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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Muss der Vater aus Ludwigsfelde das Kind immer von der Mutter

Kundenfrage

Muss der Vater aus Ludwigsfelde das Kind immer von der Mutter aus Leibzig abholen?? Dadurch hat das Kind immer nur eine Ùbernachtung weil der Vater abends so lange arbeiten muss. Die Mama hat Freitags immer frei und könnte das Kind zu der Verlobten nach Ludwigsfelde bringen.
Die Verlobte ist zu Hause und hat auch schon oft genug das Kind aus Leibzig abgeholt.
Die Kindesmutter ist von NRW nach Leibzig gezogen. Erst nach dem Tot vom Vater des Kindesvater ist der Vater nach Ludwigsfelde gezogen.
Bitte helfen sie mir......ich mag den satz " der Vater ist verpflichtet das Kind zu holen nicht mehr hören" zumal sie fremd gegangen ist und nicht der Vater.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt beantworte.

Vorliegend hat die Kindesmutter eigenständig eine erhebliche räumliche Distanz zwischen dem Kind und dem Kindesvater hergestellt, so dass hier die Rechtsprechung mindestens auf Mitwirkung der Kindesmutter zur Realisierung des Umgangs sieht.

Hier ist es natürlich immer so, dass diese Verfahren Einzelfallentscheidungen sind, eine generelle Regel, dass der Kindesvater das Kind holen und bringen muss, oder dass die Kindesmutter das Kind holen und bringen muss, gibt es hier nicht.

So hat das OLG Dresden mit folgender Entscheidung festgestellt, dass der Kindesvater nicht verpflichtet ist, das Kind wieder zur Mutter in eine andere Stadt zurückzubringen. Eine Abholpflicht hingegen sieht das Gericht schon. Oberlandesgerichtes Dresden, Beschluss vom 07.02.2005, Az. 20 UF 896/04,

Eine Mitwirkungspflicht sieht hingegen das Oberlandesgericht Schleswig.

Der sorgeberechtigte Elternteil, der durch seinen Umzug eine erhebliche räumliche Distanz der Kinder zum Umgangsberechtigten geschaffen hat, hat die Pflicht, sich an dem zeitlichen und organisatorischen Aufwand bei der Ausübung des Umgangsrechts zu beteiligen.

Entscheidung des OLG Schleswig vom 03.02.2006, Az: 13 UF 135/05

In Ihrem Fall geht es offenbar darum, dass der Umgang zeitlich nicht angemessen ist, weil die Abholmöglichkeiten für den Kindesvater nicht gegeben sind. Insoweit sehe ich die Erfolgschancen bei einem familiengerichten Umgangsverfahren sehr gut, dass man der Kindesmutter die Mitwirkungspflicht auferlegt, dass sie das Kind zum Vater bringen muss und er es dann wieder zurückbringt.

Hierfür ist es allerdings erforderlich, wenn die Kindesmutter nicht freiwillig einlenkt und hierzu kann das Jugendamt Leipzig vermittelnd in Anspruch genommen werden, ein Umgangsverfahren vor dem Familiengericht Leipzig zu führen und hier die Mitwirkungspflicht der Kindesmutter feststellen zu lassen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung verschaffen. Gerne stehe ich für Rückfragen zur Verfügung. Über eine positive Bewertung für meine Beratung würde ich mich sehr freuen.

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt beantworte.

Vorliegend hat die Kindesmutter eigenständig eine erhebliche räumliche Distanz zwischen dem Kind und dem Kindesvater hergestellt, so dass hier die Rechtsprechung mindestens auf Mitwirkung der Kindesmutter zur Realisierung des Umgangs sieht.

Hier ist es natürlich immer so, dass diese Verfahren Einzelfallentscheidungen sind, eine generelle Regel, dass der Kindesvater das Kind holen und bringen muss, oder dass die Kindesmutter das Kind holen und bringen muss, gibt es hier nicht.

