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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 21571
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo, es ginge um Versicherungsrecht. Ich habe zwei Unfallversicherungen,

Beantwortete Frage:

Hallo, es ginge um Versicherungsrecht.
Ich habe zwei Unfallversicherungen, eine bei der Generali und eine bei der Württembergischen.
Am 12.10.2011 hatte ich einen Leitersturz. Damalige Diagnose: Kahnbeinprellung.
Ich habe meine Ansprüche nun geltend gemacht, da eine Invalidität besteht.
Nur habe ich damals vergessen, die zweite Unfallversicherung, die ich zwei Monate vor dem Unfall abgeschlossen hatte, in der Schadenmeldung der Generali anzugeben.
Auch habe ich keine Invaliditätsansprüche bei der zweiten Unfallversicherung gemeldet, weil ich dachte, der Beginn wäre 01.01.2012, dabie war es August 2011.
Nun hat sich bei einem von mir selbst vereinbarten "Vorgutachter-Termin" herausgetellt (ich mache das immer so und lasse mir vor dem Gutachter der Versicherung eine unabhängige Diagnose erstellen) dass bei diesem Sturz damals das Mondbein angebrochen und die Bänder am Handrücken gerissen waren. Einschätzung 1/10 der rechten Hand.
Jetzt weiß ich nicht wie ich vorgehen soll. Ich habe gehört, dass die Generali jetzt Leistungsfrei wäre, da ich die Schadenanzeige "wenn auch unbeabsichtigt" falsch ausgefüllt hatte. Ist das korrekt?
Oder wenn ich jetzt die zweite Unfallversicherung noch nachmelde, wecke ich dann schlafende Hunde?
Ich habe ja niemanden arglistig getäuscht oder ähnliches, wenn dann habe ich ja nur mich selbst beschissen, da ich vergessen hatte, die neue Unfallversicherung in der Schadenmeldung mit an zugeben.
Nur um auf den Punkt zu kommen: Mir ist bewusst, dass die Frist der zweiten UV abgelaufen ist, daraus will ich auch keine Leistung. Mir gehts nur darum, ist meine Leistung aus der älteren UV gefährdet?!
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Die vollständige Schadensmedlung zählt zu den versicherungsvertraglichen Obliegenheiten des Versicherungsnehmers.

Die Versicherung wird aber nach § 28 Absatz 2 VVG nur dann von Ihrer Leistungspflicht frei, soweit der Versicherungsnehmer vorsätzlich gehandelt hat.

Die Bestimmung lautet wie folgt:

Bestimmt der Vertrag, dass der Versicherer bei Verletzung einer vom Versicherungsnehmer zu erfüllenden vertraglichen Obliegenheit nicht zur Leistung verpflichtet ist, ist er leistungsfrei, wenn der Versicherungsnehmer die Obliegenheit vorsätzlich verletzt hat.


Ein solches vorsätzliches Handeln liegt in Ihrem Fall aber ersichtlich nicht vor, denn Sie sind davon ausgegangen, dass die Ihre zweite abgeschlossene Versicherung noch gar nicht rechtswirksam gewesen ist. Ein vorsätzliches Verschweigen des zweiten Versicherungsvertragsschlusses scheidet folglich aus.

Sie haben daher auch keine nachteiligen versicherungsvertraglichen Konsequenzen zu befürchten - die Versicherung (Generali) kann sich nicht auf Leistungsfreiheit berufen, sondern ist nach Eintritt des versicherten Schadensfalles regulierungspflichtig.



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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
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Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo Herr Hüttemann,


 


vielen Dank für die schnelle Antwort.


 


Aber was ist denn mit dem abgebuchten Beitrag? Hätte ich nicht spätestens nach Abbuchung des vierteljährigen Beitrages wissen müssen, dass der Vertrag schon aktiv ist?


Bei meinen Kontobewegungen fällt eine Abbuchung von 148€ allerdings nicht sofort auf.


 


Soll ich bei der Generali anrufen und die zweite UV noch nachmelden? Ich habe gerade in den Bedingungen der zweiten UV gesehen, dass die


Frist bei 24 Monaten liegt.


 

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Wenn Sie eine Lstschrifteinzugsermächtigung erteilt haben, ist es durchaus nicht ungewöhnlich, wenn die abgebuchten Beträge nicht auffallen - zumal dann, wenn es sich - wie hier - nicht um sonderlich hohe Beträge handelt.

Sie sollten in jedem Fall Verbindung mit der Generali aufnehmen und den Sachverhalt dort so schildern, wie Sie ihn vorgetragen haben und die zweite UV nachmelden.

Eine Obliegenheitsverletzung wird man Ihnen unter den gegebenen Umständen nicht zur Last legen können.


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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
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