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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 19810
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

mein mann hat heute morgen um 7:28 seinen ag darüber informiert,

Kundenfrage

mein mann hat heute morgen um 7:28 seinen ag darüber informiert, dass er zu arzt muss aufgrund einer allergischen reaktion...er bekam dann auch eine krankschreibung...als er am nachmittag in der firma war um den krankenschein abzugeben wurde ihm mitgeteilt, dass heute eine kündigung an ihn raus ging...ist das rechtens?
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Nein, das ist nicht rechtens: Ihr Mann ist vielmehr sämtlichen gesetzlichen Pflichten aus § 5 EntGFzG, die für einen erkrankten Arbeitnehmer gelten, erfüllt:

http://www.gesetze-im-internet.de/entgfg/__5.html

Ihr Mann hat sich umgehend heute früh bei seinem AG gemeldet und diesem mitgeteilt, dass er krank ist. Schließlich war Ihr Mann in dem Betrieb, um seinen Krankenschein dort abzugeben. Damit ist er sämtlichen Anzeige- und Nachweispflichten, die das Gesetz in § 5 EntGFzG verlangt, nachgekommen.

Ihr Mann sollte daher zunächst, unter Berufung darauf, dass er sich vollkommen korrekt und ordnungsgemäß verhalten hat, die Rücknahme der Kündigung von dem AG fordern.

Sollte der AG dennoch an seiner unrechtmäßigen Kündigung festhalten, so sollte Ihr Mann die Kündigungsschutzklage zum Arbeitsgericht erheben.

Diese Klage muss Ihr Mann spätestens drei Wochen nach Zugang der schriftlichen Kündigung bei dem Gericht erheben.



Geben Sie bitte eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben, denn nur so erhalte ich die für die Rechtsberatung vorgesehene Vergütung.

Sie bewerten, indem Sie einmal entweder auf "Frage beantwortet" oder auf "Informativ und hilfreich" oder auf "Toller Service" klicken.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Besteht noch Klärungsbedarf? Gerne können Sie nachfragen über "Antworten Sie dem Experten".

Soweit das nicht der Fall ist, darf ich um die Abgabe einer positiven Bewertung bitten.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

haben sie meine erneute frage erhalten?

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.

Es tut mir Leid, aber ich habe Ihre Nachfrage nicht erhalten - es gibt derzeit technische Probleme auf der Seite, für die ich um Ihre Nachsicht bitte.

Seien Sie bitte so freundlich, und senden Sie mir Ihre Nachfrage noch einmal.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

also er ist seid dem 2.4.13 bei der zeitarbeitsfirma axiom als maler angestellt...arbeiten tut er tatsächlich als tischler was ihm nie gesagt wurde...er war heute von 6:30 bis 7:28 (bis zum anruf) dort noch arbeiten bis diese allergische reaktion kam...angeblich haben noch andere eine kündigung erhalten...


ich sehe da eher probleme weil er noch in der probezeit ist und es eine zeitarbeitsfirma ist...

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung - und entschuldigen Sie nochmals die technischen Probleme.

Wenn Ihr Mann sich noch in der Probezeit befindet, ist in der Tat eine Kündigung durch den AG möglich.

Grundsätzlich braucht ein AG auch keinen besonderen Kündigungsgrund, es sei denn, der AN ist in einem Betrieb mit mindestens zehn Vollzeittätigen beschäftigt. Dann greift das KSChG (Kündigungsschutzgesetz), und der AG benötigt einen Kündigungsgrund.

Allerdings: Generell gilt im Kündigungsrecht, dass eine Kündigung nicht willkürlich und ohne greifbaren Anlass erfolgen darf. Wenn es im Falle Ihres Mannes daher so sein sollte, dass ihm wegen seiner Krankmeldung gekündigt worden sein sollte, dann wäre diese Kündigung in jedem Fall nicht rechtens, da Ihr Mann sich nichts vorzuwerfen hat und seinen Melde- und Nachweispflichten nachgekommen ist.

Ich rate Ihrem Mann daher an, sich nach dem Kündigungsgrund zu erkundigen. Sollte ihm wegen der Krankheit gekündigt worden sein, so sollte Ihr Mann in jedem Fall die eingangs erwähnte Kündigungsschutzklage erheben, denn dann wäre die Kündigung nicht rechtens.


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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

also dort sind definitiv mehr als 10 mitarbeiter...


kann der ag darauf bestehen, dass mein mann seinen resturlaub nimmt?

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Wie ich gerade bei nochmaligem Lesen Ihrer Anfrage feststelle, ist Ihr Mann erst seit April diesen Jahres in dem Betrieb beschäftigt (ich hatte zunächst gelesen 02.04.12). Damit hat er leider die erforderliche Wartezeit von sechs Monaten noch nicht zurückgelegt, die die Anwendbarkeit des KSchG voraussetzt.

Dennoch bleibt eine Kündigungsschutzklage wegen willkürlicher Kündigung (aufgrund der Erkrankung) möglich - insoweit gilt das oben Ausgeführte.

Zum Resturlaub:

Die einseitige Anordnung von Urlaub gegen den Willen der Arbeitnehmer setzt stets dringende betriebliche Belange voraus. Diese könnte dann der Fall sein, wenn wegen zeitgleicher Betriebsferien beim alleinigen Lieferanten keine sinnvolle Arbeit im Betrieb mehr möglich ist. Kein Recht zur Anordnung von Zwangsurlaub hat der Arbeitgeber jedoch bei Auftragsmangel oder Betriebsablaufstörungen, denn diese zählen immer zum Betriebsrisiko des AG.

Der AG kann also von Ihrem Mann nur dann verlangen, Resturlaub zu nehmen, wenn er hierfür auch entsprechende dringende betriebliche Belange glaubhaft machen kann.



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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Besteht noch Klärungsbedarf? Gerne können Sie nachfragen über "Antworten Sie dem Experten".

Soweit das nicht der Fall ist, darf ich um die Abgabe einer positiven Bewertung bitten.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Seien Sie bitte so fair, und geben Sie eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben, denn nur so erhalte ich die für die Rechtsberatung vorgesehene Vergütung.

Ihre Anfrage ist ausführlich mit einem für Sie günstigen Ergebnis beantwortet worden.

Haben Sie Nachfragen, stellen Sie diese bitte. Ansonsten ersuche ich Sie nochmals höflich, so fair zu sein, eine positive Bewertung abzugeben, damit eine Bezahlung für die in Anspruch genommene Rechtsberatung erfolgen kann.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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