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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26191
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Mein Mann und ich hatten geplant ein

Kundenfrage

Mein Mann und ich hatten geplant ein Haus in Reit im Winkel zu bauen. Ein Bauunternehmer der das Vorhaben planen bzw. umsetzen sollte hat nie Pläne geschickt. Zuerst war er krank und konnte sich nicht kümmern, und dann hat er keinen geeigneten Architekten gefunden. Bevor es dann richtig losging haben wir uns anders entschieden und Bauvorhaben nicht zu realisieren - wir bleiben in München. Ohne schriftliche Beauftragung hat er jetzt eine Rechnung geschickt wobei er in einer Begleitmail schreibt, daß er statt 'HOAI von 2126 Euro netto 700 Euro netto verrechnen' wird. Müssen wir zahlen? Danke Dr. xxxxxx xxxxxxx

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Darf ich Sie höflich fragen:

Hat denn der Bauunternehmer letztendlich einen Architekten gefunden und beauftragt?

Haben Sie einen Vertrag mit dem Bauunternehmer geschlossen, wenn ja, steht dort etwas von Schadensersatz?

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt und
Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Herr Schiessl,

 

mir ist nicht bekannt ob der Unternehmer einen Architekten gefunden hat, und nein - wir haben keinen Vertrag geschlossen. Es gibt nichts schriftliches.

 

Was ich vorhin vergessen hatte zu erwähnen ist, daß der Bauunternehmen eine E-Mail an meinen Mann mit der Ankündigung der Rechnung geschickt hat. Mein Mann hat geantwortet, daß keine Leistung erbracht wurde, er keinen Architekten gefunden hat bzw. es auch keine Vertrag gibt. Darauf hat er nicht geantwortet, sondern mir eine Rechnung geschickt.

 

Mit freundlichen Grüßen

xxxxxx xxxxxxx

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX hilfreiche Ergänzung.

Zahlungen oder Schadensersatz kann der Bauunternehmer nur in zwei Fällen verlangen. Einmal wenn Sie einen Bauvertrag unterschrieben und ihn dann gekündigt haben. In diesem Falle kann der Unternehmer (soweit im Vertrag nichts anderes geregelt wurde) 5% der Vertragssumme als Schadensersatz verlangen.

Zum anderen kann er einen sogenannten Vertrauensschaden verlangen, § 280 BGB.

Diesen Schaden kann er dann verlangen, wenn zwar noch kein Vertrag geschlossen wurde, aber der Bauunternehmer im (von Ihnen geweckten) Vertrauen dass ein Vertrag geschlossen werde, bereits Aufwendungen getätigt hat.

In Ihrem konkreten Fall: Wenn Sie dem Bauunternehmer einen Vertragsabschluss zugesichert haben und der Unternehmer daraufhin einen Architekten beauftragt hat, dann kann er die dadurch verursachten Kosten (Architekt) als Schadensersatz von Ihnen verlangen.

Diese Kosten muss der Unternehmer natürlich nachweisen.

Sie sollten daher dem Unternehmer zurückschreiben (Einschreiben) und ihn darauf hinweisen, dass kein Vertrag geschlossen und somit keine Zahlungsverpflichtung entstanden ist.

Fordern Sie den Unternehmer auf die angeblich angefallenen 2126 EUR in Nachweis zu bringen.

Wenn der Unternehmer nicht beweisen kann dass er tatsächlich einen Architekten für Sie beauftragt hat und der Architekt im bereits eine Rechnung gestellt hat, dann müssen Sie keinerlei Zahlungen leisten.




Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt



Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch weitere Fragen?

Wenn nein, so möchte ich Sie höflich bitten, mich positiv zu bewerten und dadurch meine Arbeit zu honorieren


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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