So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Rechtsanwalt Ch...
Rechtsanwalt Christian Joachim
Rechtsanwalt Christian Joachim, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3164
Erfahrung:  Staatsexamen, Zulassung als Rechtsanwalt, Mediator
30639152
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Rechtsanwalt Christian Joachim ist jetzt online.

Ich, selbstständiger Unternehmensberater, habe im Juli des

Kundenfrage

Ich, selbstständiger Unternehmensberater, habe im Juli des Jahres 2012 über eine geschäftliche Emp-fehlung meinerseits, ein neues Beratungsmandat erhalten bzw. entgegengenommen. Inhaltlich ging es um eine Unternehmensbewertung eines Projektes im Bereich Gastankstellen in Ostdeutschland. Im Rahmen eines ersten persönlichen Treffens mit meiner Klienten in Berlin wurden die Rahmenbe-dingungen (Zeitrahmen, Kosten, Projektumfang etc.) persönlich geklärt und man einigte sich mündlich auf eine Zusammenarbeit. Ende Juli 2012 wurde mir schließlich ein Kostenvorschuss in Höhe von 27.500 € auf mein Geschäftskonto überwiesen. Projektrelevante Unterlagen wurden mir jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt postalisch zugestellt und die entsprechende Mitwirkung und Kommunikation mit meiner Klienten war von Anfang an nur sehr dürftig. Gleichzeitig hat meine Klientin von Anfang an die Art und Weise meiner Tätigkeit immer wieder kritisiert, die Zusammenarbeit beenden, wollte Sie jedoch nicht. Seit Oktober 2012 hat sich meine Klientin dann überhaupt nicht mehr bei mir gemeldet und ebenfalls auf meine Telefonate, E-Mails etc. auch nicht mehr geantwortet. Vor ca. einer Woche (Juni 2013), d.h. erstmals wieder acht Monate später, rief sie mich nun an und teilte mir mit, dass sie das entsprechende Honorar zurückerstattet haben möchte. Meine Frage nun: bin ich zu einer Rückerstattung ganz oder teilweise hier verpflichtet? Bedauerlicherweise wurde nie ein schriftlicher Vertrag geschlossen.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst darf ich ihre Frage unter Zugrundelegung ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Ein Vertragsschluss muss vorliegend nicht unbedingt schriftlich erfolgen, er kann auch mündlich, wonach hier, sofern keine separaten Vereinbarungen getroffen worden sind, die Kündigung des Vertrages sich nach den gesetzlichen Vorschriften, hier nach § 621 BGB richtet. Danach wäre also eine Kündigung des Vertrages ohne weiteres möglich.

Da es hier keine schriftlichen Vereinbarungen gegeben hat, wäre sodann zunächst zu eruieren, welche Summe Sie für die Tätigkeit insgesamt hätten erhalten können (Stundensatz oder Gesamtsumme) sowie welche Tätigkeit bisher von Ihnen vorgenommen worden ist.

Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit dürften sie für die bereits getätigten Arbeiten einen entsprechenden Anspruch besitzen, sofern die Arbeit hier entsprechend den vertraglichen Vorgaben erfolgt ist. Zudem wäre gegebenenfalls der Gegenseite die schlechte Mitwirkung zuzurechnen, wonach ein möglicher Schadenersatz in der Höhe geltend gemacht werden könnte, was Sie an Vergütung bis zur Kündigung erhalten hätten können, wenn die Zusammenarbeit ordnungsgemäß erfolgt wäre. Hier müssen Sie allerdings nachweisen, dass entsprechende Unterlagen trotz Fristsetzung nicht übersandt worden sind et cetera, also Ihnen konkret ein Schaden entstanden ist.

Insgesamt dürfte es daher sehr schwierig werden, die Bestandteile herauszufiltern, die ihnen letztlich zustehen, insbesondere wenn eine Grundlage dafür fehlt, in welchem Umfang eine Vergütung zu zahlen gewesen wäre.

Ich würde hier vorschlagen, der Gegenseite ein Vergleichsangebot zu machen, also eine berechtigte Summe einzubehalten und gegebenenfalls den Rest auszubezahlen, wenn hier noch ein Restbetrag nach ihrer Ansicht auszukehren wäre, also die von Ihnen dargestellte Tätigkeit den Gesamtbetrag noch nicht aufgebraucht hätte.

Konnte ich Ihnen zunächst weiterhelfen? Gerne können Sie sich weiter an mich wenden. Für ihre positive Bewertung bedanke ich mich im Voraus.

Viele Grüße