Ich bin seit 03.6.2013 bei einem Bildungsträger beschäftigt und habe eine Kündigung am 15.7.13 zum 15.08.13 in schriftlicher Form erhalten. Diese Kündigung erfolgte ohne Angaben von Gründen. Für dieses Arbeitsverhältnis als Projektmanager existiert kein schriftlicher Arbeitsvertrag. Das Kündigungsschutzgesetz scheint nicht zu greifen, da ich kürzer als ein halbes Jahr beschäftigt war. Am 15.7. wurde ich mündlich des Arbeitsplatzes verwiesen und aufgefordert diesen künftig nicht mehr aufzusuchen.

Meine Fragen sind:
a) Welches ist hier die gesetzliche Kündigungsfrist.
b) Gilt eine Kündigung ohne Angaben von Gründen
c) Wenn ich der mündlichen Freistellung von meinen Tätigkeiten und Aufforderung meinen Arbeitsplatz nicht mehr aufzusuchen nachkomme kann aus der "fristgerechten Kündigung zum 17.08.13 eine fristlose Kündigung auf Grund von Nichterscheinen am Arbeitsplatz resultieren?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 4 Jahren.


Willkommen und besten Dank für Ihre Frage. Ich bin Rechtsanwalt Krüger und gebe Ihnen gerne zu Ihrer Sachverhaltschilderung Auskunft wie folgt.

In der Tat besteht Kündigungsschutz nach dem Kündigungsschutzgesetz erst, wenn das Arbeitsverhältnis länger als sechs Monate bestanden hat (§ 1 Abs. 1 KschG).

a)
Es gelten in Ihrem Fall die normalen Kündigungsfristen gemäß § 622 Abs. 2 BGB. Die Kündigungsfrist beträgt einen Monat. Sie ist für den Arbeitgeber nur zum Monatsende möglich, sodass hier das am 15.7. gekündigte Arbeitsverhältnis erst zum 31.8.2013 endet. Etwas anderes könnte sich aus dem Arbeits- oder Tarifvertrag ergeben. Hierfür bietet Ihr Sachverhalt aber keine Anhaltspunkte.

b)
Die Angabe von Gründen ist bei einer ordentlichen Kündigung nicht notwendig. Etwas anderes würde z.B. bei einer verhaltensbedingten Kündigung gelten. Dann wären die Gründe anzugeben.

c)
Wenn Sie freigestellt worden sind, müssen Sie Ihre Arbeitskraft nicht mehr anbieten. Dann kann auf Ihr Fernbleiben keine Kündigung gestützt werden. Sie könnten allerdings in Beweisschwierigkeiten geraten, da die Freistellung nur mündlich erfolgt ist.


Ich denke, diese Fragen können Sie im Rahmen der von Ihnen eingereichten Klage vor Gericht klären. Der Richter wird hierzu seine Meinung äußern.