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S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 6234
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
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S. Grass ist jetzt online.

meine frau ist firmeninhaberin eines nebengewerbes und

Kundenfrage

meine frau ist firmeninhaberin eines nebengewerbes und ehemann ist als minijob mittätig - diestleistungen im IT-.bereich. -- da der letzte steuerberater nach spanien verzogen ist, haben wir übers internet einen steuerberater gesucht, uns wurde ein xxxxxxxxbenannt, der rein für den Jahrejabschluss/einkommensteuererklärung jeweis 500 bis 600 euro verlangt, unabhängig vom umsatz. das ist auch 3 jahresabschlüsse so gewesen, und der umsatz war sehr gering - den letzten abschluss konnten wir erst mit einer verzögerung von 3 monaten bezahlen, haben dann aber die verzugszinsen mitbezahlt. bei dieser aktuellen einkommensteuererklärung hier 2011 - wollte er den betrag vorher bezahlt, was wir auch schon im september 2012 an ihn im voraus überwiesen haben. infolge meherer krankheiten usw, haben wir den jahresabschluss - welche wir immer als excelfile nach konten eingegeben selbst anfertigen - erst wie letztes jahr sehr spät fertiggestellt. im dezember 2012 bekamen wir ein schreiben das abgabe der 11.02.2013 ist, und das genze jahr hatten wir KEINEN kontakt zum steuerberater - ach keine beratung. jetzt aber, nachdem wir als ehepaar erstmals in der geschichte der seit 2000 existierenden firma einen gewinn erziehlt haben - bekamen wir 1 stunde nach absenden der steuerunterlagen per email eine nachricht vom steuerberater - wir müssen jetzt 1750 euro bezahlen sonst würde er den abschluss nicht machen, denn er hat drei wochen arbeit. heute am 19. also 7 tage nach versenden(keine 3 wochen) der unterlagen - bekommen wir eine rechnung von ihm über 1490 euro und die 500 euro vorauszahlung kommen auch dazu, obwoh nicht in der rechnung benannt, also anstatt der üblichen 500 jetzt das 4-fache nämlich 1990 euro - obwohl in diesem jahr die anzahl der belege weit aus weniger waren, also weniger arbeit.- eine steuergehilfin macht den in 3-4 stunden und weiter schreibt er uns, solange er das geld nicht auf dem konto hat schickt er den steuerbescheid nicht an das finanzamt ab, obwohl ja die abgabefrist schon überschritten ist - und riskiert damit für uns beim finanzamt eine strafe. auch kommt man bei einem kleinen finanzamt schnell in verruf. durch seine handlungen schadet er uns nachhaltig. frühestens morgen können wire das geld überweisn, das er wegen dem wochenende vor dienstag nicht hat und dann muss er ja den abschluss zu uns zur unterschrift schicken, und wir sollen ihn ans finanzamt weiterleiten. er macht bei uns ja keine beratung - weiter haben wir vor 18 monaten einmal etwas fachliches angefragt, und er hat uns damals die falsche information gegeben - was uns eine doch erhebliche summe unnötige ausgaben beschert hat, und der steuerliche effekt - hier 3500 euro pro jahr einzusparen - trotz der ausgaben nicht gegeben war. also hat er uns falsch informiert! sein verhaten ist in unseren augen eine gezielte nötigung, er will jetzt uns noch das maximale finanzielle rausholen, und zahlung wird er die zusammenarbeit kündigen, so sehen wir dies. was können wir geziehlt gegen so ein unprofessionelles verhalten unternehmen. mfg xxxxxxx

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 4 Jahren.

S. Grass :

Sehr geehrter Fragesteller,

S. Grass :

sofern Ihre Ausführungen richtig verstanden wurden haben Sie abweichend zu den gesetzlichen Gebühren nach der Steuerberatergebührenverordnung mit dem Steuerberater einen Pauschalbetrag vereinbart.

S. Grass :

Sofern eine solche Vereinbarung getroffen wurde, ist die für alle Beteiligten bindend, also auch für den Steuerberater, der sodann keine höheren als vereinbarten Gebühren verlangen kann.

S. Grass :

Problematisch bei der Vereinbarung ist sicher, dass sich die mündlich getroffene u.U. nicht nachweisen lässt.

S. Grass :

Zu der Zurückbehaltung ist auszuführen, dass der Steuerberater grundsätzlich ein Zurückbehaltungsrecht hätte, sofern der Mandant mit der Zahlung des Honorars in Rückstand ist. Dieses Recht bezieht sich auch auf gefertigte Arbeiten, wie jahresabschlüsse und Steuererklärungen.

S. Grass :

Letztendlich ist in Ihrem Fall entscheidend, ob eine Gebührenvereinbarung getroffen wurde oder der Steuerberater berechtigt war, nach der Gebührenverordnung den ggf. höheren Betrag zu berechnen.

S. Grass :

Zudem besteht ein Zurückbehaltungsrecht nur, wenn der Honoraranspruch fällig war. Dies ist regelmäßig der Fall, wenn der Steuerberater seine Arbeitsergebnisse erstellt hat. Zudem muss der Steuereberater eine nachvollziehbare Rechnung erstellt haben. Ohne diese tritt keine Fälligkeit ein.

S. Grass :

Wenn in Ihrem Fall die Voraussetzungen für die Berechnung des Honorars nach den gesetzlichen Vorschriften und ein Zurückbehaltungsrecht (z.B. wegen fehlender Rechnung) nicht vorliegen, hat sich der Steuerberater unkorrekt verhalten.

S. Grass :

Dann wäre zu empfehlen den Sachverhalt der Steuerberaterkammer zu unterbreiten und sich über den Steuerberater zu beschweren.

S. Grass :

Auch besteht das Recht vom Steuerberater den ersatz aller Schäden zu verlangen, die durch sein nicht rechtmäßiges Verhalten entstanden sind.

S. Grass :

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit den Ausführungen behilflich sein.

JACUSTOMER-t9zmdy57- :

wir haben vor 8 tagen - nach erhalt der unterlagen - eine schriftliche nachricht erhalten, dass wir 1750 zu bezahlen hätten - trotz der 500 euro absprache, und jetzt sind es aber 1992 anstatt der 1750 -- schnell mal 240 euro mehr -- was ist dazu zu sagen.

S. Grass :

Das ist völlig unkorrekt ! Wenn nur 500 EUR vereinbart sind, kann davon nicht hinterher abgewichen werden.

S. Grass :

Dies sollte unbedingt zur "Anzeige" bei der Steuerberaterkammer gebracht werden.

S. Grass :

Bestehen noch Unklarheiten ? Falls ja, machen Sie von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch.

S. Grass :

Ist Ihre Frage beantwortet, nehmen Sie bitte noch eine Bewertung vor. Vielen Dank !