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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16460
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Wir haben 2006 im Herbst entlang der gemeinsamen Grundstücksgrenze

Kundenfrage

Wir haben 2006 im Herbst entlang der gemeinsamen Grundstücksgrenze eine Kirschlobeer Hecke gepflanzt. Der Grenzabstand beträgt 60 cm. Die Hecke ist jetzt ca. 1,80 hoch, allerdings nur auf unserem Grundstück. Vom aus Nachbarsgrundstück ist sie niederiger, weil diese Grundstück höher liegt als unseres. Jetzt nach über 6 Jahren schreibt uns der Nachbar, dass er mit der Beflanzung nicht einverstanden ist und Beseitigung fordert. Außerdem hätten wir den Grenzabstand nicht eingehalten. Wir haben die Hecke schon zweimal geschnitten und vor allem den Überhang ins Nachbargrundstück. Also besteht keine Beeinträchtigung. Kann er die Beseitigung fordern? Wie ist das mit der Verjährung? Wann beginnt die Frist zu laufen?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.

Claudia Schiessl :

Sehr geehrter Ratsuchender, vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Claudia Schiessl :

In welchem Bundesland leben Sie ?

JACUSTOMER-2nbkzlru- :

Bayern

Claudia Schiessl :

Vielen Dank für Ihren Nachtrag

Claudia Schiessl :
Es gilt hier das AGBGB Der Anspuch auf die Beseitigung der Hecke ergibt ishc aus aus Art 47, die Verjährung aus Art. 52
Verjährung der nachbarrechtlichen
Ansprüche

(1) 1 Die sich aus Art. 43 bis 45 und 46 Abs. 1 ergebenden Ansprüche unterliegen nicht der Verjährung. 2 Der Anspruch auf Beseitigung eines die Art. 47 bis 50 und 51 Abs. 1 und 2 verletzenden Zustands verjährt in fünf Jahren. 3 Die Verjährung beginnt mit dem Ablauf des Kalenderjahres, in dem

1.
der Anspruch entstanden ist, und
2.
der Eigentümer des Grundstücks von den den Anspruch begründenden Umständen Kenntnis erlangt oder ohne grobe Fahrlässigkeit erlangen müsste.

(2) Sind Ansprüche nach Absatz 1 Sätze 2 und 3 verjährt und werden die Gewächse durch neue ersetzt, so kann hinsichtlich der neuen Gewächse die Einhaltung des in Art. 47 bis 50 und 51 Abs. 1 und 2 und vorgeschriebenen Abstands verlangt werden.

Claudia Schiessl :

Danach verjährt der Anspruch auf die Beseitigung der nicht den Grenzabstand einhaltenden Pflanzen nach 5 Jahren

Claudia Schiessl :

Der Anspruch beginnt ab Kenntniserlangung, d.h ab dem Tag als er die Hecke das erste mal bemerkt hat

Kunde :

Und was heißt das für uns?

Claudia Schiessl :

Das bedeutet, dass er sich darauf, dass Sie den Grenzabstand nicht eingehalten haben nicht mehr berufen kann

Claudia Schiessl :

Er hat also kein Recht, die Beseitigung zu fordern

Kunde :

Aber nach unserem Recht haben wir doch den Grenzabstand von 50 cm eingehalten. Wir sind sogar 60 cm weg von der Grenze.

Claudia Schiessl :

Ja, der Grenzabstand ergibt sich aus Art 47.

Claudia Schiessl :

Den haben Sie eingehalten.

Claudia Schiessl :

Selbst wenn nicht wäre der Anspruch verjährt

Claudia Schiessl :

Der Nachbar hat von Ihnen also nichts zu fordern, in doppelter Hinsicht

Claudia Schiessl :

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen . Haben Sie noch Fragen?

Claudia Schiessl :

Gerne

Claudia Schiessl :

Wenn nicht bitte ich darum, meine Antwiort positiv zu bewerten , denn so wird der Experte vergütet

Claudia Schiessl :

vielen Dank

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