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Olaf Götz
Olaf Götz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2909
Erfahrung:  Fachanwalt für Sozialrecht
48877684
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Olaf Götz ist jetzt online.

Sehr geehrte Anwälte, meine Tochter ist am 20.08.2011 geboren,damals

Kundenfrage

Sehr geehrte Anwälte,
meine Tochter ist am 20.08.2011 geboren,damals bekam ich nur 300,00 Elterngeld um nicht Gefahr zu laufen etwas zurückzahlen zu müssen.
Da ich selbständig bin kann mein Elterngeld erst nach der Gewinnermittlung 2012 ermittelt werden.Nun habe ich die Unterlagen eingereicht Gewinnermittlung 2010,2011 und 2012.
Leider kann der Mitarbeiter vom Jugendamt damit nichts anfangen.Deshalb müsste ich nun eine zusätzliche, monatliche, Kosten aufwendige Gewinnermittlung erstellen lassen, für die 12 Monate vor und nach der Geburt meiner Tochter.Das hat mir leider vorher keiner gesagt,obwohl ich extra da vorgesprochen habe.Muss ich tatsächlich diese Gewinnermittlung erstellen lassen,dann lohnt sich der Aufwand für mich wenig.(Mein Gewinn für 2010 lag bei 10,092,51 Einnahmen 22.991,53 und Gewinn 2011 bei 14.823,81 Einnahmen 30.674,99 und Gewinn 2012 bei 9.088,25 Einnahmen 16.993,25.)Gibt es nicht eine andere Möglichkeit?
Das zweite Problem ist das ich 12 Monate nach der Geburt meiner Tochter nicht gearbeitet habe,hatte aber verspätete / angemahnte Zahlungseingänge von Aufträgen die ich vor der Geburt meiner Tochter verdient habe.Somit sieht es für das Jugendamt so aus als hätte ich schon zwei Tage nach der Geburt meiner Tochter wieder angefangen zu arbeiten.Dies ist für das Jugendamt unwichtig laut der Aussage des Mitarbeiters.Wichtig ist zu sehen welche Zahlungseingänge ich nach der Geburt meiner Tochter auf dem Konto hatte.Diese werden mir dann auf das Elterngeld angerechnet.
Die dritte Frage wäre warum wird das Eltern vom Gewinn und nicht von den Einnahmen berechnet.Denn in der Zeit nach der Geburt meiner Tochter habe ich mein Gewerbe nicht abgemeldet und die ganzen Kosten fürs Gewerbe liefen weiter, diese werden nicht nur vom Gewinn allein bezahlt.
Ich bedanke XXXXX XXXXX vor raus.
Mfg
Lilli Sayin
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Ratsuchende,

 

1.

wenn Sie mit den 300 Euro Elterngeld nicht zufrieden sind, müssen Sie leider diese komplizierte und leider nicht mit der Steuererklärung deckungsgleiche Gewinnermittlung durchführen. Das Gesetz ist in diesem Punkt tatsächlich nicht sehr unternehmerfreundlich. Ich stand bei meiner Tochter als Rechtsanwalt vor dem gleichen Problem. Sie müssen abwägen, ob es Ihnen die Sache wert ist und auch wirtschaftlich annähernd Sinn macht, also selbst schon einmal die Monate grob durchrechnen.

 

2.

Maßgeblich ist in der Tat der Zufluss des Geldes. Deswegen ist es sinnvoll, derartige Zuflüsse im Vorhinein ggf. etwas zu steuern. Als Unternehmer gibt es hier ja immer Spielräume.

Dass Sie in der Zeit tatsächlich nicht bzw. weniger gearbeitet haben, lässt sich im Zweifel ja leicht erklären und durch Angaben von Kunden und Arbeitskollegen leicht belegen. Hier wäre es für das Jugendamt wenig ergiebig, ein Faß aufzumachen, wenn es keine widersprüchlichen Angaben gibt.

 


Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

 

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben, geben Sie bitte eine positive oder neutrale Bewertung ab, denn nur dann erfolgt die Vergütung für die anwaltliche Beratung.


Mit freundlichen Grüßen

 

 

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