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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 22077
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag Herr Hüttemann,Ich habe eine Frage und zwar habe

Kundenfrage

Guten Tag Herr Hüttemann,
Ich habe eine Frage und zwar habe ich für eine Immobilie eine Kaufzusage unterzeichnet, diese würde auch von der Marklerin, als auch dem Verkäufer unterzeichnet. Jetzt hat die Marklerin ein besseres Angebot eines weiteren Käufers und sagt mir das mein Angebot nicht mehr gültig und der Verkäufer entscheiden muss welches Angebot er nun nimmt.Grundsätzlich gilt ja nur eine notarielle Beurkundung als rechtlich relevant. Was ist mit einer 6 wöchigen Gültigkeit des Angebots?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Die von Ihnen, dem Verkäufer und der Maklerin unterzeichnete Vereinbarung ist rechtlich bindend: Es bedarf zur rechtlichen Bindungswirkung auch nicht der notariellen Beurkundung.

Zwar bedarf der Kaufvertrag über den Erwerb eines Grundstückes der notariellen Beurkundung (§ 311 b BGB) - nicht aber (wie hier) bedarf eine Kaufzusage, bzw. eine vertragliche Vereinbarung der vorliegenden Art der notariellen Beurkundung.

Die Vereinbarung, die Sie mit dem Verkäufer geschlossen haben, ist daher rechtlich verbindlich. Der Verkäufer kann sich von dieser Vereinbarung auch nicht mehr einseitig lossagen oder diese für hinfällig erklären. Etwas anderes würde nur dann gelten, wenn er sich in der Vereinbarung ausdrücklich einen Rücktrittsvorbehalt ausbedungen hätte - wovon ich nach Ihren Angaben aber nicht ausgehe.

Die Ansicht der Maklerin ist daher unzutreffend: Der Verkäufer ist/war nicht mehr frei, mit einem anderen Käufer den Vertrag abzuschließen. Er ist an die Vereinbarung mit Ihnen gebunden. Weigert er sich, die Vereinbarung zu erfüllen und an Sie zu verkaufen, so können Sie ihn erforderlichenfalls gerichtlich auf Einhaltung der Vereinbarung in Anspruch nehmen.



Geben Sie bitte eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben, denn nur so erhalte ich die für die Rechtsberatung vorgesehene Vergütung.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Die von Ihnen, dem Verkäufer und der Maklerin unterzeichnete Vereinbarung ist rechtlich bindend: Es bedarf zur rechtlichen Bindungswirkung auch nicht der notariellen Beurkundung.

Zwar bedarf der Kaufvertrag über den Erwerb eines Grundstückes der notariellen Beurkundung (§ 311 b BGB) - nicht aber (wie hier) bedarf eine Kaufzusage, bzw. eine vertragliche Vereinbarung der vorliegenden Art der notariellen Beurkundung.

Die Vereinbarung, die Sie mit dem Verkäufer geschlossen haben, ist daher rechtlich verbindlich. Der Verkäufer kann sich von dieser Vereinbarung auch nicht mehr einseitig lossagen oder diese für hinfällig erklären. Etwas anderes würde nur dann gelten, wenn er sich in der Vereinbarung ausdrücklich einen Rücktrittsvorbehalt ausbedungen hätte - wovon ich nach Ihren Angaben aber nicht ausgehe.

Die Ansicht der Maklerin ist daher unzutreffend: Der Verkäufer ist/war nicht mehr frei, mit einem anderen Käufer den Vertrag abzuschließen. Er ist an die Vereinbarung mit Ihnen gebunden. Weigert er sich, die Vereinbarung zu erfüllen und an Sie zu verkaufen, so können Sie ihn erforderlichenfalls gerichtlich auf Einhaltung der Vereinbarung in Anspruch nehmen.



Geben Sie bitte eine positive Bewertung ab, falls Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben, denn nur so erhalte ich die für die Rechtsberatung vorgesehene Vergütung.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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