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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 21581
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Ich bekam von einer Institution, an der ich bereits im vorigen

Kundenfrage

Ich bekam von einer Institution, an der ich bereits im vorigen Jahr für ein Projekt tätig war, telefonisch 2 weitere Jobs angeboten und sagte diese schriftlich zu.
Im Nachhinein teilte man mir mit, dass meine Gehaltsvorstellungen abgelehnt wurden – sagte jedoch auch zu keiner Zeit ab. Meine Gehaltsvorstellungen hatte ich auch nicht benannt, sondern es ist üblich, dass man für die gleiche Tätigkeit auch den gleichen Lohn erhält, der ja bereits im Jahr zuvor vereinbart wurde. Andernfalls hätte man ein geringeres Gehalt begründen und ein entsprechendes Angebot unterbreiten müssen – so nicht geschehen.
Da zu keiner Zeit abgesagt wurde erachte ich den Vertrag als bestehend und gültig.

Wie stehen meine Chancen, entweder den Vertrag einzufordern oder ein Ausfallhonorar zu erhalten?
Und muss ich vorsorglich meine Arbeitskraft erneut anbieten? – Vermutlich nicht, da ja nicht gekündigt bzw. abgesagt wurde.

Vielen Dank XXXXX XXXXX und mit freundlichen Grüßen
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

um Missverständnisse auszuschließen, muss ich zunächst nachfragen: Sie erwähnen die Branchenüblichkeit des Gehalts (gleiche Tätigkeit = gleicher Lohn) - war denn bei Annahme des Angebotes durch Sie ein geringeres Gehalt Gegenstand der Vertragsgespräche?


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Sie können auf Einhaltung der Verträge bestehen, wenn und soweit nicht im Zuge der Vertragsverhandlungen von einem geringeren Gehalt für die Nebenjobs die Rede war.

Entscheidend ist vorliegend, dass das Angebot nur so zu verstehen war, dass die Nebentätigkeiten - wie es hier der Branchenüblichkeit entspricht - zu den bereits zuvor ausgehandleten Vergütungskonditionen zu übernehmen sein sollten.

Entgegenstehende Anhaltspunkte sind den Vertragsverhandlungen mit der Gegenseite nicht zu entnehmen mit der Folge, dass die auch bisher maßgebliche Vergütung zugrunde zu legen ist.

Sie können demgemäß auf Vertragserfüllung bestehen, müssen allerdings Ihre Arbeitskraft auch weiterhin anbieten, um sich Ihren Vergütungsanspruch zu erhalten.


Geben Sie bitte eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben, denn nur so erhalte ich die für die Rechtsberatung vorgesehene Vergütung.

Sie bewerten, indem Sie einmal entweder auf "Frage beantwortet" oder auf "Informativ und hilfreich" oder auf "Toller Service" klicken.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Besteht noch Klärungsbedarf? Gerne können Sie nachfragen über "Antworten Sie dem Experten".

Soweit das nicht der Fall ist, darf ich um die Abgabe einer positiven Bewertung bitten.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Um das Ganze noch einmal ganz klar zu formulieren: das Angebot wurde telefonisch an mich herangetragen, es befindet sich noch in der Speicherung - ich habe das Angebot schriftlich zugesagt - es sollten lediglich die Konditionen geklärt werden, obwohl diese bereits aus dem Vorjahr ausgehandelt und demzufolge klar waren. - Es ahndelt sich im Übrigen um eine Assiatenz - ich habe es noch nirgendwo erlebt, dass ich zu einem späteren Zeitpunkt weniger Gage erhielt - im Gegenteil, denn man wird nur wieder engagiert, wenn die leistung stimmt...


 


Wie lange habe ich Zeit, das Ganze geltend zu machen? Gibt es hier Fristen zu beachten?


 

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Vielen Dank für Ihre klarstellende Rückmeldung.

Vorliegend hat die Vereinbarung Rechtswirksamkeit entfaltet, wenn Sie das fermündliche Angebot schriftlich angenommen haben.

Dabei lagen der vertraglichen Einigung auch - wie eingangs dargelegt - die bereist einvernehmlich im Vorjahr ausgehandelten Vertragskonditionen (also auch die Höhe der Vergütung) zugrunde, denn aus Art und Umfang des Angebots ergab sich hier nichts Gegenteiliges.

Sie können daher auch Vertragserfüllung zu den entsprechenden Gehaltsbedingungen einfordern.

Grundsätzlich verjährt Ihr diesbezüglicher Vergütungsanspruch erst in drei Jahren (§ 195 BGB). Soweit Sie also Ihre Arbeitsleistung anbieten, wäre dies die für Sie maßgebliche Frist.


Geben Sie bitte eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben, denn nur so erhalte ich die für die Rechtsberatung vorgesehene Vergütung.

Sie bewerten, indem Sie einmal entweder auf "Frage beantwortet" oder auf "Informativ und hilfreich" oder auf "Toller Service" klicken.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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