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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26578
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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Ich würde gerne wissen, ob für ein Kind, jetzt 7 Jahre alt,

Kundenfrage

Ich würde gerne wissen, ob für ein Kind, jetzt 7 Jahre alt, die Möglichkeit besteht sich von einem Anwalt vertreten zu lassen. Meine Enkelin möchte endlich mal ernsthaft angehört werden und seine Wünsche und Vorstellungen betreffs des Umgangsrechts loswerden.

Mit freundlichen Grüßen

Regina Glock
[email protected]
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Ja, natürlich.

Die Bestellung eines sogenannten Anwalt des Kindes (=Verfahrenspfleger) ist in § 50 FGG geregelt.

Das Familiengericht muss dann einen Verfahrenspfleger bestellen, wenn "das Interesse des Kindes zu dem seiner gesetzlichen Vertreten in erheblichen Gegensatz steht.

Ist dies der Fall so ordnet das Familiengericht dem Kind einen Verfahrenspfleger von Amts wegen bei.

Von einem derartigen Interessengegensatz ist dann auszugehen, wenn eine Frontstellung zwischen dem Kind einerseits und den Eltern andererseits festzustellen ist. (vgl. OLG Frankfurt a.M., FamRZ 1999, FAMRZ Jahr 1999 Seite 1293 [FAMRZ Jahr 1999 Seite 1294]).

Dies ist dann anzunehmen, wenn beispielsweise bei einem Umgangsverfahren bezüglich der Großeltern sich die Vorstellungen des Kindes nicht mit denen der Eltern decken, also wenn die Eltern den Umgang nicht wollen, das Kind aber schon.

Die Großeltern können in diesem Fall beim Familiengericht einen Antrag auf Beiordnung eines Verfahrenspflegers für das Kind stellen.

Dieser Verfahrenspfleger ist dann ausschließlich dafür da dass die Rechte des Kindes gewahrt werden und das Kind vor Gericht Gehör findet.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt