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RA Schröter
RA Schröter, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 7709
Erfahrung:  12 Jahre Erfahrung als Rechtsanwalt
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RA Schröter ist jetzt online.

Röber Hausverwaltung fragt: Wir waren bis Oktober 2012 Verwalter

Kundenfrage

Röber Hausverwaltung fragt: Wir waren bis Oktober 2012 Verwalter eines 3 Familienhauses. Im Oktober wurde das Objekt verkauft und wir sind seit dem nicht mehr Verwalter. Wir haben darüber alle Versorger (Gas, Strom etc.) informiert und darum gebeten, sich nunmehr an den neuen Eigentümer zu wenden. Der Gasversorger (FLEXGAS) lehnte das mehrfach ab. Der neue Eigentümer ist seit Dezember 2013 im Grundbuch. Er hat sich bei einem anderen Gasanbieter angemeldet. Nun bekommen wir seit Wochen immer wieder die Schlussrechnung des alten Gasanbieters zugeschickt mit der Bitte, die Nachzahlung in Höhe von 243,00 Euro zu bezahlen. Wir sind aber nicht mehr Verwalter. Heute kommt nun erstmals ein Brief eines Inkassobüros. Wie sollen wir reagieren? Wir waren doch nur Verwalter im Auftrag des Voreigentümers. Und auch mit dem haben wir ja seit Oktober kein Rechtsverhältnis mehr. Wie verhält es sich rechtlich? Muss nicht der neue Eigentümer diese Rechnung bekommen und begleichen? FLEXGAS behauptet, sie hätten nur einen Vertrag mit uns geschlossen und nicht mit dem neuen Eigentümer. Das stimmt zwar, aber durch den Eigentumsübergang meinen wir nicht mehr zuständig sein zu können / dürfen. Wir werden ja auch keine Abrechnung mehr für die Mieter des Hauses machen. Wie auch.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 4 Jahren.

RA Schröter :

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

RA Schröter :

Wenn die Schlussrechnung den Zeitraum bis Oktober 2012 abbildet, sind Sie hier im Rahmen einer nachvertraglichen Verwaltung noch zuständig. Zwar wurde die Verwaltung mit Eigentumsübergang beendet, dies bedeutet aber nicht dass ab diesem Zeitpunkt alle Tätigkeiten einzustellen sind. Sie haben zum Ende der Verwaltung noch eine Schlussabrechnung und eine Übergabe vorzunehmen. Da Sie gegenüber dem Gasversorger Vertragspartner sind, sind Sie auch zur Zahlung verpflichtet, haben aber gegenüber dem vormaligen Eigentümer einen Ersattungs- bzw. Freistellungsanspruch. D.h. Sie können von dem vormaligen Eigentümer die Übernahme des Rechnungsbetrages verlangen, müssen aber gegenüber dem Gasversorger selbst einen Ausgleich vornehmen.

RA Schröter :

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und Ihnen einen ersten Überblick verschaffen.

Ich würde mich freuen, wenn Sie meine Antwort positiv bewerten, wenn Sie mit dieser zufrieden sind. Sollte meine Antwort Ihre Frage noch nicht vollständig beantworten oder Sie noch Fragen haben, fragen Sie nach ("Antworten Sie dem Experten") bevor Sie eine Bewertung abgeben.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter, MBA

Rechtsanwalt & Immobilienökonom

Zertifizierter Zwangsverwalter

JACUSTOMER-gi8a83uq- :

Sehr geehrter Herr Schröter,

JACUSTOMER-gi8a83uq- :

Sehr geehrter Herr Schröter, kaum zu glauben dass das stimmen soll. Wir handelten immer im Auftrag "Dritter". Mit Verkauf der Immobilie endete automatisch unsere Verwaltertätigkeit. Ferner wurde auch das Girokonto für dieses Objekt gelöscht und das verbleibende Guthaben dem alten Eigentümer überwiesen. Wir sind dieses Objekt betreffend doch gar nicht mehr handlungsberechtigt. Wie und von welchem Konto sollten wir eine Nachzahlung bezahlen? Spätestens mit dem Grundbucheintrag ist der Erwerber mit allen Rechten und Pflichten zuständig geworden. Auch für die Vergangenheit. Er muss schließlich auch die Nebenkostenabrechnung mit den Mietern vornehmen für den Zeitraum als wir noch im Amt waren. Warum sollte es sich mit der Nachzahlung aus dem Gasvertrag anders verhalten? Ich bitte um Quellennachweis

JACUSTOMER-gi8a83uq- :

Sehr geehrter Herr Schröter,

damit können wir uns leider nicht zufrieden geben. Spätestens mit dem Grundbucheintrag tritt der Erwerber einer Immobilie mit allen Rechten und Pflichten ein. Er ist alleine zuständig für „seine“ Immobilie. Er ist ja auch zuständig für die noch zu erstellende Nebenkosten-abrechnung mit den Mietern für die Zeit, als wir noch Verwalter waren. Warum sollte er dann nicht auch zuständig sein, wenn nach der Grundbuchumschreibung noch „alte“ Rechnungen kommen? Dass ist doch ganz normal und passiert ständig bei Haus- oder Wohnungsverkäufen. Außerdem haben wir doch in allen getätigten Rechtsgeschäften immer für „Dritte“ gehandelt. Und mit Verkauf des Hauses wurde uns ja auch die Rechtsgrundlage des Handelns genommen. Unser Vertrag endete automatisch mit Verkauf und Übergang von Nutzen und Lasten. Somit sind wir ja auch gar nicht mehr berechtigt zu handeln. Ferner haben wir ja auch keine Zugriff mehr auf ein Hauskonto. Vielleicht könnten Sie Ihre Antwort ja mit einem Quellennachweis versehen. So ohne jeglichen Nachweis können wir die von Ihnen vertretene Meinung leider nicht teilen und bezweifeln auch die Richtigkeit.

RA Schröter :

Vielen Dank für die Rückmeldung.

Da Sie die Richtigkeit meiner Ausführungen bezweifeln gebe ich die für einen Kollegen/Kollegin frei.

Viel Grüße

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