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Rechtsanwalt Christian Joachim
Rechtsanwalt Christian Joachim, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3191
Erfahrung:  Staatsexamen, Zulassung als Rechtsanwalt, Mediator
30639152
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Rechtsanwalt Christian Joachim ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren,am 12.10.2011 bin ich als 1.

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, am 12.10.2011 bin ich als 1. Offizier bei einer deutschen Reederei auf einem Schiff unter Antigua & Barbuda Flagge eingestiegen. Ausgestiegen bin ich am 03.02.2012 und hatte somit Urlaubsanspruch bis zum 23.03.2012. Die Reederei sezte mich aber erst am 12.06.2012 auf dem gleichen Schiff wieder ein. Daraus ergibt sich ein Minusurlaub von 80 Tagen, der bezahlt wurde aufgrund der "Eingliederungsvereinbarung" mit dem Arbeitsamt. Das Arbeitsamt zahlte pro Monat 30% meiner Heuer unter der Voraussetzung, das mich die Reederei 12 Monate beschäftigt. Ausgestiegen bin ich dann am 21.10.2012. Trotz neu erworbenen Urlaub bleibt ein Minusurlaub von 24 Tagen. Diese fordert die Reederei nun von mir in Höhe von 3708,30 Euro zurück. Ich glaube, das dies nicht in Ordnung ist, da die Reederei gegen die "Eingliederungsvereinbarung" verstossen hat und das Arbeitsamt ja 30% des Urlaubsgeldes bezahlt hat. Mit freundlichem Gruß XXX (Name von Moderation entfernt)

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

für welchen Zeitram waren Sie denn vertraglich gebunden?
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Sgh Joachim,

 

aufgund der Eingliederungsvereinbarung wurde das Heuerverhältnis für 12 Monate abgeschlossen.

 

MfG

 

XXX (Name von Moderation entfernt)

Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 4 Jahren.

Vielen Dank für ihre Ergänzung.

Zunächst gestalten sich sicherlich die Urlaubsansprüche im Bereich der Schifffahrt etwas anders, jedoch dürften sich die grundsätzlichen Dinge hier auch wie im normalen Arbeitsrecht nach dem Arbeitsvertrag und Arbeitsrecht regeln.

Hierzu gilt zunächst, dass der Arbeitgeber grundsätzlich in der Pflicht ist, Sie auch zu beschäftigen. Dies bedeutet, dass, wenn Ihr Urlaub zu Ende ist und der Arbeitgeber sodann keine Arbeit für sie hat, er nach dem Arbeitsvertrag trotzdem verpflichtet ist, sie entsprechend zu bezahlen, es sei denn, es ist im Arbeitsvertrag etwas anderes vereinbart. Nun kenne ich weder die Eingliederungsvereinbarung noch den Arbeitsvertrag, jedoch dürfte, wenn bereits durch das Arbeitsamt 30 % gezahlt worden sind, in jedem Fall der Restbetrag durch den Arbeitgeber zu zahlen gewesen sein, wenn dieser sie nicht beschäftigt hat, Sie jedoch aber zur Ableistung der Arbeit bereit gewesen sind.

Dabei ist insbesondere auch der gesamte Zeitraum des Arbeitsverhältnisses zu sehen, in dem Sie ja auch keine andere Möglichkeit hatten, Urlaub zu nehmen, bzw. entsprechend für den Arbeitgeber tätig zu sein.

Von daher halte ich den Erstattungsanspruch des Arbeitgebers zunächst hier für nicht gerechtfertigt.

Gerne können Sie sich weiter an mich wenden.

Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

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