So hat das OLG Dresden mit folgender Entscheidung festgestellt, dass der Kindesvater nicht verpflichtet ist, das Kind wieder zur Mutter in eine andere Stadt zurückzubringen. Eine Abholpflicht hingegen sieht das Gericht schon. Oberlandesgerichtes Dresden, Beschluss vom 07.02.2005, Az. 20 UF 896/04,

Eine Mitwirkungspflicht sieht hingegen das Oberlandesgericht Schleswig.

Der sorgeberechtigte Elternteil, der durch seinen Umzug eine erhebliche räumliche Distanz der Kinder zum Umgangsberechtigten geschaffen hat, hat die Pflicht, sich an dem zeitlichen und organisatorischen Aufwand bei der Ausübung des Umgangsrechts zu beteiligen.

Entscheidung des OLG Schleswig vom 03.02.2006, Az: 13 UF 135/05

In Ihrem Fall geht es offenbar darum, dass der Umgang zeitlich nicht angemessen ist, weil die Abholmöglichkeiten für den Kindesvater nicht gegeben sind. Insoweit sehe ich die Erfolgschancen bei einem familiengerichten Umgangsverfahren sehr gut, dass man der Kindesmutter die Mitwirkungspflicht auferlegt, dass sie das Kind zum Vater bringen muss und er es dann wieder zurückbringt.

Hierfür ist es allerdings erforderlich, wenn die Kindesmutter nicht freiwillig einlenkt und hierzu kann das Jugendamt Leipzig vermittelnd in Anspruch genommen werden, ein Umgangsverfahren vor dem Familiengericht Leipzig zu führen und hier die Mitwirkungspflicht der Kindesmutter feststellen zu lassen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung verschaffen. Gerne stehe ich für Rückfragen zur Verfügung. Über eine positive Bewertung für meine Beratung würde ich mich sehr freuen.


Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage, die ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt beantworte.

Vorliegend hat die Kindesmutter eigenständig eine erhebliche räumliche Distanz zwischen dem Kind und dem Kindesvater hergestellt, so dass hier die Rechtsprechung mindestens auf Mitwirkung der Kindesmutter zur Realisierung des Umgangs sieht.

Hier ist es natürlich immer so, dass diese Verfahren Einzelfallentscheidungen sind, eine generelle Regel, dass der Kindesvater das Kind holen und bringen muss, oder dass die Kindesmutter das Kind holen und bringen muss, gibt es hier nicht.

So hat das OLG Dresden mit folgender Entscheidung festgestellt, dass der Kindesvater nicht verpflichtet ist, das Kind wieder zur Mutter in eine andere Stadt zurückzubringen. Eine Abholpflicht hingegen sieht das Gericht schon. Oberlandesgerichtes Dresden, Beschluss vom 07.02.2005, Az. 20 UF 896/04,

Eine Mitwirkungspflicht sieht hingegen das Oberlandesgericht Schleswig.
Der sorgeberechtigte Elternteil, der durch seinen Umzug eine erhebliche räumliche Distanz der Kinder zum Umgangsberechtigten geschaffen hat, hat die Pflicht, sich an dem zeitlichen und organisatorischen Aufwand bei der Ausübung des Umgangsrechts zu beteiligen.
Entscheidung des OLG Schleswig vom 03.02.2006, Az: 13 UF 135/05

In Ihrem Fall geht es offenbar darum, dass der Umgang zeitlich nicht angemessen ist, weil die Abholmöglichkeiten für den Kindesvater nicht gegeben sind. Insoweit sehe ich die Erfolgschancen bei einem familiengerichten Umgangsverfahren sehr gut, dass man der Kindesmutter die Mitwirkungspflicht auferlegt, dass sie das Kind zum Vater bringen muss und er es dann wieder zurückbringt.

Hierfür ist es allerdings erforderlich, wenn die Kindesmutter nicht freiwillig einlenkt und hierzu kann das Jugendamt Leipzig vermittelnd in Anspruch genommen werden, ein Umgangsverfahren vor dem Familiengericht Leipzig zu führen und hier die Mitwirkungspflicht der Kindesmutter feststellen zu lassen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung verschaffen. Gerne stehe ich für Rückfragen zur Verfügung. Über eine positive Bewertung für meine Beratung würde ich mich sehr freuen.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.

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