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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16768
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Hier meine Frage: Es geht um Stückgut - Offerte zwischen Spedition

Kundenfrage

Hier meine Frage: Es geht um Stückgut - Offerte zwischen Spedition und Absender,
dass 220kg/Pal ein Stellplatz 40,-- Euro kosten.
1 Stellplatz = 2 Europaletten. Der Anwender des Onlineportals( Kunde des Spediteuers) hat sich hier vertan und
statt 220 kg pro Stellplatz 220 kg pro Palette angegeben. Dieses hat die Spedition erst nach
5 Monaten gemerkt und möchte jetzt die Differenz nachträglich noch in Rechnung stellen,
ist dieses überhaupt erlaubt. Die Leistungen von Januar bis April wurden ja bereits vom
Speditieur berechnet und vom Kunden bezahlt.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:


Der Kunde kann gegebenenfalls wegen Irrtums anfechten



Hier kommt es darauf an, ob die Berechnungsgrundlagen offen gelegt wurden, d.h ob man merken konnte, dass sich der Kunde des Spediteurs verrechnet hatte.



Wurden die Berechnungsgrundlagen offen gelegt und konnte man daher den Rechenweg nachvollziehen, ist es möglich, sich von dem Vertrag durch Anfechtung zu lösen.



Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen

Bitte fragen Sie sehr gerne nach

ES ist ein Fall des § 119 I BGB, Anfechtung wegen Irrtums



Wurden die Berechnungsgrundlagen hingegen nicht offen gelegt, sondern nur das Ergebnis mitgeteilt, handelt es sich um einen versteckten Kalkulationsirrtum bei dem ein sich Lösen von dem Vertrag durch Anfechtung nicht möglich ist













Mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Die Rechnung hat der Spediteur ausgestellt, er hat auch die Versandpapiere gesehen,


ich verstehe nicht, was mit Anfechtung wegen Irrtums gemeint ist.


Müssen wir als Kunde des Spedituers die Nachforderung bezahlen?

Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


es ist ein Vertrag zustande gekommen mit dem vom Spediteur genannten Preis.


Dieser Vertrag gilt erst einmal


Es ist jedoch möglich unter den Voraussetzungen,die ich Ihnen oben genannt habe, sich von dem Vertrag zu lösen, d.h. ihn anzufechten


Das hat der Spediteur nicht getan sondern er hat nur die Differenz gefordert.


Wenn er nicht binnen spätestens 14 Tagen nach dem er seinen Irrtum bemerkt hat Ihnen gegenüber die Anfechtung des Vertrags erklärt hat gilt der Vertrag

Er selbst hat ja die Rechnung ausgestellt


Sie müssen also nichts nachzahlen



Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen
Bitte fragen Sie sehr gerne nach



wenn ich Ihnen helfen konnte bitte ich höflich um positive Bewertung

vielen Dank