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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, meine Tochter, 10 Jahre und

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Tochter, 10 Jahre und 7 Monate jung,
fuhr mit dem Fahrrad aus einer Hofeinfahrt auf die Strasse in ein fahrendes Auto.

Da sie einen Helm trug hatte sie auser Nasenbluten und einer Beule am Kopf keine Verletzungen.
Die Autofahrerin ist mir bekannt, und da ich dachte, dass weiter nichts passiert ist,
kam auch nicht die Polizei.

Jetzt eine Woche später bekomme ich einen Brief von einem Anwalt,
dass meine Tochter einen Schaden von 3500 € am Fahrzeug verursacht hat,
und ich diesen bis in 10 Tagen zahlen soll.

Da ich seit 3 Jahren Arbeitslos bin, habe ich zur Zeit keine Haftpflichtversicherung.

Muß ich den Schaden von meiner Tochter zahlen?

Kann ich im nachhinein noch eine Anzeige machen wegen Körperverletzung
oder Schmerzensgeld für meine Tochter.

Danke XXXXX XXXXX Antwort.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,


Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:

Sie als Elternteil haften nur dann für den Schaden Ihres Kindes, wenn Sie Ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Dies ist bei Ihrer Tochter aufgrund Ihrer Schilderung nicht der Fall, so dass Sie für den Unfallschaden nicht herangezogen werden können.

Zur Haftung Ihrer Tochter selbst, können Sie sich auf § 828 Abs. 2 BGB berufen und somit eine Haftung vermeiden.

Insbesondere sollten Sie die Gegenseite auf § 7 Straßenverkehrsordnung verweisen.

Selbstverständlich können Sie den Verkehrsunfall noch zur Anzeige bringen und auch Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche für Ihre Tochter geltend machen.

Ich empfehle Ihnen, sich beim Amtsgericht einen Beratungshilfeschein zu besorgen und damit einen Anwalt vor Ort mit Ihrer Vertretung zu beauftragen. Die Anwaltskosten werden dann von der Staatskasse übernommen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung verschaffen. Gerne stehe ich für Rückfragen zur Verfügung. Über eine positive Bewertung für meine Beratung würde ich mich sehr freuen. Ich wünsche Ihnen noch ein schönes Wochenende.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo Herr Rösemeier, Danke für die schnelle Antwort.

Meine Tochter ist allerdings schon 10 Jahre und 7 Monate

Geb.17.Okt.2002, so trifft doch § 828 Abs. 2 BGB gar nicht mehr zu, oder sehe ich das falsch ?

Haben Sie vielleicht zu § 7 STVO noch eine kurze Erklärung.

Danke für Ihre Antwort.


Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

bitte entschuldigen Sie, ich habe mich leider vertippt, Sie müssen sich auf § 828 Abs. 3 BGB berufen.

Bei Verkehrsunfällen mit Kindern geht das Gesetz davon aus, dass der Halter des Fahrzeuges grundsätzlich aufgrund der Betriebsgefahr gemäß § 7 Straßenverkehrsgesetz (StVG) haftet.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Über eine positive Bewertung würde ich mich sehr freuen.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragesteller,

bestehen noch Rückfragen? Gerne stehe ich Ihnen zur Verfügung.

Ansonsten bitte ich höflich um eine positive Bewertung für meine Beratung, da diese erst so vergütet wird.

Vielen Dank
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Sie haben meine Nachricht gelesen.

Leider haben Sie keine Bewertung hinterlassen. Ich darf Sie bitten, dies nunmehr nachzuholen.

Beachten Sie bitte, dass erst durch die Bewertung der antwortende Experte vergütet und Ihr bereits erbrachte Zahlung freigegeben wird.

Sollten Sie hierzu Fragen haben, können Sie diese gern stellen.

Bei technischen Problemen, geben Sie bitte ein Feedback.

Vielen Dank.