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Olaf Götz
Olaf Götz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2918
Erfahrung:  Fachanwalt für Sozialrecht
48877684
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Olaf Götz ist jetzt online.

Guten Tag, frage für meinen Vater an. Vater ist seit einem

Kundenfrage

Guten Tag, frage für meinen Vater an. Vater ist seit einem häuslichen Unfall am 05.11.2012 (gefunden am 06.11.2012 durch MA Diakonie-Station, der meinen Vater wegen eingeschränkter Alterskompetenz 2 Std. wöchentlich besuchte und sich mit ihm unterhielt) nach 3 KKH-Aufenthalten im Pflegeheim lebt. Nach 1 1/2 Tg. Aufenthalt im 1. KKH kam er in Geriatrie für 3 Wo., doch 1 Tag vorher mußte er wg. akuter Blutungen in 3. KKH verlegt werden, war dort 4 Tage auf Intensivstation, u. ist von dort direkt in Pflegeheim mit Krankenwagen gebracht worden. Bekam im 2. KKH Pflegestufe 1 zugesprochen, im Pflegeheim nach ca. 14 Tg. Pflegestufe 2. 4 Tage vor dem Unfall war sein Hausarzt dagewesen und hat Vater als gesund befunden. Der Vater lebte bis dahin alleine zuhause, bekam Essen auf Rädern, beim Putzen und Einkaufen halfen Schwester und ich. Vater hat eine Unfallversicherung, die nicht zahlen will bei voller Invalidität, weil Vater bereits dement war. Kein Gutachten liegt vor, Vers. beruft sich auf den MDK der KK, weil der erhöhte Betreuungsbedarf zugesprochen wurde. Wie können wir bei der Versicherung argumentieren, der Vater war vorher kein Pflegefall. Mit freundlichem Gruß xxxxxxxx

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

ich halte die Vorgehensweise für die übliche Taktik der Privaten Unfallversicherung, um Zeit zu schinden.

 

Besprechen Sie mit dem bereits eingeschalteten Kollegen, wie die Versicherung auf die Idee kommt, dass er vor dem Unfall schon ein Pflegefall war.

Das Gutachten des MdK ist hierfür rechtlich irrelevant.

Eine solche aus der Luft gegriffene Behauptung müsste auch in einem Streit die PUV beweisen, was kaum möglich sein wird. Sie sind bei der Frager der Kausalität des Unfalls nicht verpflichtet, aus der Luft gegriffene Aussagen zu widerlegen. Als Käger müssen Sie substantiiert die Unfallkausalität darlegen. Es wird ja im Zweifel auch Zeugen für den Zustand des Herrn vor dem Unfall geben.

 

Allein die Tatsache, dass hier 2 Stunden pro jemand zur Konversation kam, wird diesen Vortrag nicht beweisen können. Das spricht ja eher dafür, dass Ihr Vater noch weitgehend alleine leben konnte.

 

Bevor Sie also einen außergerichtlichen Vergleich eingehen, sollten Sie mit dem im Fall befassten Kollegen genau die Chancen und Risiken (Kosten) eines Rechtsstreites besprechen.

 

Nach Ihren Schilderungen sieht es schlicht so aus, als würde die PUV hier hoffen, billig aus der Sache herauszukommen.

 

Melden Sie sich ev. hier noch einmal unter dieser Frage, wenn Sie die Meinung des in der Sach befassten Kollegen kennen.

 

Dies ist auch noch möglich, wenn Sie meine Antwort bereits bewertet haben.

 

Gruß