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RARobertWeber, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3267
Erfahrung:  Rechtsanwalt in Berlin
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Als "Enterbte" mit Pflichtteilsanspruch habe ich folgende Fr

Kundenfrage

Als "Enterbte" mit Pflichtteilsanspruch habe ich folgende Fragen:
1. Todesdatum meiner Mutter: 9.12.2012; Zugang der Abschrift des Testamentes: 25.05.2013; wann beginnt die dreijährige Verjährung?
2. Kann ich meinen Anspruch gegenüber meinem Vater als derzeitigem Alleinerbe selbst geltend machen oder ist es ratsam, einen Anwalt damit zu beauftragen?
3. Das Testament enthält eine Angabe zur Höhe des Vermögens: 60 000 €. Es existiert allerdings ein EFH, das mein Vater zusammen mit meinem Bruder und Familie bewohnt. Wie verbindlich ist die Angabe?

Vielen Dank XXXXX XXXXX Auskunft!
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

gemäß § 199 BGB beginnt die Verjährung in dem Moment, in dem Sie von dem Anspruch erfahren haben bzw. ihn hätten kennen müssen, sofern dieser Tag nach dem Todestag Ihrer Mutter liegt. Ansonsten ist der Todestag Ihrer Mutter entscheidend. Es kommt daher darauf an, ob Ihre Mutter Ihnen schon vor Zugang des Testamentes von der Alleinerbenstellung des Vaters erzählt hat oder nicht bzw. ob Sie schon vor Zugang der Abschrift des Testamentes Kenntnis von dem Inhalt hatten oder nicht.

Grundsätzlich können Sie den Anspruch auch alleine geltend machen. Wenn es jedoch ein komplizierter Sachverhalt ist oder der Alleinerbe Gegenwehr leistet, ist ein Anwalt sehr zu empfehlen. Spätestens vor Gericht sollten Sie einen Anwalt nehmen. Wenn der Anspruch mehr als € 5000 umfaßt, ist ein Anwalt vor Gericht Pflicht.

Die Angabe im Testament ist ein Richtwert für die Berechnung von Notars- und Gerichtsgebühren. Zusätzlich wird stets vermutet, dass die Angabe zutrifft. Allerdings ist diese Vermutung stets per Beweis widerlegbar. Wenn Sie also konkrete Hinweise darauf haben, dass das Vermögen größer ist als im Testament angegeben, können Sie diese Angabe im Testament stets widerlegen. Bezüglich des EFH ist eine Grundbucheinsicht dringend zu empfehlen.

Bitte stellen Sie solange Nach- und/oder Verständnisfragen, bis Sie zufrieden sind. Es ist nicht notwendig, die Antwort mit "Habe Rückfragen" zu bewerten, es reicht aus, die Rückfragen einfach zu stellen.

Wenn Sie keine Nach-/Verständnisfragen mehr haben und mit der Antwort zufrieden sind, bitte ich um eine positive Bewertung, um die Bezahlung zu ermöglichen.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.

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