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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Ich suche einen Anwalt zum Thema Erbrecht! Der Vater meines

Kundenfrage

Ich suche einen Anwalt zum Thema Erbrecht!
Der Vater meines Mannes ist unter Alkoholeinfluss tödlich verunglückt. Die Witwe des Toten will nun nach 2 Jahren Arztkosten geltend machen, da die Krankenkasse und auch die Unfallversicherung nicht den vollen Kostenumfang abgedeckt hat. Die Beerdigungskosten wurden von der Witwe und den Eltern des Verstorbenen getragen wobei die Eltern den Teil meines Mannes übernahmen. Meine Frage ist jetzt, müssen alle kosten die nach dem Unfall entstanden sind von der Erbengemeinschaft getragen werden oder erst die, welche nach dem Tod entstanden sind? Anzumerken ist auch das die Witwe Gegenstände die zur Erbmasse gehörten an die Nachbarschaft verkauft hat, den Erben jedoch den Erb Anteil nicht ausbezahlt hat. Auch das Haus welches zur Erbmasse gehörte wurde von der Witwe 16 Monate weiter bewohnt obwohl dies ebenfalls dem verstorbenen gehörte. Hierfür war laut eines Anwalts eine mietzahlung an die Erben fällig gewesen. Auch hat die Witwe Unterlagen der Versicherunengen sowie kontenubersichten bis heute nicht klar dargestellt. Wie sollen wir uns verhalten bezüglich der Arztkosten?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.

Tobias Rösemeier :

Sehr geehrte Fragestellerin, vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte.

Tobias Rösemeier :

Hier ist zwingend eine Erbauseinandersetzung herbeizuführen. Grundsätzlich haften die Erben für alle Verbindlichkeiten des Erblassers, also auch für solche Kosten, die vor dem Erbfall entstanden sind und durch den Erblasser selbst nicht mehr beglichen worden sind.

Tobias Rösemeier :

Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die Krankenkasse hier die Übernahme von Kosten verweigert hat, nur weil der Erblasser unter Alkoholeinfluss verletzt wurde.

Tobias Rösemeier :

Sie sollten daher die Witwe erst einmal auffordern, darzulegen woher die Kosten resultieren und die entsprechende Ablehnung der Kranken- und Unfallversicherung vorlegen lassen.

Tobias Rösemeier :

Ebenso ist in Ihrem Fall dringend klärungsbedürftig, wie die Aufteilung des Nachlasses zu erfolgen hat. Hier ist die Witwe als Erbschaftsbesitzerin den übrigen Miterben zur Auskunft verpflichtet.

Tobias Rösemeier :

Hierneben können Sie die Übernahme der Kosten für die Behandlungskosten mit der von der Witwe zu zahlenden Nutzungsentschädigung für das weitere Wohnen in dem Haus des Erblassers verrechnen.

JACUSTOMER-587gs6zs- :

Der Anwalt schreibt,

Tobias Rösemeier :

ja, was schreibt der Anwalt?

JACUSTOMER-587gs6zs- :

das uns lediglich kosten entstehen würden und wir im Vergleich zu dem was wir fordern könnten keine Aussicht auf Erfolg hätten. Er setzte uns eine Frist von 1 Woche auf sämtliche weitere Forderungen zu verzichten, egal welchen belangs....der Wortlaut hierzu lautet wie folgt: insoweit ist ausdrücklich klarzustellen, dass diese Erklärung dann auch alle bisher möglicherweise noch nicht bekannten gegenseitigen Ansprüche umfassen würde.

JACUSTOMER-587gs6zs- :

Wie ich ihnen bereits mitteilte haben wir keinerlei unterlagen von der Unfallversicherung oder aber Krankenkasse, wissen aber von einer bekannten Versicherung Kauffrau das die Unfallversicherung auch in solchen Fällen zahlt.

Tobias Rösemeier :

Davon gehe ich auch aus. Gibt es denn einen Erbschein?

Tobias Rösemeier :

Ist Ihr Kind noch minderjährig?

JACUSTOMER-587gs6zs- :

Ja gibt es. Aber wir waren bisher noch nicht beim Nachlass Amt

JACUSTOMER-587gs6zs- :

Auch hier sind selbst nach dieser langen Zeit nicht alle unterlagen vorhanden. Wir haben auch ca. 50 Versicherungen angeschrieben in der Hoffnung so Auskunft zu erhalten

Tobias Rösemeier :

ist Ihr Kind noch minderjährig?

JACUSTOMER-587gs6zs- :

Meinen sie die Kinder von mir und meinem Mann? Die sind 8,9,11,und 12

Tobias Rösemeier :

wenn diese minderjährigen Kinder die Erben sind, können Sie trotz alleiniger elterlicher Sorge für diese Kinder keine wirksame Verzichtserklärung in das Erbe abgeben. Hierzu würde Sie die Genehmigung des Vormundschaftsgerichts benötigen.

Tobias Rösemeier :

Ich sehe hier keine andere Chance, als die Witwe auf Auskunft zu verklagen.

JACUSTOMER-587gs6zs- :

Nein...mein Mann ist Erbberechtigt, nicht die Kinder.

Tobias Rösemeier :

ok, aber letztendlich ändert dies an meiner Antwort nichts, denn um hier abschließende Kenntnisse zu erlangen müssen Sie entweder mit einem Erbschein selbst recherchieren, also sich Zweitauszüge von der Bank geben lassen oder die Witwe auf Auskunft verklagen. Da hier meiner Meinung nach von der anderen Seite hoch gepokert wird, wäre die Auskunftsklage der Weg um sich Gewissheit zu verschaffen.

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