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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26607
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

mein sohn (17) hat im kaufland einen Diebstahl in höhe von

Kundenfrage

mein sohn (17) hat im kaufland einen Diebstahl in höhe von 10 Euro begangen heute kam ein Brief von einer Kanzlei das wir als Eltern als Erziehungsberechtigte für den Schaden und die folgekosten aufzukommen haben,stimmt das
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Darf ich Sie fragen:

Welche Folgekosten werden denn von den Anwälten geltend gemacht?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Als Eltern haften Sie nur nach § 832 BGB für Ihr Kind, wenn Sie die Aufsichtspflicht verletzt haben.

Dabei kommt es auf das Alter des Kindes an.

Bereits bei einem 11-15jährigen geht die Rechtsprechung davon aus, dass eine ständige Kontrolle der Eltern nicht mehr erforderlich ist.

Bei einem 17jährigen kommt eine Haftung der Eltern nach § 832 BGB nur noch ausnahmsweise in Betracht. Dies wäre denkbar, wenn Ihr Sohn seine Diebstahlsabsicht angekündigt hätte, Sie dagegen nichts unternommen haben.

Ansonsten scheidet eine Haftung der Eltern aus.

Auch der Schaden an sich ist stark eingeschänkt.

Soweit der Artikel beschädigt oder nicht mehr vorhanden ist, ist der Wert des gestohlenen Artikels zu ersetzen.

Zulässig ist eine sog. Fangprämie von maximal 25 EUR, soweit Ihr Sohn durch eine Detektiv aufgegriffen wurde.

Nicht ersatzfähig sind die Bearbeitungskosten (zB Abwicklung eines Ladendiebstahls).

Rechtsanwaltskosten für die Geltendmachung der 25 EUR sind grundsätzlich ersatzfähig.




Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt