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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16968
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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raschwerin ist jetzt online.

Sind Handwerker auch nach der üblichen Gewährleistung (5 Jahre)

Kundenfrage

Sind Handwerker auch nach der üblichen Gewährleistung (5 Jahre) haftbar zu machen, wenn es sich bei Mängeln in der Ausführung ihrer Leistungen um verdeckte nicht direkt erkennbare Mängel handelt? Im konkreten Fall wurde im Rahmen der Beseitigung eines anderen Versicherungsschadens festgestellt, daß die Ursache für eine Wanddurchfeuchtung eine nicht korrekt herstellte Rohrverbindung war. Diese konnte nicht erkannt werden da sie

sich hinter einer verkleideten Wand befand .


Vielen Dank
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

raschwerin :

Sehr geehrter Fragesteller, vielen Dank für die Nutzung von Justanswer. Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

raschwerin :

Der Fristbeginn hängt auch immer mit der Kenntnis zusammen.

raschwerin :

Nach Ablauf von 5 Jahren (BGB - Bauvertrag) oder 4 Jahren (VOB/B - Bauvertrag) nach Abnahme der Bauleistung ist die Sache verjährt. Dann also Pech gehabt? Das kommt auf die Umstände an. Eine Chance den Fall trotzdem zu gewinnen, besteht bei einem Organisationsverschulden des Bauunternehmers während der Bauphase oder arglistigem Verschweigen des Baumangels des Bauunternehmers vom Mangel.

JACUSTOMER-w148kucz- :

Ist die Argumentation des Bauunternehmers es handelte sich um eine neue Technologie zur Verbindung von Rohrverbindungen, das dazu erforderliche Werkzeug habe er sich wie viele seiner Kollegen leihen müssen.

raschwerin :

Ok.

JACUSTOMER-w148kucz- :

Meine Antwort war leider noch nicht zu Ende: Seine weitere Argumentation ist daß er unter Zeitdruck stand wegen der Zurückgabe des Werzeuges und er dadurch die betreffende Rohrverbindung nicht korrekt herstellt habe,d.h. er habe die Verbindung vergessen zu"quetschen,die anderen Quetschverbindungen sind ordnungsgemäß hergestellt. ist dies als Organisationsverschulden zu werten?

raschwerin :

Ja, in der Tat.

raschwerin :

Unter bestimmten Fallkonstellationen ist der Anspruch gegen den Bauunternehmer noch nicht verjährt. Eine solche verlängerte Verjährungsfrist kommt bei Arglisthaftung des Bauunternehmers in Betracht.

Ein arglistiges Verschweigen eines Mangels liegt vor, wenn der Mangel dem Bauunternehmer während der Bauausführung bekannt geworden ist, der Mangel bis zur Abnahme nicht behoben ist und er ihn dem Auftraggeber bis zur Abnahme nicht offenbart hat, obwohl er annehmen musste, dass der Auftraggeber den Mangel oder jedenfalls sein Tragweite nicht kannte.

raschwerin :

So muss man dies ja vorliegend sehen. Der Bauträger hat arglistig gehandelt.

JACUSTOMER-w148kucz- :

Was empfelen Sie als weiteres zu tun? Es wurde alles dokumentiert,die fehlerhafte Rohrverbindung als Beweisstück gesichert, die Rechnung über den ausgeführten Auftrag ist vorhanden

raschwerin :

Nehmen Sie den Bauträger in die Haftung. Beziffern Sie den Schaden bzw. fordern Sie Mängelbeseitigung.

raschwerin :

Bestehen noch Fragen? Ich würde sonst Morgen weiter machen.

JACUSTOMER-w148kucz- :

Bis jetzt alles sehr hilfreich,allerdings bin ich ich im Zweifel ob man von arglistiger Täuschung sprechen kann ,da der Bauträger ja den Mangel seiner mangelhaften Leistung während der Bauausführung nicht kannte. Sonst bis morgen Gute Nacht!

raschwerin :

Hallo,

raschwerin :

er musste ihn aber kennen, da er ja ganz offenbar von dem Pfusch wusste.

JACUSTOMER-w148kucz- :

Mit der Antwort bin ich leider noch nicht zufrieden.Die "arglist Täuschung" kann ich noch nicht ganz nachvollziehen, da der Bauträger meint es ist ein Fehler der ihm unterlaufen sei denn schließlich sind ja vielleicht ca. 10 weitere Rohrverbindunden von ihm korrekt ausgeführt worden.

JACUSTOMER-w148kucz- :

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

raschwerin :

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