So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RASchiessl.
RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26883
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Guten Morgen, wenn ich, berentete Beamtin, ein Bild verkaufen

Kundenfrage

Guten Morgen, wenn ich, berentete Beamtin, ein Bild verkaufen möchte und es bei meinem Arbeitgeber als Beleg mit Eurobetrag praktisch zu meiner Rente mitversteuere,
mein Arbeitgeber mir aber mitteilt, dass er meinen LOHNSTEUERAUSZUG möchte, ist das in Ordnung?

Ich denke, das geht sehr in die Persönlichkeitsrechte rein.... was ist richtig?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Darf ich Sie fragen:

Handelt es sich bei dem Verkauf um eine einmalige Angelegenheit?

Verkaufen Sie das Bild als Privatperson? (Selbstständig)

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

ich habe noch nichts verkauft, eben, weil ich darüber nichts weiß :).... und ja, ich bin Privatperson.


 


 

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

habe noch nichts verkauft


 


 

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

antwort--- nicht vorhanden...

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre freundliche Ergänzung.

Wenn es sich um einen einmaligen Verkauf (private Vermögensverwaltung) handelt, so fehlt es Ihnen an einer Gewinnerzielungsabsicht, so dass der Verkauf des Bildes als Privatgeschäft nicht steuerbar ist, Sie also die Veräußerung des Bildes nicht versteuern müssen.

Nach ständiger Rechtsprechung des BFH wird die Grenze von der privaten Vermögensverwaltung überschritten, wenn nach dem Gesamtbild der Betätigung Ihrerseits beabsichtigt ist auf Dauer am Geschäftsverkehr teilzunehmen mit der Absicht Waren gewinnbringend zu veräußern.

Daran fehlt es bei einem einmaligen Verkauf jedoch.

Selbst wenn Sie mit Gewinnerziehungsabsicht Bilder verkaufen würden, dann müssen Sie dies nicht über den Arbeitgeber versteuern. Sie erklären Ihre Einkünfte dann alleine vor dem Finanzamt und zahlen dorthin auch Ihre Steuern. Der Arbeitgeber hat mit der Versteuerung der Einnahmen aus dem Bildverkauf nichts zu tun. Sie müssen hier einzig und allein eine Erklärung gegenüber dem Finanzamt abgeben.

Wenn aber der Arbeitgeber Ihren Steuerbescheid möchte so hat dies einen anderen Hintergrund. Wenn Sie Einnahmen aus nichtselbstständiger Tätigkeit erzielen würden, dann können diese Einnahmen nach dem Beamtenversorgungsgesetz (§§ 53 ff) auf Ihre Versorgungsbezüge angerechnet werden. Dies aber nur dann, wenn Sie tatsächlich Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit haben.




Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt