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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26348
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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wenn in der teilungserklärung gemäß § 8 Wohnungseigentumsgesetz

Kundenfrage

wenn in der teilungserklärung gemäß § 8 Wohnungseigentumsgesetz einer Eigentumswohnung / einheit und im Grundbuch diese Einheit nicht als Wohnung sondern als Atelier eingetragen ist , kann dieses Atelier wie eine Wohnung gesehen werden, also bewohnt oder vermietet werden oder darf sie nicht ständig bewohnt werden. Was bedeutet in diesem Sinne "Atelier"?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Es handelt sich bei dieser Beschreibung um eine Gebrauchsregelung der Wohneinheit, also um eine Zweckbestimmung.

Der Begriff Atelier bedeutet eigentlich eine Nutzung als (Künstler-)werkstatt und keine Nutzung zu Wohnzwecken.

ABER:

Widerspricht der vom Wohnungseigentümer praktizierte Gebrauch der Zweckbestimmung (Nutzung des Ateliers zu Wohnzwecken, begründet dies allein noch keinen Unterlassungsanspruch. Die übrigen Wohnungseigentümer können nur dann Unterlassung des zweckbestimmungswidrigen Gebrauchs verlangen, wenn dieser mehr stört als der zweckbestimmungsgemäße Gebrauch.

Das bedeutet, auch wenn die Einheit als Atelier eingetragen ist, so dürfen Sie Sie dennoch ständig bewohnen oder auch vermieten, da die Nutzung zu Wohnzwecken keine größere Störung mit sich bringt als eine Nutzung als Atelier.(BayObLG 2Z BR 60/01, ZWE 2002, 35; 2Z BR 130/93, WuM 1994, 222; OLG Köln 16 Wx 128/02, NZM 2003, 115.).

Die Rechtsprechung hat hierzu entschieden, dass bei einem Atelier beispielsweise die Nutzung als "Bier-, Kaffee- und Brotzeitstüberl" unzulässig ist.(BayObLG BReg 2 Z 51/84, WuM 1985, 234.).

Das Atelier darf daher als Wohnung dauerhaft genutzt werden.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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